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Hasselstraße: Polizei findet fünf tote Kinder in Wohnung

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In einem Mehrfamilienhaus an der Hasselstraße fand die Polizei am Donnerstagnachmittag fünf tote Kinder vor. (Foto: © Bastian Glumm)
In einem Mehrfamilienhaus an der Hasselstraße fand die Polizei am Donnerstagnachmittag fünf tote Kinder vor. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – In Solingen hat sich eine Familientragödie ereignet. Am Donnerstag fand die am frühen Nachmittag alarmierte Polizei in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Hasselstraße fünf tote Kinder vor.  In Tatverdacht steht die 27-jährige Mutter, die nach ersten Erkenntnissen der Polizei ihre verstorbenen Kinder in der Wohnung zurückgelassen und sich auf den Weg nach Düsseldorf gemacht haben soll. Die Polizei erreichte ein Notruf der Großmutter, die in Mönchengladbach wohnt und mit ihrer Tochter kurz zuvor in Kontakt stand.

Mutter tatverdächtig – Elfjähriger Junge überlebte

Im Düsseldorfer Hauptbahnhof ist die 27-Jährige in suizidaler Absicht auf die Gleise vor einen Zug gesprungen, überlebte aber schwer verletzt und wird derzeit in einem Krankenhaus behandelt. Am Nachmittag war die Polizei mit einem Großaufgebot an der Hasselstraße im Einsatz. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Über die näheren Umstände der Tragödie konnte die Polizei am Donnerstagnachmittag noch keine weiteren Informationen mitteilen. Bei den fünf verstorbenen Kindern handelt es sich um drei Mädchen im Alter von anderthalb, zwei und drei Jahren sowie um zwei Jungs im Alter von sechs und acht Jahren. Ein weiterer Sohn (11) war gemeinsam mit der Mutter bis zum Düsseldorfer Hauptbahnhof gefahren und von dort alleine weiter zu seiner Großmutter nach Mönchengladbach. Er befindet sich im sicheren Familienumfeld, so die Polizei.

Die Polizei war am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot in der Hasseldelle im Einsatz. (Foto: © Bastian Glumm)
Die Polizei war am Donnerstagnachmittag mit einem Großaufgebot in der Hasseldelle im Einsatz. (Foto: © Bastian Glumm)

„Wir müssen uns zum jetzigen Zeitpunkt mit Informationen zu den Ermittlungen noch etwas zurückhalten. Natürlich wird das Umfeld auch beleuchtet werden, das ist gar keine Frage. Auch da werden Fragen der Ermittler gestellt werden, um die ganze Sache aufzuklären“, sagte Polizeisprecher Stefan Weiand am Donnerstagnachmittag.

Polizeipräsident Markus Röhrl vor Ort

Auch ein sichtlich betroffener Polizeipräsident Markus Röhrl machte sich ein Bild von der Lage vor Ort. „Das hier ist absolut erschütternd, da hält es einen nicht mehr im Büro, da will man natürlich auch mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort sprechen“, so Röhrl. Er betonte, dass er eine ähnliche Situation in seinem Zuständigkeitsbereich noch nicht erlebt hat. „Es ist einfach erschütternd, auch in der Dimension. Fünf tote Kinder.“ Oberbürgermeister Tim Kurzbach machte sich am Donnerstag vor Ort ebenfalls selbst ein Bild von der dramatischen Situation. Am Abend fand zudem eine stille Gedenkminute an der Hasselstraße statt.

Die Polizei wird am Freitagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz die Medien über den Stand der Ermittlungen informieren. Wir werden darüber berichten.

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