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Atelier KünstlerPack: Drei Künstlerinnen stellen aus

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Bei der Vernissage führt Alexandra Keller live eine Airbrush-Arbeit vor. Nach dem Aufsprühen wird die Farbe partiell wieder entfernt, um anschließend mit Künstlerbuntstiften Akzente zu setzen. (Foto: © Martina Hörle)
Bei der Vernissage führt Alexandra Keller live eine Airbrush-Arbeit vor. Nach dem Aufsprühen wird die Farbe partiell wieder entfernt, um anschließend mit Künstlerbuntstiften Akzente zu setzen. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – „Meine Bilder sollen Geschichten erzählen“, sagt Alexandra Keller. Sie möchte mit ihren Werken zum Lachen, Weinen, Staunen und Nachdenken anregen. Die Künstlerin stellt derzeit gemeinsam mit Christa Huberty und Carla Froitzheim im Atelier KünstlerPack aus.

Künstlertrio zeigt breite Objektvielfalt

Das Trio zeigt einen Querschnitt aus der Vielseitigkeit der Werke, denen die unterschiedlichsten Techniken zugrunde liegen. Keller hat neben ihren Acrylbildern mehrere Airbrush-Arbeiten mitgebracht. „Gerade diese Technik lässt sich wunderbar mit Polychromos-Buntstiften und  Wasserfarben kombinieren“, erklärt die Künstlerin. Der Künstlerkarton, den sie hierfür verwendet, unterstützt die nachträgliche Bearbeitung zusätzlich.

Christa Huberty hat die mythologische Figur Lilith als Gemälde entworfen. Jetzt will sie dieses Motiv auch als Skulptur gestalten. (Foto: © Martina Hörle)
Christa Huberty hat die mythologische Figur Lilith als Gemälde entworfen. Jetzt will sie dieses Motiv auch als Skulptur gestalten. (Foto: © Martina Hörle)

In einer Live-Vorführung zeigt die Malerin, wie sie die Technik anwendet und nachträglich strukturiert. Mit Skalpell und Radierer entfernt sie partiell die Farbe und setzt mit den Buntstiften klare Akzente. Motive für ihre meist gegenständlichen Gemälde findet Alexandra Keller vorwiegend in der Natur. Die Malerei war schon in der Kindheit ihre liebste Beschäftigung. Seit 2013 arbeitet die Mutter zweier Kinder freiberuflich als Künstlerin.

Grafik-Designerin Christa Huberty zeigt eine Installation über Unterwasserwelten. Aus Bildern und Klängen hat sie am PC eine wunderbare Symbiose aus Farbwelten, Kontrasten und Bewegungen kreiert. Um die als musikalische Unterlegung gewählten Walgesänge optimal zur Geltung zu bringen, wurde die Geschwindigkeit des Films entsprechend angepasst. Eine Unterwasserfee taucht zu Beginn ab in die Meerestiefen, durchquert mit wehenden Schleiern die geheimnisvollen Wasserwelten und kommt am Ende wieder an die Oberfläche.

Installation fasziniert mit Unterwasserwelten

Huberty hat außerdem eine Reihe von Bildern und Skulpturen ausgestellt. Plastisches Gestalten und Malerei waren immer schon ihre großen Interessen. Am liebsten malt sie mit Acryl, „weil das so schnell trocknet“. Ihre Motive sind sowohl gegenständlicher als auch abstrakter Natur. Eines der Gemälde zeigt die mythologische Sagengestalt Lilith, ein Mischwesen aus Vogel (hier ein Rabe) und Mensch. Das gleiche Wesen entsteht gerade als Skulptur. „Ich möchte das Motiv gerne in der 3D-Variante herstellen“, so Huberty. Eine zweite plastische Arbeit zeigt eine Frau mit vier Krakenarmen. Lachend erklärt die Künstlerin: „Derzeit trägt sie den Namen Quadrophenia. Doch aus ihr soll eine Octavia werden.“ Die Skulpturen bestehen meist aus FIMOair light, einem vielseitig verwendbaren, leicht zu bearbeitenden Material.

Carla Froitzheim findet in der Form des Quadrates eine besondere Faszination. (Foto: © Martina Hörle)
Carla Froitzheim findet in der Form des Quadrates eine besondere Faszination. (Foto: © Martina Hörle)

Sohn Noah (10 Jahre) tritt ganz offensichtlich in die Fußstapfen seiner Mutter. Auch er hat sich mit Skulpturen versucht und stellt als Gast sein erstes fertiges Werk aus. Passend zur Präsentation seiner Mutter hat er sich ebenfalls für ein Unterwasserwesen entschieden. Der Cthulhu, ein mächtiges Wesen aus uralter Zeit, hat einen menschenähnlichen Körper. Der Kopf ähnelt einem Tintenfisch, das Gesicht besteht aus einem Gewirr aus Tentakeln.

Die Dritte im Bunde, Carla Froitzheim, zeigt bei ihren Objekten klare grafische Strukturen. Bilder haben für sie schon immer eine große Rolle gespielt. Ein einziges Foto kann der Auslöser einer ganzen Serie werden. Die digitale Bildbearbeitung bildet eine unerschöpfliche Quelle. Oft sind es technische Themen, die Assoziationen hervorrufen. Vor allem die Form des Quadrates fasziniert die Künstlerin. So sind auch in der aktuellen Ausstellung diverse Quadrate zu besichtigen, die sowohl eigenständig als auch in Kombination gesehen werden können. Hauptberuflich ist sie im Bereich Webentwicklung tätig.

Ausstellung bis zum 28. Oktober geöffnet

Froitzheim sagt zu ihrer Arbeit: „’Kunst trifft Technik‘ ist der rote Faden, der sich durch meine künstlerische Auseinandersetzung mit Menschen, Dingen und Landschaften, mit Situationen, Begegnungen und Aufgabenstellungen in meinem Alltag zieht.“

Neben ihrer Mitgliedschaft im Atelier KünstlerPack gehört die in Leverkusen lebende Froitzheim obendrein zur Künstlergruppe MonArt in Monheim.

Die Ausstellung ist bis zum 28. Oktober samstags von 15 – 18 Uhr und sonntags von 14 – 18 Uhr zu besichtigen.

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