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Marcus Gottfried wirft heiteren Blick auf die alltäglichen Krisengebiete

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Die Ausstellung „Es ist nicht das, wonach es aussieht – Cartoons aus dem Krisengebiet“ von Marcus Gottfried ist noch bis zum 5. Februar in der Galerie SK zu sehen. (Foto: © Sandra Grünwald)
Die Ausstellung „Es ist nicht das, wonach es aussieht – Cartoons aus dem Krisengebiet“ von Marcus Gottfried ist noch bis zum 5. Februar in der Galerie SK zu sehen. (Foto: © Sandra Grünwald)
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SOLINGEN (sg) – Selten wird während einer Vernissage so viel gelacht, wie es bei der Ausstellungseröffnung in der Galerie der Solinger Künstler am Sonntag der Fall gewesen ist. Während manche der ausgestellten Werke eher ein verschmitztes Schmunzeln hervorrufen, entlocken andere ein wissendes Auflachen. Nicht nur deshalb ist die Ausstellung „Es ist nicht das, wonach es aussieht – Cartoons aus dem Krisengebiet“ des Cartoonisten Marcus Gottfried etwas Besonderes.

Cartoons und Karikaturen der letzten fünf Jahre

„Eine Soloausstellung ist in diesem Genre eine absolute Ausnahme“, erklärt der Künstler, der bereits in den 1970er Jahren mit dem Zeichnen begann. Gerade deshalb ist er besonders froh, dass er die Chance bekommen hat, in der Galerie SK in den Güterhallen eine Einzelausstellung zu realisieren. Und auch die Solinger Künstler, die dem Solinger Cartoonisten gerne ihre frisch renovierte Galerie zur Verfügung gestellt haben, schätzen sich froh, wie Sabine Smith bei der Vernissage betonte: „Wir freuen uns über einen so gut gelaunten Auftakt. Es wird viel gelacht. Das freut mich sehr, vor allem nach der langen Durststrecke, die die Kunst hatte.“

Insgesamt 48 Werke von Marcus Gottfried sind in der Ausstellung zu sehen. Die Auswahl fiel dem Künstler nicht leicht, kann er doch auf eine unermessliche Menge von Karikaturen, Cartoons und auch Strips zurückgreifen. „Ich zeichne zwei bis drei täglich“, erzählt er. „der überwiegende Teil sind Karikaturen.“ In diesen greift er das Tagesgeschehen in Politik und Gesellschaft auf. Deshalb sind die meisten Karikaturen auch so kurzlebig, wie es die Tageszeitungen selbst sind, für die Marcus Gottfried sie anfertigt. Das ist der Grund, warum er für seine Ausstellung in der Galerie SK vor allem Cartoons ausgewählt hat. „Es sind alles Zeichnungen aus den letzten fünf Jahren“, sagt er.

Zeichnungen werden am iPad angefertigt

Cartoons aus dem Krisengebiet. „Eine Krise ist etwas, was man abwenden kann“, meint Gottfried. Also ein Zustand, an dem sich noch etwas ändern lässt. Cartoons aus den Krisengebieten Ehe sind genauso zu sehen, wie der Klimakrise oder dem krisenreichen Leben der Indianer. Dabei legt Marcus Gottfried seine Zeichnungen, die er allesamt am iPad anfertigt, sehr reduziert und direkt an. Und genauso direkt sind auch die Texte in den Sprechblasen – einfach, kurz und pointiert.

Situationen aus dem Alltag, die dem Betrachter mit viel tiefgründigem Humor vor Augen geführt werden und ihn wissend lächeln lassen. Ja, das kommt einem bekannt vor. Darin erkennt so mancher sich wieder. Marcus Gottfried schafft es mit seinen Zeichnungen, Menschen den Spiegel vorzuhalten, aber ohne erhobenen Zeigefinger, dafür auf äußerst amüsante Weise.

Gottfried nimmt Corona-Absurditäten gezielt aufs Korn

Neben den Cartoons sind auch einige Karikaturen zu sehen, die nicht der Kurzlebigkeit anheimgefallen sind. Sie sind im oberen Bereich der Galerie zu sehen. „Das ist die Corona-Abteilung“, erklärt Marcus Gottfried. Hier hat er einige Karikaturen zusammengestellt, mit welchen er die Kuriositäten, die durch Abstandsregeln, Maskenpflicht und Corona-Tests entstanden sind, knallhart auf den Punkt gebracht hat. Natürlich dürfen da auch Klopapier-Karikaturen nicht fehlen.

Insgesamt ist es eine ungemein unterhaltsame Ausstellung geworden, die einen heiteren Blick auf die alltäglichen Krisengebiete wirft und die so manches Mal auf humorvolle Weise zum Nachdenken anregt, aber in jedem Fall zum Lächeln bringt.

Öffnungszeiten

Die Ausstellung „Es ist nicht das, wonach es aussieht – Cartoons aus dem Krisengebiet“ ist noch bis zum 5. Februar in der Galerie SK in den Güterhallen im Südpark, Alexander-Coppel-Str. 44, zu sehen.

Geöffnet ist die Ausstellung mittwochs und donnerstags von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Der Künstler ist während der Öffnungszeiten anwesend und beantwortet gerne Fragen zu seinen Cartoons und Karikaturen.

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