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Frank Reimann – Shooting bei der Deutschen Meisterschaft des Polesports

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Pole Dance ist weit mehr als das Tanzen an der Stange, das man mit Nachtclubs assoziiert. Frank Reimann weiß, dass es sich um eine ernst zu nehmende Sportart handelt, die Kraft, Akrobatik und Eleganz vereint. Im Mai wird er die Deutsche Meisterschaft des Polesports in Dortmund fotografisch begleiten. (Foto: © Frank Reimann)
Pole Dance ist weit mehr als das Tanzen an der Stange, das man mit Nachtclubs assoziiert. Frank Reimann weiß, dass es sich um eine ernst zu nehmende Sportart handelt, die Kraft, Akrobatik und Eleganz vereint. Im Mai wird er die Deutsche Meisterschaft des Polesports in Dortmund fotografisch begleiten. (Foto: © Frank Reimann)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (mh) – Frank Reimann freut sich und ist auch stolz – mit Recht. Im Mai begleitet der Fotograf (FotoKunstGalerie ROLANDS^ECK in den Clemens-Galerien) mit seiner Kamera das Finale der Deutschen Polesport Meisterschaft in Dortmund. Ausgerichtet wird diese Meisterschaft von der Organisation des Deutschen Pole Sports e.V.

Shooting bei der Deutschen Meisterschaft

„Im Herbst 2015 habe ich mich erstmals mit diesen Thema befasst.“ Reimann hatte über Facebook die Leiterin einer Pole Dance Schule kennengelernt und ein Probeshooting mit ihr in der Neusser Schule vereinbart. „Bis dahin war Pole Dance für mich auch eher im Bereich von Nachtlokalen angesiedelt. Es ist aber tatsächlich ein Sport, der sich in den letzten Jahren immer mehr ausbreitet. Hier geht es um Kraft und Kondition, Koordination und Körperbeherrschung – eine absolut ernst zu nehmende Sportart.“ Natürlich können die Körper sexy wirken. Schließlich wird viel Haut gezeigt. Die wiederum ist für die Haftung an der Stange unbedingt erforderlich. Bislang gibt es wohl noch keine adäquaten Stoffe, die diese Aufgabe gleichermaßen erfüllen können. Doch Pole Dance ist nicht zwangsläufig Erotik. Vielmehr ist es ein Mix aus Kraft, Akrobatik und Eleganz.

Frank Reimann ist Polizeibeamter beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD NRW). Die Fotografie betreibt er als Ausgleich zu seiner beruflichen Tätigkeit. Im Selbststudium bildet er sich immer weiter. „Ich hatte nie geplant, das Fotografieren zu meinem Hauptberuf zu machen.“ Doch mittlerweile hat sich das einstige Hobby zu einem festen nebenberuflichen Gewerbe entwickelt.

Wenn Reimann Kinder fotografiert, begibt er sich auf die gleiche Augenhöhe. „Bilder auf Augenhöhe sind besser als Bilder von oben herab“, weiß der erfahrene Fotograf. (Foto: © Frank Reimann)
Wenn Reimann Kinder fotografiert, begibt er sich auf die gleiche Augenhöhe. „Bilder auf Augenhöhe sind besser als Bilder von oben herab“, weiß der erfahrene Fotograf. (Foto: © Frank Reimann)

Seit vielen Jahren hält der 58-Jährige mit wachsender Begeisterung und großer Leidenschaft alles im Bild fest, was ihm gefällt. „Im Wesentlichen braucht man einen gewissen Blick für lohnenswerte Motive und Situationen.“ Die Wechselseitigkeit seiner Aufnahmen beschreibt er so: „Wenn ich fotografiere, ändert sich mein Blick. Durch den Blick ändert sich die Fotografie. Beides ist wichtig, es beeinflusst sich gegenseitig.“ Mit seinem mobilen Equipment kann er, wenn es hilfreich ist, nahezu überall Fotostudio-Atmosphäre erzeugen.

Ein Zitat von der photokina 2000 hat es ihm angetan. „Ein Foto sagt nicht länger die Wahrheit. Es schlägt nur eine Möglichkeit vor.“ Was bedeuten ihm diese Worte? „Ein Foto ist zunächst ein Stück der realen Welt, von dem man einen Ausschnitt sieht. Man glaubt, etwas zu sehen, was möglicherweise in dieser Form gar nicht existiert. Im Zeitalter der digitalen Fotobearbeitung kann viel manipuliert werden. Ist das Bild gestellt? Ist es eine Fotomontage? Ein Foto kann eine tolle Aussage transportieren und trotzdem gefälscht sein.“

Bild soll ehrlich aussehen

„Auch mit Licht kann manipuliert werden“, fährt Reimann fort. „Was fotografiert man, was möchte man zeigen? Das Bild soll ehrlich aussehen, auch wenn es nicht ganz ehrlich ist.“ Er führt ein Beispiel an, das viele nachvollziehen können. „Genau an dem Tag, an dem man gut aussehen will, ist da plötzlich ein Pickel. Das ist aber kein dauerhafter Zustand. Daher darf hier retuschiert werden. Es bleibt ein ehrliches Foto, ist nur etwas geschönt.“ „Mit Narben“, beschreibt der Fotograf, „ist es ganz anders. Die Narbe gehört zu der Person, sie ist dauerhaft da. Wird sie fortretuschiert, wirkt das Foto unter Umständen so verfremdet, dass der Betrachter das ganze Bild in Frage stellt.“ Deshalb spricht Frank Reimann diese Punkte immer vorher ab.

Die Motive von Reimanns Bildern zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Vielseitigkeit aus. Faszinierend ist die oft ungewöhnliche Perspektive, aus der das Foto aufgenommen wird. „Durch die Fotografie ändert sich mein Blick, und dadurch wiederum die Fotografie.“ (Foto: © Frank Reimann)
Die Motive von Reimanns Bildern zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Vielseitigkeit aus. Faszinierend ist die oft ungewöhnliche Perspektive, aus der das Foto aufgenommen wird. „Durch die Fotografie ändert sich mein Blick, und dadurch wiederum die Fotografie.“ (Foto: © Frank Reimann)

Von großer Bedeutung ist für ihn der richtige Augenblick. „Es gibt vieles, was sich in dieser Form bzw. Situation nicht wiederholen lässt“, so seine Erläuterung. „Beim Pole Dance sind die Sportler zur Jury gerichtet. Da findet schließlich die Bewertung statt. Für mich kommt es jetzt auf den exakten Moment an, um die Bewegung im optimalen Punkt zu erwischen.“ Dieser Herausforderung stellt sich der Pole Dance Shooter gerne. Dazu hat er seinen Fotografenkollegen Axel K. Schoeps mit ins Boot geholt. Der Leverkusener hat reichlich Erfahrung mit Aufnahmen vom Kunstturnen und Sportgymnastik. „Wir kennen uns schon einige Jahre und sind ein gutes Team.“ Doch Reimann fotografiert nicht nur Pole Dance. Auch Ballett und Dance im Allgemeinen bieten faszinierende Motive.

Im richtigen Moment auf den Auslöser

Und dann gibt es noch einen Tipp: „Vieles kann durch einen Wechsel der Perspektive erheblich verbessert werden. Da reicht schon ein Schritt zur Seite, auf ein Mäuerchen klettern, auf den Boden legen oder bei Menschen eine Position in Augenhöhe wählen.

Wie Reimann das beim Pole Dance umsetzen möchte, bleibt abzuwarten.

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