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Experten beraten über Mobilitätsansätze für „Stöcken 17“

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Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Rasspe in Stöcken soll ein moderner und innovativer Gewerbepark entstehen. (Foto: © Bastian Glumm)
Auf dem Gelände der ehemaligen Firma Rasspe in Stöcken soll ein moderner und innovativer Gewerbepark entstehen. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red) – „Wie sieht die Mobilität der Zukunft für das Quartier Stöcken 17 aus?“ Das war die zentrale Frage eines Workshops, zu dem die Solinger Wirtschaftsförderung gemeinsam mit der Neuen Effizienz GmbH im Juli eingeladen hatte. In mehreren Arbeitsgruppen entwickelten 14 Expertinnen und Experten mögliche erste Lösungsansätze für die Hauptherausforderung: „Mehr Mobilität mit weniger Verkehr“ im Umfeld von Solingens größter Gewerbebrache, dem ehemaligen Rasspe-Areal. Der Workshop schlug Wellen bis in die Bundeshauptstadt. Dort wird das Mobilitätsthema von Stöcken 17 in Arbeitsgruppen des Driversity-Netzwerks (www.driversity.de) jetzt weiterentwickelt. Die Netzwerkinitiative beschäftigt sich mit nachhaltiger Mitarbeitermobilität und wird von namhaften Unternehmen unterstützt.

Bürgerbeteiligung im vergangenen März

Bereits im März waren in einer breit angelegten Bürgerbeteiligung Ideen zur Mobilität im Bereich von Stöcken 17 entwickelt worden (wir berichteten). Den Weg nach Berlin ebnete aber der Experten-Workshop im Juli. Angereist waren zu dieser Veranstaltung beispielsweise Vertreter der Universität Duisburg-Essen, Zentrum für Logistik und Verkehr (ZLV), der DB Vertriebs GmbH in Berlin, der Digital Solutions GmbH aus Frankfurt. Wichtige Impulsgeber waren aber auch lokale und regionale Akteure wie ein Nahverkehrsplaner der Stadt Solingen sowie die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Nach heutigem Stand würden demnach täglich rund 17.000 Fahrzeuge die Hauptverkehrsader zwischen der Solinger Innenstadt und Kohlfurth nutzen. Alternativen zum motorisierten Individualverkehr (MIV) werden dringend gesucht.

Viel wird von der alten Bausubstanz der ehemaligen Firma Rasspe nicht übrigbleiben. Demnächst werden in Stöcken die Abrissbagger ans Werk gehen. (Foto: © Bastian Glumm)
Viel wird von der alten Bausubstanz der ehemaligen Firma Rasspe nicht übrigbleiben. Demnächst werden in Stöcken die Abrissbagger ans Werk gehen. (Foto: © Bastian Glumm)

„Stöcken 17“: ÖPNV-Anteil auf 30 Prozent erhöhen

Langfristig (Ziel der Global nachhaltigen Kommune NRW: 2030) soll der MIV-Anteil sinken und der Anteil der öffentlichen Personennahverkehrs auf 30 Prozent erhöht werden. Das sind die Rahmenbedingungen. Davon würden alle profitieren, sind sie die Initiatoren sicher: Anwohner, Lieferanten, Besucher, Arbeitgeber, etc. Die Lösungsmöglichkeiten sind vielfältig und reichen von einer Auseinandersetzung mit der Stellplatzverordnung über die Einrichtung von Sharing-Angeboten für Fahrräder, Lastenfahrräder und Car-Sharing bis hin zu einer Schnittstelle für Lieferdienste, die die Innenstadt mit Stöcken 17 verbindet.

Ideen wurden nun im Berliner Driversity-Netzwerk diskutiert. In Kleingruppen wurde überdacht, welche Unternehmen im Fokus stehen, welche Mobilitätsanforderungen sich daraus ableiten, welche planungsrechtlichen Grundlagen dafür eine Rolle spielen und welche Anspruchsgruppen in einem Mobilitätskonzept zu berücksichtigen sind. „Die Ergebnisse aus dem Driversity mit drei Schwerpunktthemen werden nun an Arbeitsgruppen innerhalb des Netzwerks vorangetrieben“, berichtete Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen.

Volksbank Bergisches Land

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