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Clemens-Galerien: Riesenstimmung mit Tanz, Cartoons & Fotografie

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145 große und kleine Tanzkünstler der Tanzschule Xperience zeigen in 14 Shows ihr Können. Leiterin Vanessa Chwalek ist sehr stolz auf ihre Schüler. (Foto: © Martina Hörle)
145 große und kleine Tanzkünstler der Tanzschule Xperience zeigen in 14 Shows ihr Können. Leiterin Vanessa Chwalek ist sehr stolz auf ihre Schüler. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Ganz aus dem Häuschen sind die Zuschauer bei den Darbietungen der Tanzschule Xperience. 145 große und kleine Tänzerinnen und Tänzer zeigen am Samstag in den Clemens-Galerien einen Querschnitt ihres Könnens. Von Hip Hop über Lady Style bis Zumba bieten die 5- bis 25-Jährigen den Besuchern in 14 kurzen Shows ein buntes Programm. Vanessa Chwalek hat ihre Tanzschule erst im Dezember 2017 eröffnet (wir berichteten) und schon in dieser kurzen Zeitspanne einen großen Zulauf.

„Das war zuerst ein ziemlicher Schreck, als ich vorhin gekommen bin“, gesteht sie. „Mit so vielen Besuchern hatte ich nicht gerechnet.“ Das Obergeschoss in den Galerien ist jedenfalls brechend voll. Eltern, Großeltern, Freunde – alle warten gespannt darauf, dass es losgeht. Schnell kommen die ersten Handys zum Einsatz. Die ganz kleinen Besucher sitzen zur Vorsicht hoch auf Vaters Schultern. Der Applaus für die Tanzkünstler schallt durch die Galerien – Riesenstimmung.

Tanzshows sorgen für Riesenstimmung

Nach den Darbietungen geht es zum Fotoshooting. In der Galerie ROLANDS^ECK steht Frank Reimann schon mit der Kamera bereit. Manch kleine Künstler posieren, als hätten sie nie etwas anderes getan, zeigen bereitwillig ihre Tanzfiguren. Bei anderen ist etwas Überredungskunst angesagt.

Nach dem Tanz geht’s zum Foto-Shooting. In der Galerie ROLANDS^ECK ist Frank Reimann unermüdlich mit der Kamera im Einsatz. (Foto: © Martina Hörle)
Nach dem Tanz geht’s zum Foto-Shooting. In der Galerie ROLANDS^ECK ist Frank Reimann unermüdlich mit der Kamera im Einsatz. (Foto: © Martina Hörle)

Währenddessen kann man sich in der city art Galerie E 1 im Erdgeschoss an zahlreichen Cartoons vom Haus Hildener Künstler erfreuen. Die Cartoonisten sind das erste Mal in Solingen zu Gast. Das H6 Haus Hildener Künstler e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der alle zwei Jahre eine Cartoon-Ausstellung mit Wettbewerb organisiert, die „Hilden Cartoon Biennale“. 67 Werke des letzten Wettbewerbs sind bis zum 10. März in der Galerie ausgestellt, darunter auch das Bild der Gewinnerin von 2017. Birte Strohmayer hat dafür den Titel „Die Post“ gewählt. Es zeigt einen Rentner, der Zeitung lesend im Sessel sitzt, während seine Frau, leicht bekleidet und mit Sektgläsern in der Hand, wie gewohnt zur Tür geht, um dem Postboten zu öffnen.

