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Klinikum: „SpyGlass“ ermöglicht detaillierten Blick in die Gallenwege

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Prof. Dr. Wolfgang Schwenk (re.), Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum, setzen das
Prof. Dr. Wolfgang Schwenk (re.), Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum, setzen das "SpyGlass" erfolgreich in der Endoskopie ein. Endoskopie-Mitarbeiterin Stefanie Heußen-Sürig präsentiert die winzige Kamera. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Mit einem Durchmesser von gerade mal 1,5 Millimetern kann die Kamera, die seit einiger Zeit in der der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Solingen zum Einsatz kommt, so ziemlich jede Anomalität in den Gallenwegen ausmachen. „Es handelt sich dabei um eine neue und innovative Technik, digital und mit einer hohen Auflösung“, erklärt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum.

Mittels des so genannten „SpyGlass“, eine endoskopische Untersuchungsmethode, können die Mediziner entzündliche Erkrankungen, Tumore und auch Steine direkt in den Gallenwegen lokalisieren und mitunter auch behandeln. „Das Gerät kommt durch den normalen Arbeitskanal des Endoskops zum Einsatz. Wir setzen es ein, wenn Verschlüsse mit den üblichen Methoden nicht geklärt werden können“, so Pfaffenbach weiter.

Jährlich 300 Untersuchungen den Gallenwege

Rund 300 Mal jährlich finden in der Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeinen Innere Medizin Untersuchungen der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse statt. In der Regel nutzen die Mediziner Kontrastmittel, um später auf Röntgenbildern Schatten und somit Verschlüsse zu lokalisieren. „Das ist auch immer ein gutes Stück Interpretation“, macht Prof. Dr. Boris Pfaffenbach deutlich.

"SpyGlass" ermöglicht einen hochauflösenden Blick in die Gallenwege. Die Mediziner erkennen so Details, die mit den üblichen Methoden mitunter nicht direkt erkannt werden können. (Foto: © B. Glumm)
„SpyGlass“ ermöglicht einen hochauflösenden Blick in die Gallenwege. Die Mediziner erkennen so Details, die mit den üblichen Methoden mitunter nicht direkt erkannt werden können. (Foto: © B. Glumm)

„SpyGlass“ wird dann eingesetzt, wenn übliche Methoden zu keinem klaren Ergebnis führen. In diesem Jahr wurde die hochmoderne Diagnose- und Behandlungsmethode bereits 20 Mal genutzt. Mit dem System ist es zudem möglich, Gewebeproben zu entnehmen.

Eine Reihe Alternativen zum chirurgischen Eingriff

Auch für die Chirurgie ist das „SpyGlass“ ein Segen, betont Prof. Dr. Wolfgang Schwenk, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. „Die neue Methode kommt insbesondere Patienten zugute, die operativ behandelt werden müssen“, erklärt Schwenk. Vor allem bei der Behandlung der Gallenblase kommt man häufig nicht um einen chirurgischen Eingriff herum. „SpyGlass“ bietet allerdings eine Reihe von Alternativen zur Operation.

Dank der modernen Endoskopie können unter anderem Stents und Katheter in die Gallenwege eingebracht und sogar Steine zertrümmert werden. Allerdings handelt es sich bei „SpyGlass“ um ein so genanntes „Einmalgerät“. Nach der Nutzung muss es entsorgt werden, da die Reinging der winzigen Kamera schlichtweg nicht möglich sei. Eine ganze Reihe an Geräten hält man deshalb in der Endoskopie im Klinikum auf Lager bereit. „Die Sicherheit des Patienten es uns das aber wert“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Schwenk.

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