Start Aktuelles Galileum eröffnet: „Ein Tag für die Geschichtsbücher“ (+VIDEO)

Galileum eröffnet: „Ein Tag für die Geschichtsbücher“ (+VIDEO)

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Der Moment der Wahrheit: Oberbürgermeister Tim Kurzbach setzte die Schere an und durchtrennte gemeinsam mit Guido Steinmüller (li.) und Dr. Frank Lungenstraß von der Walter-Horn-Gesellschaft die Banderole zum brandneuen Planetarium. (Foto: © Bastian Glumm)
Der Moment der Wahrheit: Oberbürgermeister Tim Kurzbach setzte die Schere an und durchtrennte gemeinsam mit Guido Steinmüller (li.) und Dr. Frank Lungenstraß von der Walter-Horn-Gesellschaft die Banderole zum brandneuen Planetarium. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Emotionale Momente blieben am Freitagvormittag bei der Eröffnung des Galileums nicht aus. Guido Steinmüller, Präsident der Walter-Horn-Gesellschaft, betonte nicht nur mehrmals, dass er „das Grinsen heute nicht mehr aus dem Gesicht“ bekomme, man sah es ihm auch deutlich an. Seinem Kollegen Dr. Frank Lungenstraß, Geschäftsführer der Gesellschaft, stockte zwischendurch die Stimme.

13 Jahre Planungszeit

„13 Jahre haben wir daran gearbeitet von der Planung her, drei Jahre haben wir gebaut. Ich denke, dass wir ein vorzeigbares Ergebnis haben. Ich bin begeistert im Moment, ich muss das jetzt erstmal ein paar Tage sacken lassen“, verriet ein sichtlich ergriffener Lungenstraß im Gespräch mit dem SolingenMagazin. Die Eröffnung des Galileum fand am Freitag zunächst mit geladenen Gästen statt. Die Öffentlichkeit kann Sternwarte und Planetarium am kommenden Sonntag im Rahmen eines Tags der offenen Tür erstmals einen Besuch abstatten.

Ein Unikat im ehemaligen Kugelgasbehälter geschaffen

„Ein Planetarium zu bauen in einem Haus, das gerade und fest auf dem Boden steht, ist schon eine relativ schwierige Geschichte“, sagte Guido Steinmüller mit Blick auf den ehemaligen Kugelgasbehälter, in dem sich jetzt das brandneue Planetarium befindet. „Wir haben es aber geschafft! Wenn man mit einem Planetarium in den dritten Stock geht, in eine Stahlkugel, und einen Turm daneben setzt, dann hat man quasi ein Unikat geschaffen“, freute sich Steinmüller. Und Frank Lungenstraß ergänzte: „In einen Gasbehälter hat noch nie jemand ein Planetarium gebaut, weltweit. Aber wir haben es gemacht.“

Mit einem Planetarium in einem ehemaligen Kugelgasbehälter habe man ein "Unikat" geschaffen, das weltweit seinesgleichen suche, ist man sich bei der Walter-Horn-Gesellschaft sicher. (Foto: © Bastian Glumm)
Mit einem Planetarium in einem ehemaligen Kugelgasbehälter habe man ein „Unikat“ geschaffen, das weltweit seinesgleichen suche, ist man sich bei der Walter-Horn-Gesellschaft sicher. (Foto: © Bastian Glumm)

Unter den geladenen Gästen befanden sich auch Delegationen aus den Vereinigten Staaten, aus Frankreich und sogar aus Asien. Denn die Projektionskuppel kommt aus den USA, der Sternenprojektor aus Japan und die gesamte Videotechnik aus Frankreich. „Ein Unikat ist teuer“, gab Guido Steinmüller zu und bedankte sich sogleich bei den anwesenden Unterstützern des Solinger Großprojektes. Rund neun Millionen Euro sind insgesamt in das Galileum geflossen.

Von den Gesamtkosten hat die Walter-Horn-Gesellschaft einen Eigenanteil von 20 Prozent getragen, der aus Spenden, Sponsorengeldern und direkten Mitteln des Vereins gespeist wurde. Für die weiteren 80 Prozent der Baukosten sprudelten Gelder aus den Fördertöpfen des Landes für das Stadtumbaugebiet Ohligs-Ost.

Ein Projekt mit großer „Strahlkraft“ über Solingen hinaus

Zuletzt wurde sogar noch der ehemalige Kugelgasbehälter umlackiert und erstrahlt nun in königsblau. „Dieser Tag heute geht in die Geschichtsbücher der Stadt Solingen ein“, jubelte Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Von der „Strahlkraft“ des Projektes profitiere nicht nur der Stadtteil Ohligs, sondern die gesamte Klingenstadt.

84 Personen finden im Planetarium im ehemaligen Kugelgasbehälter Platz. (Foto: © Bastian Glumm)
84 Personen finden im Planetarium im ehemaligen Kugelgasbehälter Platz. (Foto: © Bastian Glumm)

Mit dem Galileum habe man eine echte neue Attraktion in Solingen, die zahlreiche Besucher überregional nach Solingen locken werde. Rund um das Galileum sind die Zuwegungen inzwischen ebenfalls weitestgehend fertiggestellt. Das gilt auch für die Parkplätze, die allerdings in überschaubarer Zahl zur Verfügung stehen. Im Planetarium gibt es insgesamt 84 Sitzplätze. In diesen kann man sich als Besucher übrigens fast schon in eine halbliegende Position bringen. So hat man den perfekten Blick auf die Projektionskuppel.

Tag der offenen Tür am Sonntag

Am morgigen Samstag geht es im Galileum weiter, dann allerdings nur für Freunde und Förderer des Projektes. Für die Öffentlichkeit öffnet das Galileum dann am kommenden Sonntag, 7. Juli, von 11 bis 18 Uhr im Rahmen eines Tags der offenen Tür seine Pforten. Die Zufahrt zum Galileum wird am 7. Juli mit dem PKW nicht möglich sein, teilt die Walter-Horn-Gesellschaft mit. Parkplätze können auf der Hansastraße genutzt werden sowie bei der Firma codecentric (Hochstraße 11) und natürlich im Parkhaus am Hauptbahnhof.

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