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Stage5 Gaming: Die Corona-Krise auch als Chance sehen

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Bernd Unger gründete 2016 Stage5 Gaming und will in Solingen den professionellen eSport vorantreiben. (Foto: © Bastian Glumm)
Bernd Unger gründete 2016 Stage5 Gaming und will in Solingen den professionellen eSport vorantreiben. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Die Corona-Krise hat für einschneidende Veränderungen in unserem gesellschaftlichen Leben gesorgt. Viele Menschen ziehen sich in ihre vier Wände zurück, das gezwungenermaßen. Und beschäftigen sich so, ebenfalls gezwungenermaßen, mit den Möglichkeiten des Internets. Nicht nur Privatleute entdecken so das Internet ganz neu. In Kontakt mit Freunden und Verwandten bleibt man per Skype, Unternehmen halten auf einmal Video-Konferenzen ab.

Viele Angebote ins Internet verlegt

Die Stadtverwaltung in Solingen lädt die Medien regelmäßig zu Online-Pressekonferenzen ein und hat diverse Angebote ins Leben gerufen, die sich vornehmlich im Netz anspielen. Die Kultunacht fand etwas abgespeckt als Stream im Internet statt. All das ist in den Augen Bernd Ungers ein durchaus positiver Effekt, den diese Krise mit sich gebracht hat. „Das ganze Digitale kann jetzt noch viel mehr Fahrt aufnehmen“, betont der Gründer und Chef des Solinger eSports-Unternehmens Stage5 Gaming.

Gaming kann Menschen verbinden, ist man bei Stage5 Gaming überzeugt. In Zeiten der Corona-Krise sind die Menschen gezwungen, viel zu Hause zu sein. (Foto: © Bastian Glumm)
Gaming kann Menschen verbinden, ist man bei Stage5 Gaming überzeugt. In Zeiten der Corona-Krise sind die Menschen gezwungen, viel zu Hause zu sein. (Foto: © Bastian Glumm)

Jetzt würden sich Chancen eröffnen, die vor der Krise gar nicht absehbar waren. Wie beispielsweise in den Fußball-Ligen, die allesamt ihren Spielebetrieb in der Corona-Krise eingestellt haben. „Momentan zeigt sich ein wenig, dass der normale Sport echte Schwierigkeiten hat, die Vereine kämpfen mitunter ums Überleben“, betont Bernd Unger. TV-, Eintritts- und nicht zuletzt Werbegelder bleiben aus, die Stadien sind seit Wochen leer.

Anders beim eSport: Zwar finden auch in dieser Branche derzeit keine Offline-Events statt, im Internet ist dafür umso mehr los. Mehr als 60.000 Fans hatten zuletzt das Lokalderby zweier eSport-Teams aus dem spanischen Sevilla am heimischen PC verfolgt. Via Twitch. Für Unternehmen, aber auch für Vereine, würden sich so mit einem Male ganz neue Betätigungsfelder ergeben, ist sich Unger sicher.

Auf Discord-Server ins Gespräch kommen

Überhaupt geht die eSport-Szene mit der momentanen Lage offenkundig sehr viel besser um, als das in anderen Teilen der Gesellschaft der Fall zu sein scheint. Die Umstellung auf Aktivitäten, die sich vornehmlich online abspielen, sei die ureigenste Kernkompetenz der Branche. „Früher wurde man ja dafür belächelt, der klassische Gamer sitzt tagelang im Keller und hat keine sozialen Kontakte. Aber jetzt sollen wir Social Distancing betreiben“, schmunzelt Bernd Unger. Gerne möchte Stage5 Gaming auch Angebote für Menschen daheim umsetzen.

„Natürlich haben wir auch Verantwortung. Wir sind vielleicht nicht unbedingt die, die einkaufen können. Das machen bereits sehr viele. Aber wir können auf andere Art und Weise helfen und machen das dann digital“, sagt der 45-jährige Unger. Ganz konkret soll demnächst auf einem Discord-Server die Möglichkeit zum Gespräch gegeben werden. Bei Discord handelt es sich um eine Software, die Usern eine direkte Sprach- und auch Videoverbindung ermöglicht und vor allem von PC-Spielern gerne genutzt wird. Eingeladen sind dann natürlich Zocker, aber auch Menschen, die einfach ein Gespräch führen möchten. Denn die eigenen Wände können in diesen Tagen durchaus eng werden.

Unger: „Werden viel Zerstreuung brauchen“

„Wir werden in den nächsten Wochen viel Zerstreuung brauchen, wir können nicht nur über Corona sprechen“, macht Bernd Unger deutlich. Zerstreuung, aber auch die Pflege von sozialen Kontakten müssten somit vermehrt im Netz stattfinden. Stage5 Gaming bietet an, hier als Ansprechpartner und Vermittler zu fungieren. „Ich rufe Firmen und Vereine auf, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Denn wir haben noch Wochen vor uns, in denen wir so leben müssen, wie wir derzeit leben“, sagt Bernd Unger.

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