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Gospelchor unisono: Fünf Herbstkonzerte vor vollem Haus

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In diesem Jahr gibt der Gospelchor unisono statt vier sogar fünf Konzerte. Die Nachfrage ist riesengroß. Alle Konzerte sind ausverkauft. (Foto: © Martina Hörle)
In diesem Jahr gibt der Gospelchor unisono statt vier sogar fünf Konzerte. Die Nachfrage ist riesengroß. Alle Konzerte sind ausverkauft. (Foto: © Martina Hörle)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (mh) – Vier Herbstkonzerte gibt der Gospelchor unisono normalerweise im Jahr. Alle vier waren binnen kürzester Zeit ausverkauft. Hundert Namen standen bereits auf der Warteliste. Kurz entschlossen wurde ein Zusatzkonzert organisiert. Und auch dieses Konzert in der Ketzberger Kirche war, wie die anderen zuvor, in Rekordzeit bis auf den letzten Platz besetzt. „Das hatten wir bisher noch nie“, staunte Steffi Kalter, die den Kartenverkauf abgewickelt hatte.

Fünf Konzerte ausverkauft

So warteten auch am Samstagabend 200 unisono-Fans auf den Auftritt ihres Chors. Nach einem kleinen technischen Handicap kamen dann die Chormitglieder mit viel Schwung und Fröhlichkeit durch den Mittelgang zum Altarraum und versammelten sich dort auf den Stufen. Parallel dazu wurde jeder am Beamer vorgestellt. Einige hätte man vermutlich aufgrund ihrer Hippie-Kluft nicht erkannt.

Wieder einmal bot unisono einen gelungenen Mix aus Gospels, Musicalsongs und Pop, jedes Mal perfekt ausgestattet mit den passenden Accessoires. Die Darbietungen gingen von „Let the sunshine in“ aus Hair über „Somebody to Love“ von Queen bis zu dem schwungvollen Geiersong aus dem Dschungelbuch. Wunderbar anzusehen die Sänger mit ihren Federkragen.

Zum Song Lollipop gab es zahlreiche rote Accessoires. Danach wurden kleine Lollis in Herzform an das Publikum verteilt.  (Foto: © Martina Hörle)
Zum Song Lollipop gab es zahlreiche rote Accessoires. Danach wurden kleine Lollis in Herzform an das Publikum verteilt.  (Foto: © Martina Hörle)

Auch die humorvolle Einlage zu Händels Gavotte „Dubidu“ fand großen Anklang. Die Herren mit ihren weißen Zopfperücken, die Damen mit Fächer sorgten für amüsiertes Schmunzeln. Ein steter Wechsel von heiter bis besinnlich, von kraftvoller Powermusik zu berührenden leisen Tönen. Jedem war die große Freude am Singen anzumerken.

Chorleiterin Elisabeth Szakács führte mit Schwung und Dynamik und riss die Chormitglieder einfach mit. Es war ein beeindruckendes Beispiel von einem gelungenen Miteinander, wie man es besser nicht demonstrieren kann. Die Freude und Begeisterung an der Musik waren überdeutlich spürbar. Der Chor überzeugte wieder auf ganzer Linie, auch im Solo oder als Kleingruppe. Neben wenigen Songs aus dem bestehenden Repertoire wurde der weitaus überwiegende Teil vollständig neu eingeübt.

Humorvoll ausgesuchte Accessoires

Für die instrumentelle Unterstützung sorgte auch diesmal die bewährte fünfköpfige Band, bestehend aus Knut Kornatz, Gitarre, Erich Leininger, Saxofon, Kalle Kappner, Piano, Ralf Schusdziarra, E-Bass und Tim Weichsel am Schlagzeug. In Szene gesetzt wurde die Bühne durch gekonnte Lichtregie. Von kraftvollem Rot und Orange bis hin zu Türkis standen die Sängerinnen und Sänger in buntem Licht.

Kleine Zitate zum Thema „Musik“ brachten die Zuhörer mal zum Nachdenken, mal zum Schmunzeln. So zum Beispiel das von Johannes Brahms: „Es ist nicht schwer zu komponieren. Aber es ist fabelhaft schwer, die überflüssigen Noten unter den Tisch fallen zu lassen.“ Oder wie Jean Paul gesagt hatte: „Musik ist die Poesie der Luft.“ Eines der Zitate gab kurzfristig ein Rätsel auf. Wer mochte es gesagt haben? „Es sind nicht immer alle Töne so, wie wir sie geprobt haben. Irgendwie singt ihr da was anderes, aber das passt auch.“ Allgemeines Lachen – natürlich, das konnte nur von Chorleiterin Szakács sein.

Fächer für die Damen und Lockenperücken für die Herren gaben der Gavotte Dubidu von Händel erst den passenden Schliff. (Foto: © Martina Hörle)
Fächer für die Damen und Lockenperücken für die Herren gaben der Gavotte Dubidu von Händel erst den passenden Schliff. (Foto: © Martina Hörle)

In der Pause konnten sich die Besucher im Gemeindehaus bei Getränken und kleinen Leckereien stärken und obendrein die ausgestellten Bilder der Künstlerin Helga Büllesbach betrachten. Büllesbach, Verwandte eines der Chormitglieder, hat die Werke dem Chor zur Verfügung gestellt. Der Erlös geht zu 100 Prozent in die Vereinskasse.

Am Ende des Abends bedankte sich das Publikum mit frenetischem Beifall und Standing Ovations. Während der Chor zum Abschied an der Kirchentür mit kleinen Kerzen Spalier stand, erhielt jeder der Besucher eine kleine Pergamentrolle mit den genannten Zitaten.

Pergamente mit Zitaten als Präsent

Wer keine Möglichkeit hatte, den Chor bei den Herbstkonzerten zu besuchen, kann ihn mit weihnachtlichen Songs am Sonntag, 2. Dezember ab 20 Uhr auf dem Kölner Weihnachtsmarkt am Roncalliplatz erleben.

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