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Notschlafstelle: Die „10“ hat eine Botschafterin

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Ziehen in Sachen Notschlafstelle an einem Strang: v.li. Tanja Isphording, 1. Vorsitzende des Fördervereins, Ursula Linda Kurzbach, Botschafterin des Fördervereins, Monika Hackbarth, Leiterin Notschlafstelle und Christine Range, Kassiererin des Fördervereins. (Foto: © B. Glumm)
Ziehen in Sachen Notschlafstelle an einem Strang: v.li. Tanja Isphording, 1. Vorsitzende des Fördervereins, Ursula Linda Kurzbach, Botschafterin des Fördervereins, Monika Hackbarth, Leiterin Notschlafstelle und Christine Range, Kassiererin des Fördervereins. (Foto: © B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Als vor sieben Jahren die Schließung der Notschlafstelle an der Hermannstraße 10 akut drohte, setzte sich die damalige Politikerin Ursula Linda Kurzbach, seinerzeit im Stadtrat für die Grünen, mit aller Kraft für den Erhalt der „10“ ein. Die Notschlafstelle konnte erhalten werden und die Ehefrau von Oberbürgermeister Tim Kurzbach konnte Kontakte zu den Verantwortlichen der „10“ knüpfen, die bis heute bestehen blieben. „Ich habe mich riesig gefreut, als man auf mich zugekommen ist“, ist Kurzbach über die Bitte des Fördervereins der Notschlafstelle hocherfreut, ab sofort als Botschafterin für diese in Aktion zu treten. „Es ist einfach Wahnsinn, was dieser Förderverein seit so langer Zeit schon für die ,10´leistet“, so Ursula Linda Kurzbach weiter.

Kuntsprojekt mit den jungen Bewohnern der „10“

In der Öffentlichkeit soll Kurzbach der „10“ ein Gesicht geben. Zudem ist im Laufe des Jahres ein Kunstprojekt mit den jungen Bewohnerinnen und Bewohnern der Notschlafstelle geplant, das die frischgebackene Botschafterin begleiten soll. „Unsere Einrichtung hat inzwischen einen Bekanntheitsgrad und auch die Lobby der Bewohner und des Hauses sind sehr viel besser geworden“, sagt Monika Hackbarth, Einrichtungsleiterin der Notschlafstelle an der Hermannstraße. Dank des Fördervereins konnte auch im vergangenen Jahr nicht nur materiell einiges für die „10“ getan werden. „Wir haben unter anderem auch Freizeitaktivitäten wie Tagesausflüge unterstützt“, betont Tanja Isphording, 1. Vorsitzende des Fördervereins.

17 Plätze für Minderjährige und junge Erwachsene

Die Notschlafstelle wird von der Stadt Solingen getragen. „Wir bewegen uns hier bei der Jugendhilfe im Bereich des Notwendigen“, erklärt der kommissarische Jugendamtsleiter Rüdiger Mann, um zu ergänzen: „Der Förderverein ist ein riesiges Plus und macht viele Dinge möglich, die es sonst ganz einfach nicht wären.“ Deshalb wurden auch im vergangenen Jahr wieder fleißig Spenden gesammelt.

Die Notschlafstelle an der Hermannstraße 10 ist seit Jahren eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht wissen, wo sie unterkommen können. (Foto: © B. Glumm)
Die Notschlafstelle an der Hermannstraße 10 ist seit Jahren eine Anlaufstelle für Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht wissen, wo sie unterkommen können. (Foto: © B. Glumm)

Zudem brachten sich erneut die Kirchengemeinden ein, die 2016 Sonderkollekten für die Notschlafstelle übergeben konnten. Derzeit sind in der „10“ insgesamt 17 Plätze vorhanden. Im Volljährigenbereich gibt es zehn Plätze an der Hermannstraße. Bis zum Alter von 26 Jahren können sich junge Erwachsene dort Hilfe suchen. Sechs Plätze sind für die Minderjährigen reserviert. Ein weiterer Platz wird für Notfälle freigehalten.

„Junge Leute finden ein Stück weit ein Zuhause“

Angeschafft wurden im letzten Jahr zahlreiches Mobiliar und weitere Einrichtungsgegenstände sowie Kleidung und Schulartikel. Außerdem konnte die komplette Ersteinrichtung für die Wohnung einer 18-jährigen Bewohnerin besorgt werden. Zudem geben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der „10“ stets allergrößte Mühe, die Notschlafstelle möglichst hübsch und heimelig zu gestalten. „Viele junge Leute finden hier ein Stück weit ein Zuhause. Deshalb ist die Unterstützung für mich eine Herzenssache“, macht Botschafterin Ursula Linda Kurzbach deutlich.

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