Start Aktuelles Ausgelaufene Flusssäure ruft Feuerwehr auf den Plan

Ausgelaufene Flusssäure ruft Feuerwehr auf den Plan

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(Archivfoto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Am Freitagvormittag wurde die Feuerwehr gegen 10.30 zu einem Gefahrguteinsatz ins Industriegebiet Scheuren zur dortigen Martinstraße alarmiert. In einem Industriebetrieb ist es bei Transportarbeiten zu einem Unfall gekommen. Hierbei ist ein so genannter IBC-Container (Intermediate Bulk Container) mit einem Fassungsvermögen von ca. 1.000 Litern umgestürzt und leckgeschlagen. Bei der ausgetretenen Flüssigkeit handelte es sich um siebenprozentige Fluor-Wasserstoff-Säure, die geläufig auch als Flusssäure bezeichnet wird.

Flüssigkeit mit mineralischem Bindemitteln abgestreut

Die Säure hatte giftige und ätzende Eigenschaften, so die Feuerwehr. Die Betriebsangehörigen haben umgehend die Feuerwehr Solingen alarmiert und das Gebäude verlassen. Verletzte gab es nicht zu beklagen. Die Feuerwehr hat nach ersten Erkundungsmaßnahmen mehrere Einsatztrupps in Chemikalienschutzanzügen zur Verhinderung einer weiteren Produktausbreitung eingesetzt. Hierbei wurde die Flüssigkeit mit mineralischem Bindemitteln abgestreut.

Sicherheitshalber wurden durch Mitarbeiter der Technischen Betriebe Solingen (TBS) in der Kanalisation sogenannte „Blasen“ gesetzt, um eine Ausbreitung in das Abwassersystem zu vermeiden. Es wurden Messungen der Luft durchgeführt. Für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahrenlage, so die Feuerwehr in einer aktuellen Mitteilung. Im weiteren Verlauf soll ein Privatunternehmen die fachgerechte Entsorgung des Produkts durchführen.

Untere Wasserbehörde überürüfte Abwasserkanäle

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden durch die Untere Wasserbehörde die Abwasserkanäle auf Kontamination durch die ausgetretene Flusssäure überprüft. Eine Belastung konnte nicht festgestellt werden, so dass davon auszugehen ist, dass die Kanalisation nicht verunreinigt wurde. Die Feuerwehr hat ihre Einsatzmaßnahmen abgeschlossen. Insgesamt wurden sieben Trupps mit jeweils zwei Feuerwehrangehörigen unter Chemievollschutzanzug eingesetzt. Die Maßnahmen erstreckten sich auf die Verhinderung einer Ausbreitung und das Abstreuen mit Bindemitteln.

Insgesamt waren die Tätigkeiten für Feuerwehr sehr arbeits- und zeitintensiv. Die körperliche Belastung der eingesetzten Kräfte war durch die hohen Außentemperaturen und das schwülwarme Wetter sehr stark. Die Einsatzstelle wurde der Betriebsleitung übergeben, die zur Reinigung und Entsorgung eine Fachfirma beauftragt hat.

Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr war am Freitag mit einem größeren Aufgebot und Einheiten aller drei Feuer- und Rettungswachen (Wald, Mitte, Ohligs) im Industriegebiet Scheuren im Einsatz. Unterstützt wurden die Beamten von den Löscheinheiten 6 (Gräfrath) und 7 (Wald) der Freiwilligen Feuerwehr Solingen. Der Umweltschutzzug war auf der Martinstraße ebenfalls im Einsatz.

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