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Verein „Solingen hilft“ setzt sich für Flüchtlinge auf Lesbos ein

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Der Solinger Arzt Dr. Christoph Zenses ist gleichzeitig Vorsitzender des Vereins (Solingen hilft). Er besuchte jetzt bereits zum zweiten Mal das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. (Foto: © Solingen hilft e.V.)
Der Solinger Arzt Dr. Christoph Zenses ist gleichzeitig Vorsitzender des Vereins (Solingen hilft). Er besuchte jetzt bereits zum zweiten Mal das Flüchtlingscamp Moria auf Lesbos. (Foto: © Solingen hilft e.V.)

SOLINGEN (bgl) – Der Verein „Solingen hilft e.V.“ wurde im Herbst 2018 von einer Gruppe engagierter Solingerinnen und Solinger gegründet. Erstes Projekt des Vereins war und ist die Verbesserung der Zustände im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos, weitere Hilfsmaßnahmen dieser Art sollen folgen. Vereinsvorsitzender Dr. Christoph Zenses kam vor wenigen Tagen aus Griechenland zurück.

Neues Ultraschallgerät und Medikamente für Moria

Wie Zenses berichtet, hat er ein neues „sehr gutes“ Ultraschallgerät und Medikamente im Wert von mehreren Tausend Euro nach Moria gebracht. Möglich wurde diese Spende dank der Hilfe der Vereinsmitglieder. Das Camp auf Lesbos sei für 2.500 Menschen ausgelegt, derzeit würden allerdings mindestens 7.500 Bewohner dort festsitzen und „völlig mangelversorgt unter katastrophalen hygienischen Verhältnissen absolut beengt hausen“, so Dr. Christoph Zenses.

Dr. Christoph Zenses und das Team, das im Casmp Moria auf der griechischen Insel Lesbos hilft. (Foto: © Solingen hilft e.V.)
Dr. Christoph Zenses und das Team, das im Casmp Moria auf der griechischen Insel Lesbos hilft. (Foto: © Solingen hilft e.V.)

Die medizinische Versorgung im Camp sei völlig unzureichend, es fehle an vielen Medikamenten, Hilfsmaterialien und teilweise sogar an einfachsten Dingen, wie Matratzen für die Bewohner. „Ich war im letzten Jahr dort und habe schon viele Hundert Menschen behandelt. Somit wusste ich, was dringlich und erforderlich ist, für diese vielen schwerst traumatisierten Menschen“, erläutert Bundesverdienstkreuzträger Christoph Zenses.

Rund 100 Patienten täglich medizinisch versorgt

Pro Tag habe Zenses auf Lesbos nur rund 100 Patienten „vernünftig“ behandeln können, stets mit einem Dolmetscher an seiner Seite. Unter den Erkrankten und Verletzten würden auch Säureopfer, Sprengverletzte, Menschen mit diffusen und mitunter älteren Hautverletzungen – ob durch Schussverletzungen, Splitterbomben oder Haustrümmer verursacht – versorgt. Dazwischen immer wieder Patientinnen und Patienten mit „einfacheren“ Problemen, wie zu hohem Blutdruck, entgleisten Blutzuckerwerten, Ekzemen, Pilzbefall und Infekten jeder Art.

„Ich werde dorthin zurückkehren, unsere Hilfe aus Solingen mitbringen und mich wieder mit den Menschen kümmern und zusammen hoffen“, verspricht Dr. Christoph Zenses. Die Arbeit auf Lesbos sei ein großer Schwerpunkt des Solinger Vereins um den Vorsitzenden Dr. Christoph Zenses und seinen Stellvertreter Uli Preuss. Aber nicht nur im Ausland will „Solingen hilft“ unterstützen. Auch in der Klingenstadt sind Hilfsmaßnahmen geplant. Der Verein freut sich über jede Hilfe, auch neue Mitstreiter seien herzlich willkommen.

„Solingen hilft“ im Internet

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