Start Aktuelles „Der Traviandantus und das goldene Medaillon“ – neuer Roman von Saga Grünwald

„Der Traviandantus und das goldene Medaillon“ – neuer Roman von Saga Grünwald

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Der Traviandantus und das goldene Medaillon spielt in einer wunderbaren magischen Welt. Der fünfzehnjährige Alan Forester ist ein Wanderer zwischen der Menschen- und der Anderwelt. Für Recherchearbeiten war die Autorin Saga Grünwald mehrfach in Norfolk. (Foto: © Martina Hörle)
Der Traviandantus und das goldene Medaillon spielt in einer wunderbaren magischen Welt. Der fünfzehnjährige Alan Forester ist ein Wanderer zwischen der Menschen- und der Anderwelt. Für Recherchearbeiten war die Autorin Saga Grünwald mehrfach in Norfolk. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – An seinem 15. Geburtstag erfährt Alan Forester, dass er ein Traviandantus ist. Dann taucht auch noch der Geist Percival bei ihm auf und bittet ihn um seine Hilfe. So beginnt der neue Roman von Saga Grünwald. Das gerade erschienene Werk ist der Auftakt einer sechsbändigen Serie für Jugendliche und Erwachsene.

Magische Geschichte in sechs Bänden

Die Geschichte entführt den Leser in eine wunderbare magische Welt mit spannenden Abenteuern, Freundschaft und Verrat. Hier begegnet man den bezaubernden Feen und Elfen aus den uralten Sagen, Märchen und Mythen. Die Kernaussage des Romans: „Hör auf deine innere Stimme.“

Entstanden ist die Serie bereits 2014. „In dem Jahr habe ich alle sechs Bände geschrieben“, berichtet die Autorin, die auch journalistisch tätig ist. „Dreimal war ich zu Recherchezwecken in Norfolk.“ Unter anderem reiste Grünwald in die Broads, ein einzigartiges Sumpfgebiet mit vielen Seen und Flüssen, das in dem zweiten Band – so viel sei schon verraten – eine wichtige Rolle spielt. „Ich wollte die Atmosphäre so authentisch wie möglich darstellen“, betont die Schreiberin. „Wie sieht es dort aus? Was wächst da? Welche Tiere leben in dem Gebiet? Wie riecht es in dem Terrain?“ Solche und viele weitere Details sammelte Saga Grünwald vor Ort.

Traviandantus – Wanderer zwischen den Welten

Um die Erlebnisse des Protagonisten verstehen zu können, muss man wissen, dass ein Traviandantus ein Wanderer zwischen der Menschen- und der Anderwelt ist. Daher gehörten zu Grünwalds umfangreicher Recherche ebenfalls die regionalen Feenmythen. Und so stößt der Leser bei seiner fesselnden Lektüre auf Wolfsmenschen, Selkies und Brownies, die kleinen Hausgeister, die der keltischen Mythologie entstammen.

Die Geschichte entführt den Leser in eine mythische Welt mit spannenden Abenteuern, Freundschaft und Verrat. Der Protagonist begegnet dort unter anderem Feen, Elfen, Wolfsmenschen und Brownies. (Foto: © Martina Hörle)
Die Geschichte entführt den Leser in eine mythische Welt mit spannenden Abenteuern, Freundschaft und Verrat. Der Protagonist begegnet dort unter anderem Feen, Elfen, Wolfsmenschen und Brownies. (Foto: © Martina Hörle)

Während der Entstehung der Bücher lebte die Verfasserin förmlich Tag und Nacht mit ihren Protagonisten. „Sie waren mein erster Gedanke, wenn ich wach wurde, und mein letzter Gedanke vor dem Schlafengehen.“ Und manchmal entwickelten sie ein erstaunliches Eigenleben. „Sie gingen völlig andere Wege, als ich geplant hatte.“ Nach dem vierten Band war die Reihe im Prinzip abgeschlossen. Grünwald erinnert sich gut, wie sehr sich alles in ihr sträubte, das zuzulassen. „Ich wollte nicht, dass es zu Ende war. Es sollte weitergehen.“ Aber wie? Mystische Geschichten bringen häufig Unerwartetes mit sich. Beim Überarbeiten der Texte brachte ein einziger Satz auf der letzten Seite des vierten Bandes die Lösung. „Da wusste ich, wie es weitergehen konnte“, freute sich die Autorin und ließ noch die Bände Fünf und Sechs folgen.

Von Wolfsmenschen, Selkies und Brownies

„Um die Texte ein weiteres Mal überarbeiten zu können, musste ich erst einmal Abstand gewinnen“, erläutert die Schriftstellerin und ließ deshalb bis zur Veröffentlichung eine längere Zeit verstreichen. In der Zwischenzeit reifte in ihr bereits die Idee für ihre Jocasta Loomis-Serie, die von den aufregenden Abenteuern der Archäologin Jocasta und des Druiden Gwydion erzählen. Die ersten Bände sind bereits erschienen.

Mit dem Schreiben habe sie schon als Kind begonnen, verrät die gebürtige Mannheimerin. Als Zehnjährige sammelte sie ihre ersten Gedichte in einem uralten Heft. Das hat sie heute noch. Mit zwölf folgten die ersten Krimis und Tiergeschichten. Ihr Erstlingswerk „Im Milchglasspiegel“ veröffentlichte die Autorin im Jahr 2004. Mittlerweile sind 18 Bücher von ihr erschienen, der überwiegende Teil in ihrem custos verlag.

Erstlingswerk war ein Gedichtband

„Ich komme ja aus der Verlagsbranche“, legt die gelernte Schriftsetzerin dar. Nachdem zwei ihrer Werke zwar als brillant geschrieben bezeichnet wurden, sich die Verlage aber aufgrund der Thematik (Häftlingsfrauen, die zur Prostitution gezwungen wurden und eine Krankenschwester, die Kinder aus dem KZ geschmuggelt hatte) nicht zur Veröffentlichung bereit erklärten, entschloss sie sich kurzerhand, einen eigenen Verlag zu gründen, um für sich und andere Autoren die Geschichtsaufarbeitung in literarischer Form in ihrer „Edition History“ möglich zu machen.

Der erste Band der Traviandantus-Reihe wird derzeit ins Englische übersetzt. Der Corona-Pandemie geschuldet sind bisher so gut wie alle geplanten Lesungen ausgefallen. Die nächste soll im September in Mettmann stattfinden. „Ich muss abwarten, wie es sich entwickelt. Vielleicht gibt es noch eine Lesung in der freien Natur. Das passt gut zum Inhalt des Buches und der nötige Abstand ist auch gewährleistet“, plant die Herausgeberin vorsichtig optimistisch.

Infos zum Buch:
Erschienen im custos verlag, ISBN 978-3-943195-24-8, 316 Seiten im Softcover, 13,90 Euro. Erhältlich im Buchhandel oder auch direkt beim Verlag. Den Wunsch nach einer signierten Ausgabe erfüllt Saga Grünwald gerne.

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