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Tausende beim Verwöhnwochenende in Ohligs

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Auch in diesem Jahr war das Verwöhnwochenende wieder ein Riesenerfolg. Tausende Besucher kamen zu Kunst, Musik und Shopping in die Ohligser City. (Foto: © Martina Hörle)
Auch in diesem Jahr war das Verwöhnwochenende wieder ein Riesenerfolg. Tausende Besucher kamen zu Kunst, Musik und Shopping in die Ohligser City. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Was ursprünglich mit einem Verwöhnsonntag begann, ist durch die gelungene Zusammenarbeit der OWG mit Timm Kronenberg von city-art-project zu einem ausgedehnten Drei-Tage-Wochenende geworden. So verwandelte sich die Ohligser City mit Streetmusic, Bühnenaktionen und Kunstmeile wieder einmal in ein regelrechtes Kulturzentrum der besonderen Art.

Drei-Tage-Verwöhnwochenende

Den Start übernahmen schon am Freitag die Coverbands Proms, Free Barbie (Kill Ken) und Mac Gyvers Mechanics mit einem Bühnen-Abendprogramm. Am Samstag ging es mit karibischem Sound, Covermusik von Blu Fonk und dem legendären Sound der Beatles durch „Meet the Beatles“ weiter. Vorher hatten die Marktbeschicker mit Musik und Sekt für das Verwöhnen der Besucher gesorgt.

Am verkaufsoffenen Sonntag gab es ein buntes Programm aus Musik, Tanz, Shopping und Kunst. Von 13 – 18 Uhr hatten die Läden geöffnet. In 23 weißen Pavillons präsentierten rund 40 Künstler ihre Werke aus Fotografie, Malerei, Skulpturen und Installationen. Am Marktplatz sorgten die Tänzerinnen und Tänzer der Tanzschule Xperience mit ihrer Dance-Show für Schwung und Stimmung. Danach übernahmen Gus Myers, Franzi Rockzz, Senjam und ßoon mit einem breiten musikalischen Spektrum.

Lothar Ruthmann von der Galerie Ruthmann sorgte für Sauberkeit. Mit einem Staubsauger wanderte der surrealistische Künstler über die Grünstraße. (Foto: © Martina Hörle)
Lothar Ruthmann von der Galerie Ruthmann sorgte für Sauberkeit. Mit einem Staubsauger wanderte der surrealistische Künstler über die Grünstraße. (Foto: © Martina Hörle)

Neben der Bühne zeigten die Klingenstädter Kadetten ihre Oldtimer, mit denen zwei Teams  auf eine 5.000 Kilometer lange Benefiz-Rallye quer durch den Süden Europas aufbrechen wollten. Die Fahrt hatten sie mit einer Spendenaktion zugunsten einiger sozialer Einrichtungen verknüpft.

Im Zelt von Sabine Stosch konnten sich kleine und große Künstler ihre eigenen Spiegel bunt bestücken. Bei Fia Biba waren es Herzensbilder. „Mal die Sonne in dein Herz“ hieß das Motto. Heinz Butzen zeigte eine Reihe Ohligser Motive, unter anderem Ausschnitte der Düsseldorfer Straße oder die Evangelische Kirche an der Wittenbergstraße.

Staubsaugen auf der Grünstraße

Viel Trubel gab es am Stand der Galerie Ruthmann. Mit einem Schild auf dem Rücken „Es soll sauber werden“ sorgte Lothar Ruthmann mit einem Staubsauger für die Sauberkeit der Grünstraße. In seinen mitgebrachten (grenzenlosen) Werken gab der Künstler den Besuchern einen Einblick in die surreale Welt. Er bezeichnet sich selbst als Architekt des Unmöglichen, von Dali inspiriert. Sohn Christoph kümmerte sich derweil um den musikalischen Teil und die technische Organisation im Hintergrund.

