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„Bennet“ kann den Solinger Rosenmontagszug nicht aufhalten

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Der Rosenmontagszug setzte sich um 14.11 Uhr in Bewegung, mehr als 1.000 Jecken nahmen daran teil. (Foto: © Bastian Glumm)
Der Rosenmontagszug setzte sich um 14.11 Uhr in Bewegung, mehr als 1.000 Jecken nahmen daran teil. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Mit banger Mine hielten die Verantwortlichen des Festausschusses Solinger Karneval (FSK) und des Ordnungsamtes der Stadt Solingen bis zuletzt den Wetterbericht im Auge. Sturmtief „Bennet“ tobte sich in Nordrhein-Westfalen aus und drohte, ausgerechnet am Rosenmontag auch in Solingen vorbeizuschauen. „Wir haben uns sprichwörtlich elf Minuten vor zehn Uhr dafür entschieden, dass der Zug stattfinden soll“, sagte am Montagabend Joachim Junker, FSK-Vorsitzender und Präsident der Prinzengarde Ohligs. Eine richtige Entscheidung, wie sich schließlich zeigen sollte.

„Zoch“ startete pünktlich um 14.11 Uhr

Denn ab 13 Uhr sah es kurz wieder so aus, als wenn der „Zoch“ nicht würde loslegen können. Es stürmte nochmal kräftig und regnete auch ordentlich. „Das war alles Teil unseres Programms“, lachte nach dem erfolgreichen Rosenmontagszug 2019 ein sichtlich erleichterter Joachim Junker. Als sich dann nämlich pünktlich um 14.11 der Zug am Birkenweiher in Bewegung setzte, stoppte der Regen. Zwischendurch klarte es sogar auf und die Sonne blickte auf Solingens Närrinnen und Narren. Diese waren in diesem Jahr allerdings in etwas geringerer Zahl am Wegesrand versammelt, als noch 2018. „Einige sind aufgrund des Wetters wohl wieder nach Hause gegangen“, mutmaßte Junker. Trotzdem waren es wieder locker Zehntausende Karnevalsfreunde, die sich auf die Jagd nach Kamelle machten.

„Menni“ Kalkan führte den Zug wieder an

Darunter natürlich ganz viele Kinder, die ihre Taschen und Tüten in freudiger Erwartung weit geöffnet den insgesamt 21 Festwagen und 25 Fußgruppen entgegenhielten. Vorneweg auch in diesem Jahr wieder das Solinger Original Menderes „Menni“ Kalkan, stilecht bewaffnet mit einer blau-gelben Solingen-Flagge. „Wir hatten über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Zug, der super verlaufen ist“, freute sich Joachim Junker, für den es als FSK-Vorsitzender der letzte Rosenmontagzug gewesen ist. Er will demnächst sein Amt abgeben.

Menderes „Menni“ Kalkan übernahm auch in diesem Jahr wieder die Führung des "Zoch" und marschierte vorneweg, in der Hand eine blau-gelbe Solingen-Fahne. (Foto: © Bastian Glumm)
Menderes „Menni“ Kalkan übernahm auch in diesem Jahr wieder die Führung des „Zoch“ und marschierte vorneweg, in der Hand eine blau-gelbe Solingen-Fahne. (Foto: © Bastian Glumm)

Über die Goerdelerstraße bewegte sich der Rosenmontagszug langsam hinauf in Richtung Mummstraße. Man nahm sich in diesem Jahr etwas mehr Zeit, stoppte immer wieder und verteilte großzügig Kamelle. Auch die Stadtverwaltung war wieder mit einem Mottowagen vertreten. Thema in diesem Jahr: „Solingen ist Meer“, das in Anspielung auf das fast fertige neue Hallenbad Vogelsang.

Stadtverwaltung mit einem Mottowagen dabei

Entsprechend verkleidet präsentierte sich dann auch die Verwaltungsspitze um Oberbürgermeister Tim Kurzbach als eine Mannschaft aus Seeleuten im Matrosen-Outfit, die Damen kamen mit schicken Duschhauben daher. OB Kurzbach sorgte auch am Montag wieder höchstpersönlich für gute Stimmung und gab den einen oder anderen Karnevalskracher am Mikro zum Besten. Selbstverständlich war auch das Prinzenpaar Sascha I. und Gudrun I. mit einem eigenen Wagen beim Zug dabei. Vorbei an den Clemens-Galerien bog die karnevalistische Karawane in die Mummstraße ein. Im Bereich des Übergangs von der Mumm- zur Kölner Straße befand sich wieder die Bühne des Festausschusses Solinger Karneval (FSK).

Insgesamt 21 Festwagen und 25 Fußgruppen waren beim Rosenmontagszug dabei, am Wegesrand versammelten sich im Vergleich zu 2018 allerdings weniger Jecken. (Foto: © Bastian Glumm)
Insgesamt 21 Festwagen und 25 Fußgruppen waren beim Rosenmontagszug dabei, am Wegesrand versammelten sich im Vergleich zu 2018 allerdings weniger Jecken. (Foto: © Bastian Glumm)

Auf dem Neumarkt ging die Karnevalsparty weiter

Prämiert wurden wieder die einfallsreichsten und schönsten Wagen und Fußgruppen. Vorbei am Graf-Wilhelm-Platz bewegte sich der „Zoch“ die Kölner Straße hinab, um schließlich wieder am Birkenweiher zu enden. Auf dem Neumarkt wurde im Anschluss noch weitergefeiert, das allerdings nicht ganz so wie geplant. Sturm „Bennet“ hatte doch noch seinen Tribut gefordert, so dass vor Zugbeginn auf dem Platz die Bühne abgebaut werden musste. Gefeiert wurde dort dann aber trotzdem ausgelassen. Und wer anschließend immer noch nicht genug hatte, der konnte im Theater zur traditionellen „After-Zoch-Party“ weiter auf den Putz hauen.

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