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Atelier KünstlerPack: unBUNT2.0 – Malerin trifft auf Fotograf

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Malerin Conny Schüssler und Fotograf Norbert Sarrazin zeigen gemeinsam ihre Arbeiten bei der Ausstellung unBUNT2.0. Beide bevorzugen die abstrakte Gestaltung und reduzierte Farbigkeit. (Foto: © Martina Hörle)
Malerin Conny Schüssler und Fotograf Norbert Sarrazin zeigen gemeinsam ihre Arbeiten bei der Ausstellung unBUNT2.0. Beide bevorzugen die abstrakte Gestaltung und reduzierte Farbigkeit. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Gestern war die Eröffnung der zweiten gemeinsamen Vernissage von Malerin Conny Schüssler und Fotograf Norbert Sarrazin. Wie bei der ersten gemeinsamen Ausstellung vor vier Jahren kam das Thema „unBUNT“ zur Sprache. Beide Künstler lieben abstrakte Gestaltung und greifen gerne auf reduzierte Farbigkeiten und minimalistische Figurationen zurück.

Werke leben durch reduzierte Farbigkeiten

Norbert Sarrazin hieß die Besucher mit ein paar kurzen, humorvollen Worten willkommen. „Sie können unsere Werke leicht auseinanderhalten“, gab er den Besuchern als Tipp. „Conny Schüsslers Werke sind ohne Rahmen, meine sind mit.“ Das war dann doch nicht der einzige Unterschied, wovon sich die Besucher später selbst überzeugen konnten.

Schüssler stellt 22 Werke aus, die meisten im Format 50 x 60 cm. Sieben Gemälde bilden eine Sequenz „abstrahierte Landschaften“. Die andere Sequenz trägt den Titel „Bewegung“. Besonders eines ihrer Werke fällt dem Betrachter ins Auge. Ein großes in Schwarz gehaltenes Werk, das allein auf einer weißen Wand hängt. „Es ist eine Hommage an Pierre Soulages“, erklärte Conny Schüssler. Soulages war ein zeitgenössischer französischer Künstler, der die Farbe Schwarz bei seiner Arbeit bevorzugte. Mit außergewöhnlichen Strukturen fing er das Licht ein, das sich aber durch verschiedene Standorte des Betrachters ständig änderte.

Dieses schwarze Gemälde ist Conny Schüsslers Hommage an den zeitgenössischen französischen Künstler Pierre Soulages. Mit Strukturen schaffte er in seinen Arbeiten Lichtreflexe. (Foto: © Martina Hörle)
Dieses schwarze Gemälde ist Conny Schüsslers Hommage an den zeitgenössischen französischen Künstler Pierre Soulages. Mit Strukturen schaffte er in seinen Arbeiten Lichtreflexe. (Foto: © Martina Hörle)

Schüssler hatte auf einer 100 x 120 cm großen Leinwand mit Hilfe von Kleister schwarzen Stoff in Strukturen gelegt. Auch hier spiegeln sich je nach Lichteinfall zahlreiche Reflexe. Die Malerin arbeitet hauptsächlich abstrakt, mal mit, mal ohne Struktur. Ihre bevorzugte Technik ist die Verlaufstechnik mit Acryl und viel Wasser. Typisch für Conny Schüssler ist die vorwiegend monochrome Darstellungsweise. Mit wenigen Pinselstrichen und Grauschattierungen hält sie Bewegungen fest.

Schüsslers Hommage an Karl-Otto Götz

Aus ihrer Sequenz „Bewegung“ ist eines der Werke ebenfalls als Hommage gedacht. Diesmal gilt sie Karl-Otto Götz, einem der bedeutendsten Künstler der deutschen Nachkriegsgeschichte und Hauptvertreter des „Deutschen Informel“ (formlose Kunst). Er besuchte die Kunstgewerbeschule in Aachen und setzte sich dort mit avantgardistischer Malerei auseinander.

Norbert Sarrazin arbeitet mit unüblichen Blickwinkeln und verändert dadurch die ursprüngliche Gegenständlichkeit. (Foto: © Martina Hörle)
Norbert Sarrazin arbeitet mit unüblichen Blickwinkeln und verändert dadurch die ursprüngliche Gegenständlichkeit. (Foto: © Martina Hörle)

„Ich selbst bin ein großer Fan von abstraktem Expressionismus, von Color Field Painting“, erläuterte Norbert Sarrazin. Wie er mit einem Schmunzeln meinte, sei ihm die Malerei nicht gegeben. Deshalb würde er das Fotografieren bevorzugen. „Die Bilder entstehen immer im Kopf des Betrachters“, so der Fotograf. Daher hat er bei seinen Arbeiten auf Titel verzichtet. Die kritische Kreativität bei der Entstehung fasziniert ihn.

Gegenständliches verliert an Bedeutung

Auch wenn er Gegenständliches fotografiert, sind seine Werke keine Reproduktion. Die Gegenständlichkeit verliert ihre Bedeutung. Sarrazin arbeitet mit Spiegelungen und unüblichen Blickwinkeln und entfernt sich dadurch vom ursprünglich dokumentarischen Charakter. Die Bearbeitung findet nach der digitalen Aufnahme am Rechner statt. Neben seiner geliebten Abstraktion zeigt der studierte Fotodesigner in dieser Ausstellung auch ein paar gegenständliche Fotografien. Für den größten Teil seiner Bilder hat Sarrazin die Größe 50 x 70 cm in Hoch- oder Querformat gewählt.

Am 31. Mai und 3. Juni können die Werke in der Zeit von 14 – 18 Uhr im Atelier KünstlerPack, Alexander-Coppel-Straße 42, besichtigt werden. Terminabsprachen unter 0176 96217092 sind möglich.

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