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Solinger Pfoten feiern neunjähriges Jubiläum

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Seit neun Jahren arbeitet Nicole Müller unter dem Namen Solinger Pfoten mit Hunden. Neben dem Gassi-Service bietet sie Mantrailing an, eine Beschäftigung, die Hunden und ihren Besitzern Spaß machen. Hier übt sie gerade mit Puppi, ihrem fünfjährigen Kooikerhondje. Shih Tzu Cliff schaut interessiert zu. (Foto: © Martina Hörle)
Seit neun Jahren arbeitet Nicole Müller unter dem Namen Solinger Pfoten mit Hunden. Neben dem Gassi-Service bietet sie Mantrailing an, eine Beschäftigung, die Hunden und ihren Besitzern Spaß machen. Hier übt sie gerade mit Puppi, ihrem fünfjährigen Kooikerhondje. Shih Tzu Cliff schaut interessiert zu. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Bereits seit neun Jahren gibt es die Solinger Pfoten. Dahinter steht Nicole Müller mit ihrem Gassi-Service und Mantrailing. Maintrailing wird auch Personensuche genannt und ist körperliche und Kopfarbeit zugleich – eine ideale Beschäftigung für den Hund. Sie ist artgerecht und macht Mensch und Hund gleichermaßen Spaß. Mit Hilfe einer Geruchsprobe lernen die Tiere das Wiederfinden einer Person. Beim Training sind es meist die Besitzer. Maintrailing ist Teamarbeit. „Mein Hund ist mein Freund“, sagt die Hundefrau dazu. Es ist nicht Sinn und Zweck, den Hund zu drillen. Man muss für sein Tier Verständnis aufbringen, auch wenn es mal nicht „funktioniert“. Tiere sollen Vertrauen aufbauen, aber nicht aus Angst gehorchen. Denn gehorcht der Hund nicht, liegt es häufig am Menschen. Im Idealfall sind Hund und Herrchen/Frauchen ein Team.

Solinger Pfoten bieten Gassi-Service und Mantrailing

Von Montag bis Donnerstag fährt Nicole Müller mit ihrem Transportfahrzeug los und sammelt alle Gassi-Hunde ein. Jedes Tier hat im Fahrzeug seine eigene Box. Sind alle vollzählig, fahren sie gemeinsam in ein nahegelegenes Waldgebiet. Im Sommer geht es oft ans Wasser. „Beim Gassi-Service kann man gleichzeitig super trainieren“, so die Hundetrainerin. Beim Spaziergang werden Leckerchen versteckt, die der aufmerksame Vierbeiner finden muss. Vor allem das Rückrufen wird immer wieder geübt. Alle Hunde sind zu Beginn an der Schleppleine. Sie lernen relativ schnell, vor allem in der Gruppe. Da schaut einer vom anderen ab. Will ein Hund partout nicht hören, bleibt er an der Schleppleine. „Meist ist das aber kein Problem“, betont die Dogwalkerin. „Die Hunde werden in der Gruppe ganz fix sozialisiert. Die neuen Gruppenmitglieder schauen bei den älteren ab.“

Neben Puppi leben auch sechs Katzen bei Nicole Müller. Der kleine Cliff wohnt eine Etage weiter unten bei Nicoles Eltern. (Foto: © Martina Hörle)
Neben Puppi leben auch sechs Katzen bei Nicole Müller. Der kleine Cliff wohnt eine Etage weiter unten bei Nicoles Eltern. (Foto: © Martina Hörle)

Immer dabei ist Puppi. Der fast fünfjährige Kooikerhondje (niederländischer Spaniel) heißt eigentlich Sammy, aber mittlerweile ist der clevere Vierbeiner mehr unter Puppi bekannt. Er ist derjenige, der immer für Fotos oder  Videoclips Modell steht und diese Aufgabe mit Bravour erledigt. Im hauseigenen Garten ist auch Cliff mit von der Partie. Der kleine Shih Tzu gehört Nicoles Eltern, die im gleichen Haus wohnen. Mit auf Tour geht der Kleine aber nicht. Mit seinen 12 Jahren gehört er schon zu den Senioren.

Puppi ist immer dabei

Ursprünglich hatte die Hundetrainerin den Beruf einer Groß- und Außenhandelskauffrau erlernt. „Ich bin völlig ungeplant in meine neue Tätigkeit reingeschliddert“, lacht sie. Schon vor Jahren hatte sie in einem Internet-Forum eine Gruppe von Solinger Hundefreunden aufgebaut. Man traf sich zum gemeinsamen Gassi-Spaziergang und für nette Gespräche. „Schon damals wurde ich immer gefragt, wieso ich denn so gut mit Hunden umgehen kann“, erinnert sich die Doggie-Betreuerin. Sie absolvierte eine zweijährige Hundetrainer-Ausbildung in Dortmund. Die ersten Hundetrainings folgten. Ein knappes Jahr nach ihrer Ausbildung folgte der Sprung in die Vollzeit-Selbstständigkeit. „Die Anfragen nach dem Gassi-Service wurden immer mehr, ebenso für die Katzenbetreuung.“

Mit ihrem Transporter fährt die Dogwalkerin regelmäßig auf Tour, um alle Gassi-Hunde zum gemeinsamen Spaziergang abzuholen. Jedes Tier hat seine eigene Box. (Foto: © Martina Hörle)
Mit ihrem Transporter fährt die Dogwalkerin regelmäßig auf Tour, um alle Gassi-Hunde zum gemeinsamen Spaziergang abzuholen. Jedes Tier hat seine eigene Box. (Foto: © Martina Hörle)

„Es ist wirklich genau mein Ding“, ist Müller überzeugt. „Es ist einfach toll, was die Hunde leisten. Anfangs haben sie noch keinen Plan. Doch sie merken sehr schnell, was sie tun sollen.“ Die Hundetrainerin hat jedenfalls ihren Beruf, vielmehr ihre Berufung gefunden Sie kann sich nichts anderes vorstellen. „Ich würde die gleiche Entscheidung immer wieder treffen.“

Katzenbetreuung meist in Urlaubszeiten

Die mobile Katzenbetreuung, die vorwiegend in der Urlaubssaison gefragt ist, hat mittlerweile ihre Mutter übernommen. Der Tag hat einfach zu wenig Stunden. Mit den Stubentigern wird auch nicht trainiert. Die Betreuung umfasst in der Regel Streichel- und Spieleinheiten sowie alle anfallenden Arbeiten wie Fütterung, Fellpflege und Reinigung der Katzentoilette. Doch in Nicoles Wohnung tummeln sich sechs dieser Samtpfoten. Da ist zunächst Nada, die zwölfjährige Maine Coone. Timo ist eine elfjährige Heilige Birma. Die drei Zehnjährigen heißen Jacko, Jones und Feivel. Nesthäkchen ist die vierjährige rote Möhre. Alle sind Nicoles eigene Tiere. Auch sie werden erzogen. Ob sie allerdings hören, weiß man bei Katzen nie so genau.

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