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Solingen: Hohlenpuhler Weg wegen Amphibienwanderung gesperrt

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(Symbolfoto: © Bastian Glumm)
(Symbolfoto: © Bastian Glumm)

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SOLINGEN (red) . Der Hohlenpuhler Weg wird von Freitag, 13. Oktober, bis voraussichtlich Mittwoch, 30. November, jeweils in der Zeit von 19 Uhr bis 6 Uhr gesperrt. Grund dafür ist der vom Aussterben bedrohte Feuersalamander, der in den ersten Herbstwochen in seinem Lebensraum aktiver ist. An Sonn-und Feiertagen ist die Durchfahrt ohnehin nicht möglich, so dass die Sperrung zugunsten der Spaziergänger aufrecht erhalten wird, so die Stadtverwaltung in einer aktuellen Medienmitteilung.

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Feuersalamander vom Aussterben bedroht

Da die Tiere im Dunkeln kaum wahrgenommen werden können, ist die Straße sowohl für Radfahrer als auch für Kraftfahrzeuge aller Art gesperrt. Zur Vermeidung einer Vollsperrung helfen Anwohner, indem diese zur Nacht die Straßen beidseits mit Barken sperren und morgens wieder öffnen. Zu unterscheiden ist die Herbstsperrung von der Frühjahressperrung, die seit 30 Jahren vorgenommen wird und Erdkröte und Grasfrosch auf ihren Wanderungen schützen soll.

Feuersalamander, die in unseren Wäldern und Bächen leben, gehören zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Tierarten. Weltweit sind zwei von fünf Amphibienarten gefährdet, begründet im Lebensraumverlust und der Empfindlichkeit gegenüber Lebensraumveränderungen durch z.B. Erwärmung. Durch einen in Mitteleuropa eingebrachten Hautpilz, der in kurzer Zeit zum Tod führt, zeigt sich dieser Einfluss ebenso. Im wenig frequentierten Landschaftsraum ist der Pilz noch nicht verbreitet, was die Artenhilfsmaßnahme unterstreicht. Lebensraumschutz und -management zeigten an anderen Orten, dass Populationen von Amphibienarten sich erholten.

An milden Tagen sind die Tiere sehr aktiv

Feuersalamander sind ihrem Ort treu, werden bis zu 70 Jahre alt und sind ganzjährig, überwiegend nachts, aktiv. Vor dem Rückzug in die Winterverstecke, z.B. in den Felsklüften oder unter Wurzelstubben, verlagern die Tiere ihren Aktionsraum in das nähere Umfeld. Bei mildem Herbstverlauf und an Regentagen sind die Tiere sehr aktiv, so dass sie die Straße queren. Zunehmende Wärme durch den Klimawandel verlängern dabei den Aktionszeitraum.

Ansprechpartnerin: Marita Klause, SD 67, Natur und Umwelt, Tel. 290-6579

E-mail-Kontakt: naturschutz@solingen.de

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Dieser Beitrag stammt von unserer Redaktion.

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