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Klinikum: Urologie führt jährlich viele Behandlungen durch

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Prof. Dr. Markus Heuser (li.) ist Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Solinger Klinikum. An seiner Seite: Oberarzt Dr. Tobias Müllen, der gleichzeitig Zentrumskoordinator des Prostatakrebszentrums Solingen ist. (Foto: © Bastian Glumm)
Prof. Dr. Markus Heuser (li.) ist Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Solinger Klinikum. An seiner Seite: Oberarzt Dr. Tobias Müllen, der gleichzeitig Zentrumskoordinator des Prostatakrebszentrums Solingen ist. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Der Blick der Öffentlichkeit liegt seit geraumer Zeit weniger auf den medizinischen Leistungen des Klinikums Solingen, denn auf den Widrigkeiten bei der Verbundlösung mit dem Klinikum in Leverkusen (wir berichteten). Damit die medizinische Leistungsfähigkeit des städtischen Hauses an der Gotenstraße wieder mehr in den Vordergrund rückt, stellt das Klinikum ab sofort seine Abteilungen und Kliniken genauer vor. Los ging es heute mit der Klinik für Urologie und Kinderurologie. „Es wurde in den letzten Wochen viel über die Wäscherei und das Labor gesprochen, Dinge, für die kein Mensch ins Krankenhaus geht. Wir haben hier im Klinikum Solingen gute Medizin und das wollen wir auch etwas herausstellen“, betonte am Mittwoch Matthias Dargel, kommissarischer kaufmännischer Geschäftsführer des Klinikums.

Breites Behandlungsspektrum

„Wir setzen neueste Diagnostik, Operationstechniken und aktuelle medikamentöse Verfahren ein, um ein optimales Ergebnis für den Patienten zu erreichen“, erklärte Prof. Dr. Markus Heuser, Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Solinger Klinikum. In der Urologie ist eine moderne Therapie von Harnleitersteinen ebenso möglich, wie zeitgemäße Resektionsverfahren und sogar der Einsatz von Laser.

„Wir sind sehr stark spezialisiert auf die Chirurgie eines Harnblasenkarzinoms, wir machen sehr viele Zystektomien. Insbesondere die neue Blasenbildung bei Frauen wird bei uns hervorragend abgebildet“, machte Prof. Dr. Markus Heuser deutlich. Seit rund zehn Jahren ist die neue Harnblasenbildung bei Frauen nach Entfernung der Blase bei einem Karzinom fester Bestandteil des urologischen Leistungsspektrums im Klinikum Solingen.

Bildung einer „Neoblase“ nach Karzinom

Für die Bildung einer so genannten „Neoblase“ wird ein Abschnitt des Dünndarms entnommen, der dann in Position der Harnblase mit den Harnleitern und der Harnröhre vernäht wird. „Dieses Verfahren bilden wir auf einem sehr hohen Qualitätsniveau ab“, so Prof. Dr. Markus Heuser. Mehr als 20 Zystektomien wurden im vergangenen Jahr im Klinikum durchgeführt.

Die technische Ausstattung der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Solingen ist hochmodern. 2018 hat man in der Abteilung rund 2.700 Fälle insgesamt gezählt. (Foto: © Bastian Glumm)
Die technische Ausstattung der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Klinikum Solingen ist hochmodern. 2018 hat man in der Abteilung rund 2.700 Fälle insgesamt gezählt. (Foto: © Bastian Glumm)

Rund acht Mal kamen in der Urologie Fehlbildungen der Harnröhre vor. Etwa 15 Mal mussten Nierenbeckenplastiken, eine operative Korrektur, in der Kinderurologie durchgeführt werden. Zudem war im vergangenen Jahr bei etwa 40 Fällen eine Prostatasektomie angezeigt, die Entfernung von Prostatawucherungen oder der gesamten Prostata. Insgesamt liefen 2018 rund 2.700 Fälle in der Abteilung auf. Übrigens ähnlich viele, wie im Klinikum Leverkusen.

„Behandlungsqualität nicht auf technische Ausstattung reduzieren“

An der Schnittstelle zur Gynäkologie bietet die Urologie zudem aufwendige urogynäkologische Diagnostik und Kontinenzoperationen an. „Es ist ein weites Spektrum, das wir in den vergangenen zehn Jahren hier aufbauen konnten“, freute sich Chefarzt Heuser. In der Urologie und der Kinderurologie im Klinikum sind neben Prof. Dr. Markus Heuser vier Oberärzte sowie neun Assistenzärzte beschäftigt.

Was die Urologie im Klinikum allerdings (noch) nicht hat, ist ein so genannter „OP-Roboter“, den unlängst zahlreiche Häuser in ganz Deutschland angeschafft hätten, darunter auch das Leverkusener Klinikum. „Die Tendenz geht leider dahin, die Qualität der medizinischen Behandlung auf die technische Ausstattung zu reduzieren“, bedauerte Heuser. Denn bei der Technik handele es sich zunächst um eine von mehreren tragenden Säulen eines Gesamtkonstruktes.

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