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„Woche der Wiederbelebung“: Schüler üben die Reanimation

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Retunngswagen und Notarzteinsatzfahrzeug vor dem Schockraum des Klinikums. Die professionellen Notfallretter kommen im Falle eines Herzstillstandes. Vorher müssen aber Ersthelfer eine Laienreanimation beginnen, um wertvolle Zeit zu gewinnen. (Archivfoto: B. Glumm)
Retunngswagen und Notarzteinsatzfahrzeug vor dem Schockraum des Klinikums. Die professionellen Notfallretter kommen im Falle eines Herzstillstandes. Vorher müssen aber Ersthelfer eine Laienreanimation beginnen, um wertvolle Zeit zu gewinnen. (Archivfoto: B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Was ist zu tun, wenn ein Mensch leblos am Boden liegt und man keinen Puls mehr fühlen kann? Natürlich den Rettungsdienst rufen, aber reicht das wirklich? „Viele Menschen scheuen sich, Reanimationsmaßnahmen zu ergreifen – oft aus Angst, dass sie etwas falsch machen könnten. Dabei geht wertvolle Zeit verloren und das Leben der Patienten gerät in Gefahr“, sagt Prof. Dr. Thomas Standl, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin am Klinikum.

Berührungsängste abbauen und Fachwissen vermitteln

Um einerseits derartig lebensgefährliche Berührungsängste abzubauen und andererseits medizinisches Fachwissen zu vermitteln, haben die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und der Berufsverband Deutscher Anästhesisten vor vier Jahren die Initiative „Woche der Wiederbelebung“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative gehen die Ärzte der Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin am Klinikum gemeinsam mit Rettungsassistenten der Feuerwehr in Schulen, um die Maßnahmen der Reanimation zu üben.

Am 21. September wird der Aktionstag für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 im Gymnasium Schwertstraße angeboten. Rund 130 Jugendliche werden daran teilnehmen. „Auch wenn Deutschland über eines der weltweit besten Notarztsysteme verfügt und in den Ballungsräumen die Notärzte vom Zeitpunkt der Alarmierung bis zum Eintreffen beim Patienten knapp acht Minuten brauchen, gibt es bei der Laienreanimation im Notfall weiterhin Aufholbedarf“, macht Prof. Dr. Thomas Standl deutlich.

Professor Dr. Thomas Standl ist Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin am Klinikum. Seine Koleginnen und Kollegen unterstützen die "Woche der Wiederbelebung" im Gynasium Schwertstraße. (Archivfoto: B. Glumm)
Professor Dr. Thomas Standl ist Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Operative Intensiv- und Palliativmedizin am Klinikum. Seine Kolleginnen und Kollegen unterstützen die „Woche der Wiederbelebung“ im Gymnasium Schwertstraße und bringen den Schülern die Reanmiation bei. (Archivfoto: B. Glumm)

Reanimation: Nach der Theorie folgt die Praxis an der Puppe

Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler theoretisch auf die Übungseinheiten vorbereitet, bis es schließlich zur Reanimationspuppe geht. Eingeübt werden dann auch die Ansprache und Überprüfung der Vitalfunktionen des Patienten und die Alarmierung des Rettungsdienstes. Erst dann beginnt die Herzdruckmassage. Übrigens: Früher wurde im Rahmen der Laienreanimation auch noch die Mund-zu-Mund-Beatmung gelehrt. Davon hat man unlängst Abstand genommen und konzentriert sich auf die Herzdruckmassage.

Isabelle Dorschel ist Lehrerin am Gymnasium Schwertstraße und unterrichtet dort Sport und Biologie. Außerdem leitet sie die Sanitätsdienst AG der Schule. Generell hätten Jugendliche sehr viel geringere Berührungsängste in Notfallsituationen, als das bei Erwachsenen der Fall sei, berichtet sie. Gleichzeitig sei das Interesse der Schülerschaft am medizinischen Kenntniserwerb außerordentlich groß.

Das Gymnasium Schwertstraße im Internet: www.gymnasium-schwertstraße.de

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