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Corona: Stadt reagiert mit strengerem Regelkatalog

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Aufgrund der Corona-Krise gilt auch in Solingen in vielen Bereichen eine Maskenpflicht. (Foto: © Bastian Glumm)
Aufgrund der Corona-Krise gilt auch in Solingen in vielen Bereichen eine Maskenpflicht. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (red) – Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt auch in der Klingenstadt weiter an, teilt am Donnerstag das Gesundheitsamt der Stadt Solingen mit. Zwar liegt die Sieben-Tage-Inzidenz heute mit 48,47 noch knapp unter dem Schwellenwert von 50. Doch zeige die Entwicklung, dass täglich damit zu rechnen sei, dass die 50 überschritten wird, heißt es aus dem Rathaus. In Vorbereitung darauf, sind bereits notwendige Gegenmaßnahmen erörtert und mit dem Landeszentrum Gesundheit abgestimmt worden.

Corona: 124 Personen am Donnerstag infiziert

Diese sollen dazu beitragen, die Infektionsdynamik zu verzögern, indem sie sowohl Übertragungswege als auch die weitere Verbreitung des Virus einschränken. Diese Maßnahmen fließen nun in eine Allgemeinverfügung ein, die am Samstag, 10. Oktober, um 0 Uhr, in Kraft treten wird. Sie ist vorerst bis zum 25. Oktober befristet. Aktuell sind in Solingen 124 Personen nachgewiesen infiziert, acht Patienten werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut.

„Bitte halten Sie sich an diese Regeln“, appelliert Oberbürgermeister Tim Kurzbach an die Vernunft aller Solingerinnen und Solinger. „Jeder von uns trägt Verantwortung. Wir haben es mit unserem Verhalten in der Hand, wie sich das Infektionsgeschehen weiter entwickelt – und ob wir in absehbarer Zeit lockern oder aber verschärfen müssen.“

Ausreichend Intensivkapazitäten in Solingen

Zugleich betont der OB aber auch, dass Solingen mit seinen Strukturen gut aufgestellt sei. Das städtische Gesundheitsamt könne die Infektionsketten schnell nachverfolgen und damit auch eingrenzen. Es gebe ausgreichend Testkapazitäten. Und die Solinger Kliniken verzeichneten momentan keine Gefährdungslage und vefügten über genug Intensivkapazitäten.

Ordnungs- und Rechtsdezernent Jan Welzel betont zugleich aber auch: „Wir reagieren im ersten Schritt maßvoll auf die Infektionslage. Das ist mit dem Land so abgestimmt. Aber wir werden das weitere Geschehen sorgfältig beobachten, um jederzeit reagieren zu können. Sollte es extreme Steigerungsraten geben, werden wir sehr schnell handeln und Anordnungen ausweiten. Dies wird dann stufenweise passieren. Selbstverständlich werden wir die Maßnahmen auch entschärfen, sollten die Zahlen sinken.“

Maskenpflicht wird ab Samstag ausgeweitet

Zunächst weitet die neue Allgemeinverfügung, die ab Samstag gilt, vor allem die Maskenpflicht aus:

Anders als bisher muss zukünftig in geschlossenen Räumen auch am Sitzplatz ein Mund-Nasenschutz getragen werden – bei Konzerten und Aufführungen, in sonstigen Veranstaltungen und bei Versammlungen, bei Messen und Kongressen, bei Sportveranstaltungen (hier auch auf Stehplätzen). Auch auf den Wochenmärkten im Stadtgebiet muss verpflichtend eine Mund-Nasenbedeckung getragen werden. Den Religionsgemeinschaften wird darüber hinaus empfohlen, während der Religionsausübung in geschlossenen Räumen eine Maske zu tragen.

Nur 300 Leute bei Versammlungen erlaubt

Weitere Regelungen betreffen die Einschränkung von Kontakten:

Bei öffentlichen Veranstaltungen, Konzerten und Aufführungen sind mehr als 300 Personen unzulässig. Veranstaltungen und Versammlungen nach dem Versammlungsgesetz werden auf 300 Personen begrenzt werden. Spiel- und Wettbewerbe mit mehr als 300 Personen sind grundsätzlich nicht erlaubt. Ausnahmen können zugelassen werden, wenn die Sieben-Tage- Inzidenz pro 100.000 Einwohnern in Solingen am Tag vor der Veranstaltung unter 50 liegt.

Bei privaten Veranstaltungen mit vornehmlich „geselligem Charakter“ dürfen höchstens 25 Personen teilnehmen. Diese Veranstaltungen müssen dem Ordnungsamt drei Tage vorher angezeigt werden, wenn planmäßig mehr als elf Personen dabei sind. Das Erbringen sexueller Dienstleistungen ist untersagt. Beerdigungen, Trauungen und Zusammenkünfte unmittelbar vor dem Ort der Trauung müssen dem Ordnungsamt angezeigt werden, sobald mehr als 25 Personen teilnehmen. Zudem wird empfohlen, im November auf Martinszüge und Karnevalsumzüge zu verzichten. Ob diese Empfehlung zu einem Verbot führt, hängt von der Prüfung des Infektionsgeschehens Anfang November ab.

Die Lungenfachklinik Bethanien in Aufderhöhe. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Lungenfachklinik Bethanien in Aufderhöhe. (Foto: © Bastian Glumm)

Lungenfachklinik Bethanien erweitert Testkapazitäten

Das Corona-Testzentrum in Bethanien erweitert seine Testkapazitäten:

Am morgigen Freitag von 9 bis 18 Uhr
Samstag: 9 bis 13 Uhr
Sonntag: 9 bis 13 Uhr
Montag bis Freitag kommende Woche: 9 bis 18 Uhr

Für alle, die jetzt ihren Urlaub antreten wollen und möglicherweise ein Testergebnis brauchen, gilt die Empfehlung, ggfs. schon jetzt einen Testtermin zu vereinbaren. Termin-Hotline: 0212 / 63-9999 .

Hotline der Stadt Solingen zum Coronavirus

Die Stadt hat eine Info-Hotline eingerichtet, die Fragen von Bürgerinnen und Bürgern beantwortet oder entgegennimmt:

Hotline der Stadt: 290 – 20 20

Bei Verdacht bitte zunächst telefonisch an den Hausarzt wenden.

Für alleinstehende Menschen, die sich in der Krise nicht alleine helfen können, hat die AWO Solingen ein Notfalltelefon eingerichtet: 8807 3299

Hotline der Wirtschaftsförderung für Unternehmer: 249 – 48 88

Corona-Homepage der Wirtschaftsförderung

Aktion „Umdenken“ der Wirtschaftsförderung

Alle Infos, Verhaltensregeln, Kontaktstellen usw. rund um das Coronavirus auf der Homepage der Stadt Solingen: www.solingen.de/de/inhalt/coronavirus

HINWEIS: Der Lesbarkeit halber verzichten wir in diesem Artikel auf eine „gendergerechte“ Sprache und haben deshalb alles in der männlichen Form verfasst. Das werden wir in der Form auch in anderen Artikeln beibehalten.

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