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MS: Neue Ambulanz an der St. Lukas Klinik

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Die St. Lukas Klinik an der Schwanenstraße in Ohligs ist Teil der überregional agierenden Kplus Gruppe. (Foto: © Kplus Gruppe)
Die St. Lukas Klinik an der Schwanenstraße in Ohligs ist Teil der überregional agierenden Kplus Gruppe. (Foto: © Kplus Gruppe)

SOLINGEN (red) – Man nennt sie die Krankheit der 1000 Gesichter. Multiple Sklerose. „MS zeigt sich mit einer Vielzahl von Symptomen und verläuft bei jedem Patienten anders“, erklärt Dr. Christoph Schorn. Deshalb sei manchmal auch die Abgrenzung zu anderen entzündlichen Erkrankungen des Gehirns und des Nervensystems schwierig. Der Oberarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik weiter: „Eine zweite Meinung kann dann bei der Auswahl der richtigen Therapie helfen.“

Fehlsteuerung des Immunsystems

Denn gerade bei den Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den letzten Jahren viel getan. „MS ist längst nicht mehr mit dem Rollstuhl gleichzusetzen“, sagt der 42-jährige Neurologe. „Dank moderner Medikamente und einer früheren, aggressiveren Therapie können wir den Krankheitsverlauf in vielen Fällen deutlich verlangsamen.“ Heilen lässt sich MS allerdings noch nicht.

Ursache für die Multiple Sklerose ist eine Fehlsteuerung des Immunsystems, die zu mehreren Entzündungsherden im Gehirn und im Rückenmark und schließlich zu Zerstörung von Nervenfasern und Vernarbungen von Nervengewebe führt. „Reize und Befehle, die vom Gehirn an die Muskeln und Organe gesendet werden, kommen nicht oder nur verzögert an“, erklärt Dr. Christoph Schorn, der vor knapp drei Jahren von den regionalen MS-Zentren in Essen und Köln nach Solingen wechselte und eine langjährige Erfahrung bei der Diagnose und Therapie die MS aufweist.

MS-Ambulanz: Terminvereinbarung ist zwingend erforderlich

Dr. Christoph Schorn ist Oberarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik. (Foto: © Kplus Gruppe)
Dr. Christoph Schorn ist Oberarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik. (Foto: © Kplus Gruppe)

Pünktlich zum Welt-MS-Tag kann Dr. Christoph Schorn sein Wissen nun auf Überweisung eines niedergelassenen Neurologen auch ambulant weitergeben. „Die MS-Ambulanz ist eine sinnvolle Ergänzung zu dem Angebot in den Praxen“, erklärt Prof. Dr. Marcel Dihné, Chefarzt der Neurologie an der St. Lukas Klinik. Die Behandlung erfolge dann in enger Abstimmung mit dem überweisenden Neurologen und umfasst u.a. aufwändige Infusionstherapien, die das Immunsystem positiv modulieren. Spontan und ohne Termin geht das allerdings nicht. „Die MS-Ambulanz ist eine Art Praxis im Krankenhaus, die sich in die Abläufe der Klinik integrieren muss“, sagt Dr. Christoph Schon. Eine Terminvereinbarung ist daher zwingend erforderlich.

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