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Der Knypser und das Irrlicht: Schwarz-Weiß-Ausstellung im Doppel

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Die beiden Fotografen kennen sich schon seit vielen Jahren. Jetzt haben Dirk Krings (li) und Dirk Adolphs ihre erste gemeinsame Ausstellung eröffnet. (Foto: © Martina Hörle)
Die beiden Fotografen kennen sich schon seit vielen Jahren. Jetzt haben Dirk Krings (li) und Dirk Adolphs ihre erste gemeinsame Ausstellung eröffnet. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Am vergangenen Samstag eröffneten Dirk Adolphs und Dirk Krings ihre erste gemeinsame Schwarz-Weiß-Ausstellung. Die Fotografen nutzen derzeit im Rahmen des city-art-projects ein Atelier im OG der Clemens-Galerien, gleich neben dem Kino Lumen.

Mensch im Fokus

Die beiden Fotografen kennen sich bereits seit vielen Jahren und arbeiten größtenteils in der gleichen Richtung. Dirk Adolphs, der „Knypser“, wie er sich nennt, betreibt im angemeldeten Nebenberuf seit etwa fünf Jahren sein Atelier in Ohligs. Auch für Dirk Krings stellt die Fotografie nur einen Nebenerwerb dar. Hauptberuflich ist er in einem Großhandel für Verpackungen tätig. „Ich war schon immer sehr kreativ“, verrät er. „Früher habe ich auch musiziert, gemalt und geschrieben. Aber bei der Fotografie bin ich hängengeblieben.“ Nach Jahren der Landschafts- und Architekturaufnahmen entdeckte Krings die Faszination der People-Fotografie. „Meine Bilder wurden natürlicher, einfach authentisch.“ Die Motive zeigen hauptsächlich Porträts und sinnliche Bilder. Seit kurzem versucht er sich ebenfalls in der Street-Fotografie.

Dirk Krings bevorzugt bei seinen Models schwarze Kleidung. Dadurch rückt das Gesicht in den Vordergrund. (Foto: © Martina Hörle)
Dirk Krings bevorzugt bei seinen Models schwarze Kleidung. Dadurch rückt das Gesicht in den Vordergrund. (Foto: © Martina Hörle)

„Bei mir steht der Mensch im Fokus“, erläutert Krings seine Arbeitsweise. Seine Bilder basieren auf Kommunikation. Das Vertrauensverhältnis zum Model muss stimmen. Der Künstler hat sich ausschließlich auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen festgelegt. „Dadurch sieht man alles viel klarer, fokussiert sich nur auf die Person. Farben würden ablenken.“ Krings setzt auf den Effekt mit Licht und Schatten. Daher tragen seine Models fast immer schwarze Kleidung. „Es ist ein stilistisches Mittel. Der Betrachter schaut automatisch auf den hellsten Punkt im Bild – das Gesicht.“ Mit seiner Art der Fotografie haucht Krings seinen Bildern eine Seele ein. Sie wecken Emotionen und erzählen Geschichten – jedem Betrachter seine eigene.

Porträts erzählen Geschichten

Den Namen „Irrlicht“ fand Dirk Krings für sich sehr passend. „Ein Irrlicht kann einen Menschen schon mal in die Irre führen, aber das schafft die Fotografie auch“, schmunzelt der Künstler. Neben der Ausstellung hat er sich einen weiteren Wunsch erfüllt. Seine Bilder sind als Werkschau in einem Bildband veröffentlicht „Different Faces“ zeigt über hundert Aufnahmen der letzten Jahre und ist ebenfalls in der Ausstellung zu besichtigen.

Dirk Adolphs zeigt in vielfältigen Formaten zahlreiche Porträtaufnahmen auf Leinwand. (Foto: © Martina Hörle)
Dirk Adolphs zeigt in vielfältigen Formaten zahlreiche Porträtaufnahmen auf Leinwand. (Foto: © Martina Hörle)

Auch Dirk Adolphs, dessen bevorzugtes Motiv ebenfalls Menschen sind, setzt bei seinen Aufnahmen auf eine gute Kommunikation zum Model. „Das ist die Grundlage einer gelungen Interaktion“, erläutert er seine Einstellung. Während sich Krings ausschließlich auf Schwarz-Weiß festlegt, findet man bei Adolphs ebenso Farbaufnahmen, allerdings nicht in dieser Ausstellung. „Dafür habe ich natürlich nur passende Bilder gewählt.“ In vielfältigen Formaten zeigen sich den Besuchern einfühlsame Porträts auf Leinwand gedruckt. Knypser Adolphs mag die besondere Struktur dieses Materials. Die Bezeichnung „Knypser“, die mehr durch ein Versehen entstand, behält er als Alleinstellungsmerkmal bei.

Rollierendes Programm geplant

Einen Bildband hat Dirk Adolphs nicht geplant. „Ich sitze gerne abends bei einem Glas Wein zu Hause, blättere durch meine Bilder und schaue sie mir in aller Ruhe noch einmal an.“

Diese Ausstellung wird ein Experiment. Geplant ist ein rollierendes Programm mit Gastkünstlern. Das Schwarz-Weiß der Galerie soll beibehalten werden.

Die Galerie ist jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Die Künstler freuen sich auf interessierte Besucher.

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