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Reparatur-Café Solingen: Nachhaltigkeit steht im Vordergrund

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Das Team des Reparatur-Cafés arbeitet mittlerweile seit zwei Jahren am Ufergarten. Die Ehrenamtler wollen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken. Reparieren statt wegwerfen ist ihre Devise. (v. li. Axel Weuffen, Detlef Götze, Barbara Pahnke, Klaus-Dieter Pahnke, Helmut Ruppert, Jutta Hohmann-Leddin, Sybille Arians, Bernhard Erkelenz) (Foto: © Veranstalter)
Das Team des Reparatur-Cafés arbeitet mittlerweile seit zwei Jahren am Ufergarten. Die Ehrenamtler wollen das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken. Reparieren statt wegwerfen ist ihre Devise. (v. li. Axel Weuffen, Detlef Götze, Barbara Pahnke, Klaus-Dieter Pahnke, Helmut Ruppert, Jutta Hohmann-Leddin, Sybille Arians, Bernhard Erkelenz) (Foto: © Veranstalter)
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SOLINGEN (mh) – Seit nunmehr zwei Jahren ist das Reparatur-Café am Ufergarten ansässig. Anlaufstelle für viele, die das Reparieren von Geräten dem Wegwerfen vorziehen.

Klaus-Dieter Pahnke, erster Vorsitzender des Vereins Reparatur-Café Solingen e. V., sagt dazu: „Unsere Besucher kommen in der Hoffnung, dass wir helfen können. Vieles lässt sich auf einfache Weise wieder in Gang bringen. So haben die Besucher Geld und Ressourcen gespart. Auch manches ältere Schätzchen ist dabei, an dem die Besitzer hängen. Hier ist bei einem Reparaturerfolg die Freude groß.“

Fahrradreparaturen am häufigsten

Am häufigsten werden Fahrräder gebracht, gefolgt von Radios, Lampen, Kaffeemaschinen und Staubsaugern. Die Geräte werden gemeinsam mit dem Besucher (oder Gast, wie man ihn im Café nennt), repariert. Zusätzlich gibt es Informationen über den korrekten Gebrauch der Geräte. „Vielfach entsteht der Defekt durch falsche Handhabung“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Er hat Hinweiszettel für den Kauf bzw. den Gebrauch der häufigsten Artikel entworfen – eine wertvolle Information für die Gäste. „Oft ist die Ursache nur eine Bagatelle, eine Sicherung oder ähnliches. Wenn allerdings besondere Ersatzteile getauscht werden müssen, besorgt sich der Besucher das entsprechende Teil und bringt es mit.“

Ganz ohne Bürokratie geht es auch hier nicht. Der Gast füllt einen Begleitbogen aus, mit dem er die Reparatur in Auftrag gibt. (Archivfoto: © Martina Hörle)
Ganz ohne Bürokratie geht es auch hier nicht. Der Gast füllt einen Begleitbogen aus, mit dem er die Reparatur in Auftrag gibt. (Archivfoto: © Martina Hörle)

Auch Nähmaschinen können wieder instandgesetzt werden. Dazu kommt extra ein Schneidermeister ins Café. Bei Bedarf sollte man ein bis zwei Wochen vorher Bescheid geben.

Pahnke stellt klar, dass natürlich kann nicht jeder Schaden behoben werden kann. Mancher Artikel ist einfach zu alt und der normale Verschleiß zu groß. Oder es sind keine Ersatzteile zu bekommen. Andere Teile sind Billigartikel. „Trotzdem haben wir eine Erfolgsquote von rund 60 Prozent.“ Ein klares Signal für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen. Die Zufriedenheitsquote der Gäste liegt bei über 90 Prozent. Das Spendenschwein, das sich über Beachtung freut, sammelt für neues Werkzeug, das wiederum zur Reparatur eingesetzt wird.

Spenden in Werkzeug investiert

In der Lounge kann man es sich bei selbst gebackenem Kuchen und fair gehandeltem Kaffee bequem machen. Kleine Besucher können sich in der Kinderecke die Zeit vertreiben.

Der Verein ist mittlerweile gut vernetzt. „Wir arbeiten mit der Flüchtlingshilfe, der Verbraucherzentrale, dem Seniorenbeirat und sind Mitglied im Solinger Netzwerk BnE (Bildung für nachhaltige Entwicklung).“ Außerdem bestehen gute Kontakte zu den „Mirker Schrauba“, einer Gruppe von Fahrradfreunden, die an jedem ersten Sonntag im Monat, mit Werkzeug und einem Grundstock an Ersatzteilen ausgestattet, auf der Nordbahntrasse am Mirker Bahnhof Hilfe bei Fahrradreparaturen anbietet.

Vereinsmitglieder und Helfer sind unermüdlich mit Reparaturen beschäftigt. Die Erfolgsquote liegt bei rund 60 Prozent. Am häufigsten werden Fahrräder gebracht. (Archivfoto: © Martina Hörle)
Vereinsmitglieder und Helfer sind unermüdlich mit Reparaturen beschäftigt. Die Erfolgsquote liegt bei rund 60 Prozent. Am häufigsten werden Fahrräder gebracht. (Archivfoto: © Martina Hörle)

Das Reparaturcafé ist an jedem dritten Sonntag im Monat von 14 – 17 Uhr geöffnet. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig. Der nächste Termin ist der 15. April 2018.

„Die ersten zwei Jahre haben uns gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, äußert der Ehrenamtler zufrieden. Die Erfolge des ersten Jahres wurden in 2017 noch gesteigert. Und auch das Jahr 2018 weist schon jetzt eine große Nachfrage auf.

Helfer dringend gesucht

Wer den Verein unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Dringend gesucht werden derzeit Reparaturhelfer mit Fachkenntnissen in den Bereichen Elektrik, Elektronik und Mechanik. Auch Mitwirkende im Service und Gestalter für Öffentlichkeitsarbeit sind erwünscht. Unter reparaturcafe.solingen@web.de können sich Interessierte gerne mit dem Verein in Verbindung setzen.

Ganz konkret sucht das Reparatur-Café ehrenamtlich Unterstützung in folgenden Bereichen (bitte anklicken, um die Stellenbeschreibung runterzuladen):

Öffentlichkeitsarbeit

Reparateur/elektrisch

Reparateur/mechanisch

Mitarbeiter/Service

Volksbank Bergisches Land

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