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„Wir in der Hasseldelle“ übernimmt Patenschaft für den Coppelpark

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Kümmern sich seit Februar um die Pflege des Coppelparks: v.li. Praxisanleiter Andreas Kratz, Maßnahme-Teilnehmerin Michelle Felder und Projektleiter Christian Petschke vom Verein
Kümmern sich seit Februar um die Pflege des Coppelparks: v.li. Praxisanleiter Andreas Kratz, Maßnahme-Teilnehmerin Michelle Felder und Projektleiter Christian Petschke vom Verein "Wir in der Hasseldelle". (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Der Coppelpark wird seit Februar vom Verein „Wir in der Hasseldelle“ gepflegt. Der Nachbarschaftsverein unterschrieb einen entsprechenden Patenschaftsvertrag mit der Stadt Solingen und tritt somit die Nachfolge vom Verein „Lebenswertes Solingen“ an, der den Park in der City zehn Jahre lange pflegte. „Als Vereine haben wir uns bei der Agenda-Preisverleihung kennengelernt und schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass wir mit unserer Beschäftigungsmaßnahme bei Bedarf auch unterstützen würden“, erinnert sich Christian Petschke vom Verein „Wir in der Hasseldelle“. Schließlich übernahm der Nachbarschaftsverein Anfang des Jahres die komplette Pflege des rund 50.000 Quadratmeter großen Areals zwischen Wupperstraße und Hippergrund.

Junge Menschen in Beschäftigung bringen

Der Verein „Wir in der Hassedelle“ ist Träger einer Beschäftigungsmaßnahme und bekommt über das Jobcenter Teilnehmerinnen und Teilnehmer zugewiesen. Diese kommen jetzt auch im Coppelpark zum Einsatz. „Wir sind für die Inhalte der Beschäftigung im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben verantwortlich. Ein Teil der Idee war, diese Art der Beschäftigung aufzuwerten, indem wir uns näher an einem bestimmten Berufsfeld orientieren“, zeigt Christian Petschke auf.

Junge Menschen will man auf diese Weise an den Beruf des Garten- und Landschaftsbauers heranführen und so auch eine klarere Perspektive mitgeben. „Gartenarbeit ist eine sinnstiftende Arbeit, das Ergebnis sieht man ganz deutlich“, betont Petschke.

Verein sorgt für Sauberkeit im Coppelpark

Im Rahmen des Projektes „Aquaris“ bietet der Verein „Wir in der Hasseldelle“ bereits seit 2005 jungen Menschen, über das Jobcenter vermittelt, in der Nachbarschaft Beschäftigungsangebote. Diese werden jetzt auf den Coppelpark ausgeweitet. „Im Rahmen der Patenschaft tragen wir dafür Sorge, dass beispielsweise die Gehwege sauber sind und auch die Ansehnlichkeit des Parks entsprechend gewahrt bleibt. Bei notwendigen Arbeiten an Bäumen informieren wir die Stadtverwaltung, den Rückschnitt an den Gehwegen führen wir selbst durch“, erläutert Christian Petschke. Auch einfache Mäharbeiten werden vom Verein durchgeführt. Zudem behält man stets ein wachsames Auge auf mögliche Vandalismusschäden sowie wilde Müllkippen.

Der Coppelpark liegt in der Solinger Innenstadt zwischen Wupperstraße und Hippergrund. Rund 50.000 Quadratmeter zählt die Parkfläche. (Foto: © Bastian Glumm)
Der Coppelpark liegt in der Solinger Innenstadt zwischen Wupperstraße und Hippergrund. Rund 50.000 Quadratmeter zählt die Parkfläche. (Foto: © Bastian Glumm)

Die Patenschaft des Vereins für den Coppelpark ist zunächst jährlich veranschlagt, allerdings immer mit der Option auf Verlängerung. Das stets davon abhängig, ob die Kooperation mit dem Jobcenter wie gehabt weitergeht. So oder so richtet sich „Wir in der Hasseldelle“ auf ein längerfristiges Engagement im Park ein. „Es geht hier auch um bürgerschaftliches Engagement“, so Petschke weiter. Deshalb sollen künftig Anwohnerinnen und Anwohner, aber auch Kitas und Schulen aktiv in die Gestaltung des Parks mit einbezogen werden. Spätestens nach Corona sollen auch kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen im Park stattfinden.

Auf lange Sicht Ausbildungsangebot umsetzen

Der Park sei eine wichtige Naherholungsfläche nicht nur für die Solingerinnen und Solinger aus der direkten Nachbarschaft. „Man muss ja nur mal schauen, was hier so los ist, wenn die Sonne scheint und das Wetter gut ist“, freut sich Landschaftsgärtner und Praxisanleiter Andreas Kratz vom Verein „Wir in der Hasseldelle“. Auf lange Sicht würde man gerne irgendwann einmal sogar zum Garten- und Landschaftsbauers ausbilden können. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

Für Michelle Felder jedoch auch ein Stückweit Perspektive. Die 23-Jährige ist seit 2018 im „Aquaris“-Programm. „Ich bekomme in meinen Tagesablauf Struktur. Ich muss draußen sein, ich brauche die frische Luft. Sehr gerne würde ich sogar auch eine Ausbildung machen, die draußen stattfindet“, sagt die junge Frau.

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