Start Aktuelles Stadtbibliothek: „Animals“ – eine Fotoausstellung von Thomas Becker

Stadtbibliothek: „Animals“ – eine Fotoausstellung von Thomas Becker

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Fotograf Thomas Becker hat zwölf großformatige Tieraufnahmen im Lichtraum der Stadtbibliothek ausgestellt. „Ich sehe das Bild immer schon vor meinem inneren Auge“, beschreibt er seine Vorgehensweise. Das Fotografieren hat er sich autodidaktisch erarbeitet. (Foto: © Martina Hörle)
Fotograf Thomas Becker hat zwölf großformatige Tieraufnahmen im Lichtraum der Stadtbibliothek ausgestellt. „Ich sehe das Bild immer schon vor meinem inneren Auge“, beschreibt er seine Vorgehensweise. Das Fotografieren hat er sich autodidaktisch erarbeitet. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Seit Anfang der Woche hängen im Lichtraum der Stadtbibliothek zwölf großformatige Bilder (120 x 80 cm) mit eindrucksvollen Szenen aus der Tierwelt. „Animals“ ist eine Fotoausstellung des Solingers Thomas Becker.

„Ich fotografiere schon seit meiner Jugend“, erzählt Becker, der sich die Fotografie und ebenfalls das Filmen autodidaktisch erarbeitet hat. Gerne wählt er Tiermotive in Zoos, aber auch in freier Natur. „Man braucht schon sehr viel Geduld, bis das Tier genau in der richtigen Position fotografiert werden kann. Das macht aber nichts“, lacht er. „Die Ausdauer habe ich, und Tiere sind ja nicht zickig.“

Zwölf großformatige Tieraufnahmen

Becker beschreibt seine Vorgehensweise so: „Ich sehe die Bilder vor meinem inneren Auge. Mit der Zeit hat sich das intensiviert.“ Für das Bild der Schlange hat er fast einen ganzen Tag investiert. „Ich habe darauf gewartet, dass sie mich anguckt. Hätte das Tier den Kopf nur etwas weiter zur Seite gedreht, wäre es einfach nicht dieses Bild gewesen. Doch genau das sollte es sein.“

Dabei folgt er einem einfachen Grundsatz: „Fotografiere nur, was dir gefällt und nichts, was dir nicht gefällt.“ Dabei erinnert er sich an die Anfänge: „Meine erste Kamera war eine Olympus.“ Jetzt macht er seine Aufnahmen mit einer Sony Alpha 500, träumt dabei aber schon von einem Nachfolgemodell.

Die Aufnahme der Schlange hat Thomas Becker fast einen ganzen Tag Zeit gekostet. „Ich habe darauf gewartet, dass mich die Schlange ansieht. Genau dieses Bild wollte ich haben.“ (Foto: © Martina Hörle)
Die Aufnahme der Schlange hat Thomas Becker fast einen ganzen Tag Zeit gekostet. „Ich habe darauf gewartet, dass mich die Schlange ansieht. Genau dieses Bild wollte ich haben.“ (Foto: © Martina Hörle)

Auch weitere Projekte hat der Künstler schon geplant. Er wird im Mai gemeinsam mit den Fotografen Frank Reimann und Axel K. Schoeps im Mai das Finale der Deutschen Polesport Meisterschaft in Dortmund begleiten (wir berichteten). Hier übernimmt er den Part des Filmens. „Das Thema Polesport ist für mich noch Neuland. Ich werde vier Cams mitnehmen und aus verschiedenen Blickwinkeln filmen.“

Silke Koppetsch, Mitarbeiterin in der Bibliothek, ist von der Ausstellung begeistert. „Ich dachte, die Bilder wären in freier Natur entstanden.“ Sie hätte es nicht für möglich gehalten, dass solche Aufnahmen auch im Zoo gemacht werden können. „Seit die Bilder hier hängen, waren schon etliche Rückfragen. Viele Besucher zeigten Interesse am Kauf oder wollten zumindest die Kontaktdaten haben.“ Die Bibliothek ist für die Solinger als ein Ort der Begegnung gedacht. „Deshalb gefällt es mir besonderes, dass jetzt ein Solinger für Solinger ausstellt“, betont Koppetsch. Die Ausstellung dauert bis zum 25. Mai 2018.

Filmen bei der Polesport-Meisterschaft

Ein weiterer Solinger ist dabei. Thomas Becker hat den Musiker Sven Bükow für die Vernissage mit ins Boot geholt. Der Musiker spielt im Acoustic Duo Blues 66 gemeinsam mit Wolf Wiedemann. Als Solist begeistert er unter dem Namen SteamBoxSpirit Man das Publikum mit den Klängen des Blues auf selbstgebauten Gitarren aus Zigarrenboxen.

„In Amerika ist das schon seit vielen Jahren Tradition“, führt Bükow aus. Musiker, die über wenig Geld verfügten, nutzten das Zedernholz der Zigarrenkisten gerne für den Bau ihrer Instrumente. Diese Tradition hat Bükow aufgegriffen. „Jedes Stück ist ein Unikat. Auch der Sound ist jedes Mal ein anderer.“ Zwischen seinen Songs gibt er den Zuhörern kleine geschichtliche Rückblicke. Viele Gitarren-, Jazz- und Bluesgrößen haben ihre ersten musikalischen Schritte auf einer solchen Gitarre gemacht bzw. besaßen eines dieser Instrumente. Auch Jimi Hendrix, George Benson und Louis Armstrong hatten darauf musiziert.

Sven Bükow unterhält die Besucher bei der Vernissage als SteamBoxSpirit Man mit Blues auf seinen selbst gebastelten Zigarrenboxgitarren. Außerdem gibt er einen kleinen Einblick in seine lyrischen Texte. (Foto: © Martina Hörle)
Sven Bükow unterhält die Besucher bei der Vernissage als SteamBoxSpirit Man mit Blues auf seinen selbst gebastelten Zigarrenboxgitarren. Außerdem gibt er einen kleinen Einblick in seine lyrischen Texte. (Foto: © Martina Hörle)

Auf seiner einseitigen Box bringt Sven Bükow das Stück „Baby, Please Don’t Go“, ein Blues-Song von Big Joe Williams aus dem Jahr 1935. Einen anderen Song widmet er dem Blues-Musiker Bo Diddley, einem begeisterten Anhänger der Zigarrenboxgitarren. Die dreiseitige Gitarre, die auf den Namen „Dirty Harry“ hört, nutzt der Künstler für den Song „Hound Dog“, den Big Mama Thornton als erste sang, der später aber ein Hit für Elvis Presley wurde.

„Der Blues fasziniert mich allein schon durch seine Geschichte“, erklärt der SteamBoxSpirit Man. „Immer haben Menschen, die unterdrückt wurden, den Blues gespielt. Daraus hat sich ein Musikstil entwickelt, der großen Anklang gefunden hat.“

Blues-Klänge vom SteamBoxSpirit Man

Ebenso großen Anklang findet sein Spiel beim Publikum. Neben der Musik gibt es mit Bükow einen kleinen Ausflug in die Welt der Lyrik. Denn der DampfBoxGeist musiziert nicht nur, sondern schreibt auch Gedichte.

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