Auf einer großen weißen Leinwand sorgten die kleinen Besucher am Stand von SaBo (Saskia Bela) für ein Kinderkunstwerk. Pinsel, Spachtel und Farbe standen für kleine Künstler bereit. Die Leinwand sollte nach Möglichkeit komplett bemalt werden, allerdings ohne die Zeichnungen der anderen zu übermalen. „Das Werk soll in den nächsten Wochen an mehreren Stellen im Stadtgebiet ausgestellt werden“, so Bela. Später soll es versteigert werden. Der Erlös fließt in weitere Kindermalprojekte. Den ersten Pinselstrich hatte die acht Monate alte Ella getan.

Den ersten Pinselstrich auf der weißen Leinwand machte die acht Monate alte Ella in leuchtendem Pink. (Foto: © Martina Hörle)
Den ersten Pinselstrich auf der weißen Leinwand machte die acht Monate alte Ella in leuchtendem Pink. (Foto: © Martina Hörle)

Das Werk von Danny Gambuto glitzerte in der Sonne – Spiegelscherben in Gips verarbeitet. Der aufgetragene Glimmer sorgte für ein lebhaftes Farbenspiel. Hobbyfotograf Stefan Becher zeigte nach langer Pause wieder einmal eine Reihe seiner Landschaftsfotografien.

„Ich freue mich, wieder in Ohligs zu sein. Hier gibt es viele Veranstaltungen und Aktivitäten, die das Gemeinschaftsgefühl stärken.“ Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (Mitte) war sehr angetan von dem Treiben in der Ohligser City. Er würde sich wünschen, so sagte er, dass noch mehr Bewohner aus Mitte nach Ohligs kämen. „Es gibt zwar mehrere Bezirke, aber wir sind ja schließlich ein Solingen.“

Schaufensterkunst bis 27. September

In zahlreichen Geschäften wurden wie schon in den letzten Jahren Bilder ausgestellt, geschickt in die regulären Schaufenster integriert. Zwei großformatige Werke von Peter Wischnewski sind in den Fenstern der Sparkasse Grünstraße zu besichtigen. Kanak Chandresa hat gleich zwei Mal ausgestellt. Im Sanitätshaus von Foullon war er bereits mehrfach zu sehen. Seine leuchtend bunten Märchenbilder stehen in der Buchhandlung Jahn. Die Kunstwerke sind bis zum 27. September zu sehen.

„Es gibt noch eine Reihe weiterer Mitstreiter“, wusste Frauke Pohlmann von OWG-Vorstand zu berichten, so beispielsweise der OTV, InterJu und das Palliative Hospiz. Die ISG Ohligs (Immobilien- und Standortgemeinschaft Solingen-Ohligs e.V.) hatte gemeinsam mit dem seit Juni ansässigen Geschäft „Der Blumenfreund“ zwei Hochbeete an der Baustraße bepflanzt. „Sie sollen als Vorzeigeobjekte dienen, um auch andere zu inspirieren, ihre Baumscheiben zu bepflanzen“, so die Geschäftsführerin der ISG, Gloria Göllmann. Sie informierte am Stand über die Aufgaben der ISG und fragte die Bürger nach ihren Vorstellungen und Visionen für den Standort Ohligs.

In einer gemeinsamen Aktion bepflanze Gloria Göllmann, ISG, mit Benchawan Gangkofner vom Blumenfreund zwei Hochbeete. (Foto: © Martina Hörle)
In einer gemeinsamen Aktion bepflanze Gloria Göllmann, ISG, mit Benchawan Gangkofner vom Blumenfreund zwei Hochbeete. (Foto: © Martina Hörle)

Die Autohäuser Schönauen, von Keitz und Schiefer hatten eine breite Palette von Modellen mitgebracht. Dabei war auch ein großes Wohnmobil. Auch Probefahrten wurden angeboten und von Besuchern gerne angenommen. „Die Leute sind sehr interessiert, haben viele Fragen“, stellte Michael Kotlenga, Geschäftsführer vom Autohaus Schönauen, erfreut fest. „Es ist ein wirklich schönes Fest und erreicht tatsächlich fast Dürpelfest-Niveau.

Hier ein paar Impressionen vom Wochenende.

Volksbank Bergisches Land

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