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Der Kohlenmeiler glimmt wieder

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Nach acht Jahren Pause glimmt in Solingen wieder ein historischer Kohlenmeiler, eine gute Woche gibt es drumherum viele Programmpunkte. (Foto: © Bastian Glumm)
Nach acht Jahren Pause glimmt in Solingen wieder ein historischer Kohlenmeiler, eine gute Woche gibt es drumherum viele Programmpunkte. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Zu beneiden waren die Köhler am Samstagnachmittag beim besten Willen nicht. Die Sonne brannte, es hatte Temperaturen weit über 30 Grad – aber die Männer arbeiteten unermüdlich am offenen Feuer, sammelten Holz und stiegen immer wieder die steile Treppe zum Kohlenmeiler hinauf. Nach acht Jahren Pause gibt es in Solingen erstmals wieder einen traditionellen Kohlenmeiler. Im Rahmen des vom Landschaftsverbands Rheinland geförderten Projektes „Wir machen Kohle“ konnte unter anderem die Biologische Station Mittlere Wupper um Geschäftsführer Dr. Jan Boomers die Köhler wieder nach Solingen locken.

Meiler erstmals 2011 am Dorperhof

„Wir haben uns damals schon am Dorperhof geschworen, dass es nicht der letzte Meiler in Solingen sein wird. Das hätte aber nicht geklappt, wenn wir nicht so große Unterstützung erfahren hätten“, freute sich Dr. Jan Boomers. Aus finanzieller Sicht machte die Aktion der Landschaftsverband Rheinland möglich, aber auch die Stadt Solingen sowie zahlreiche Einzelpersonen setzten sich für den tradionellen Kohlenmeiler ein. Und nicht zuletzt der Bauernhof der Familie Höffken, auf deren Gelände direkt am Waldrand gelegen seit Samstag wieder der Kohlenmeiler glimmt.

Meilerwoche mit interessanten Programmpunkten

Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen. Er war es auch, der gemeinsam mit dem Köhlern den sprichwörtlichen Funken überspringen ließ und den Meiler anzündete. Die ganze Woche gibt es jetzt täglich interessante Programmpunkte rund um den historischen Kohlenmeiler.

Schirmherr Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) entzündete am Samstag gemeinsam mit den vier Köhlern den historischen Kohlenmeiler in Hohenscheid. (Foto: © Bastian Glumm)
Schirmherr Oberbürgermeister Tim Kurzbach (li.) entzündete am Samstag gemeinsam mit den vier Köhlern den historischen Kohlenmeiler in Hohenscheid. (Foto: © Bastian Glumm)

Während vier Köhler Tag und Nacht den schwelenden Meiler bewachen, um am Ende der Woche das schwarze Gold, die entstandene Holzkohle, zu bergen, können die Besucher ein Gitarrenkonzert oder eine Krimilesung erleben, am Lagerfeuer Köhlerschnack und Sagengeschichten lauschen und manch spannende Wanderung rund um die kulturelle und historische Bedeutung der Köhlerei und der Niederwaldwirtschaft im Bergischen Land begleiten. Die Kohle kann am Ende der Aktionswoche von den Besuchern natürlich auch gekauft werden.

Ein altes Handwerk erlebbar machen

Im Zuge des vom Landschaftsverband Rheinland geförderten Projektes „Wir machen Kohle“ der beiden Biologischen Stationen Rhein-Berg und Mittlere Wupper sowie des Naturparks Bergisches Land und mit Unterstützung des Bio-Hofes Höffken (über den wir hier bereits berichtet haben) wird der traditionelle Kohlenmeiler in Hohenscheid betrieben, um die Köhlerei als altes Handwerk neu erlebbar zu machen. Auch soll so die Bedeutung der kulturhistorischen Niederwaldnutzung für das natürliche Artenspektrum des Waldes hervorgehoben werden. Alle Veranstaltungen sind für die Besucher kostenfrei.

Das Programm der Meilerwoche und weitere Infos zum Download

Volksbank Bergisches Land

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