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Güterhallen: Künstler im Gespräch mit Ingo Schleutermann

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In seinem neuen Projekt interviewt Ingo Schleutermann seine Künstlerkollegen aus den Güterhallen. Hier ist er im Gespräch mit Peter Amann (li.) vom Atelier Pest-Projekt (Foto: © Martina Hörle)
In seinem neuen Projekt interviewt Ingo Schleutermann seine Künstlerkollegen aus den Güterhallen. Hier ist er im Gespräch mit Peter Amann (li.) vom Atelier Pest-Projekt (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – „In Ausstellungen oder Berichten wird immer nur ein Ausschnitt des Lebens und Schaffens der Güterhallenkünstler dargestellt“, sagt Ingo Schleutermann. In seinem neuen Projekt plaudert der Allroundkünstler – Schleutermann malt, zeichnet, musiziert und schreibt – in zwanglosen Gesprächen mit seinen Künstlerkollegen über die Intention der kreativen Schöpfer und ihre künstlerischen Lebenswege. Kleine Anekdoten am Rande erlauben einen Blick hinter die Fassade und verraten vieles, was dem Betrachter beim Anschauen der Kunstwerke gar nicht bewusst ist.

Schleutermann interviewt Künstler der Güterhallen

Ute Puslat filmt währenddessen die jeweiligen Interviews mit dem Handy. Puslat begleitet schon seit einigen Jahren das künstlerische Wirken von Ingo Schleutermann und hält zahlreiche Ereignisse in fotografischen Dokumentationen fest.

Präsentation als Zeitdokument

„Es war mir wichtig, dass für die Interview-Aufnahmen ein einfaches Handy eingesetzt wird“, so Ingo Schleutermann. „Das unterstreicht den improvisierten Charakter.“ Auf die Gespräche hat er sich nicht vorbereitet. Sie entstehen ganz zwanglos ohne feste Struktur. Gerade das gibt dem Ganzen einen lockeren, natürlichen Touch. Jeder Künstler kann aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz schöpfen und selbst entscheiden, was er über sich mitteilen möchte. Janine Werner vom Atelier AndersARTig gibt zu, dass sie ein sehr ungeduldiger Mensch ist, und verrät, warum Frauen zu ihren häufigsten Motiven gehören. Peter Amann vom Atelier Pest-Projekt offenbart, was ihn mit Andy Warhol verbindet.

In einer lockeren Unterhaltung plaudern Janine Werner und Ingo Schleutermann über die Entstehung des Namens AndersARTig. (Foto: © Ute Puslat)
In einer lockeren Unterhaltung plaudern Janine Werner und Ingo Schleutermann über die Entstehung des Namens AndersARTig. (Foto: © Ute Puslat)

„Hier zeigt sich tatsächlich eine positive Seite der Corona-Pandemie“, stellt Ute Puslat fest. „Die Künstler sind sonst immer enorm beschäftigt, entweder arbeiten sie an ihren Werken oder sie planen und organisieren Festivitäten.“ Sie selbst kennt die meisten schon seit Jahren und hat trotzdem in den kurzweiligen Unterhaltungen viel Neues erfahren.

Anekdoten erlauben Blick hinter die Fassade

„Das Projekt ist eine tolle Sache“, findet auch Peter Amann. „Man denkt zwar häufig darüber nach, bespricht und plant auch, aber bislang ist es dabei geblieben. Jetzt hat Ingo die Initiative ergriffen und die Planung in die Tat umgesetzt. Damit ist ein Zeitdokument entstanden. Mit der neuen Präsentation wollen wir informieren und interessieren. Und die vielen Details, die wir erzählen, sind den meisten völlig unbekannt. In Ausstellungen spricht man ja vorwiegend über die Kunstwerke, aber nur selten über persönliche Dinge.“

Bildhauer Boris von Reibnitz (re.) spricht mit Ingo Schleutermann über seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt. (Foto: © Ute Puslat)
Bildhauer Boris von Reibnitz (re.) spricht mit Ingo Schleutermann über seine Auseinandersetzung mit der menschlichen Gestalt. (Foto: © Ute Puslat)

Die Künstler, wie man sie bislang noch nicht kennt. Nach und nach werden 15 unterhaltsame Videosequenzen auf YouTube eingestellt. Zu sehen sind sie ebenfalls auf der Seite der Güterhallen sowie den Webseiten der Künstler. Angedacht ist, sie zu einem späteren Zeitpunkt mit dem 360°-Rundgang (wir berichteten), der einen virtuellen Besuch der verschiedenen Ateliers ermöglicht, zu kombinieren.

Startschuss ist am heutigen Freitag mit Janine Werner und Boris von Reibnitz. Zum Reinschnuppern hier Schleutermanns Gespräch mit Janine Werner.

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