„Die Ausstellung präsentiert ganz unterschiedliche Stile“, so Jan Michaelis, Cartoonist und Organisator der Ausstellung. „Es gibt hyperrealistische Werke, Mehrbildwitze oder den Comicstil.“ Er selbst arbeitet gerne mit Wortspielen. „Der Wortwitz ist ein fester Bestandteil bei Cartoons.“ Viele der rund 30 ausstellenden Künstler stammen aus dem Rheinland. Doch man findet auch Zeichnungen aus Russland, Rumänien und der Schweiz. „Vor allem in letzter Zeit haben die Zusendungen von Frauen zugenommen. Wir bekommen Werke aus dem Iran, aus China und der Türkei.“

Haus Hildener Künstler zeigt über 60 Cartoons

„Die Bilder werden vom Publikum ganz unterschiedlich wahrgenommen“, beschreibt der Zeichner die Reaktionen der Besucher. Der Humor scheint bei Männern und Frauen sehr unterschiedlich zu sein. Auch Erfahrungswerte und Tradition spielen eine große Rolle. „Der Humor zündet, wenn man in dem Cartoon eigene Erfahrungen findet“, betont Michaelis.

Cartoonist Jan Michaelis vom Haus Hildener Künstler e. V. hat die Cartoon-Ausstellung organisiert. 30 Künstler zeigen in 67 Werken ihre Vielseitigkeit. (Foto: © Martina Hörle)
Cartoonist Jan Michaelis vom Haus Hildener Künstler e. V. hat die Cartoon-Ausstellung organisiert. 30 Künstler zeigen in 67 Werken ihre Vielseitigkeit. (Foto: © Martina Hörle)

Bilder ganz anderer Art hat Evelyn Bialobrzeski mitgebracht. Ihre Werke hängen gemeinsam mit den Kunstwerken von Peter Wischnewski in der city art Galerie E 6. „Es ist meine erste Ausstellung“, strahlt die junge Lehrerin. „Bisher hatte ich meine Fotos immer nur privat auf Facebook gezeigt.“ Hier hatte Künstler Wischnewski einige der Fotos gesehen und sofort Kontakt zu der Fotografin aufgenommen. Ein Bild hatte es ihm besonders angetan. In einem baufälligen Zimmer steht ein rotes Sofa. Der Blick aus dem Fenster zeigt eine grüne Umgebung. „Mich hat die Zusammenstellung der Farben fasziniert“, beschreibt er seinen Eindruck. „Es ist eine tolle Kombination, eine ganz besondere Perspektive.“ Jetzt hängen in der Galerie neun Bilder der Künstlerin.

Dieses Foto hat Künstler Peter Wischnewski fasziniert. Es stammt von der jungen Fotografin Evelyn Bialobrzeski, die in den Galerien ihre erste Ausstellung zeigt. (Foto: © Martina Hörle)
Dieses Foto hat Künstler Peter Wischnewski fasziniert. Es stammt von der jungen Fotografin Evelyn Bialobrzeski, die in den Galerien ihre erste Ausstellung zeigt. (Foto: © Martina Hörle)

Zwischen den vorwiegend farbigen Fotografien zeigt eine Schwarz-Weiß-Aufnahme einen Toilettenstuhl in einem alten Psychiatriegebäude. Die fehlende Farbe betont das Düstere, Verlassene. „Angefangen hat alles mit einer Reportage im Fernsehen über die Beelitz-Heilstätten. Seit dieser Zeit suche ich nach solchen Lost Places“, erläutert Bialobrzeski. Die Heilstätten zeigen eine ungewöhnliche Mischung aus einzigartiger Architektur und Verfall. Eine beliebte Kulisse für Filmaufnahmen.

Natur erobert Lost Places zurück

Die meisten der mitgebrachten Fotografien stammen aus verlassenen Sanatorien im Osten Deutschlands. „Vorzugsweise suche ich nach solchen Plätzen, an denen sich die Natur ihren Bereich zurückerobert hat.“ Diese Orte haben für die Fotografin einen besonderen Charme. „Ich lasse mich beim Fotografieren stark von meinen Emotionen leiten. Deshalb gehe ich gerne allein auf Fototour.“

Jetzt wartet sie gespannt auf die Reaktionen der Besucher.

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1 KOMMENTAR

  1. Danke Martina, für den wunderbaren Bericht, der, trotz des Gipsverbandes, super gelungen ist.
    Gute Besserung

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