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Herbstliches Obstwiesenfest: Zum 10. Geburtstag wieder in Solingen

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Reges Treiben herrschte beim zehnten Obstwiesenfest. Dr. Jan Boomers (3. v. li.) und Pia Kambergs (3. v. re.) von der Biologischen Station Mittlere Wupper hatten für die Obst(baum)freunde wertvolle Tipps rund um Natur und Umweltschutz mitgebracht. Für OB Tim Kurzbach (2. v. re.), Schirmherr der Veranstaltung, ist das Obstwiesenfest eines der schönsten Feste im Jahr. Auch Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (2. v. li.) war unter den Besuchern. (Foto: © Martina Hörle)
Reges Treiben herrschte beim zehnten Obstwiesenfest. Dr. Jan Boomers (3. v. li.) und Pia Kambergs (3. v. re.) von der Biologischen Station Mittlere Wupper hatten für die Obst(baum)freunde wertvolle Tipps rund um Natur und Umweltschutz mitgebracht. Für OB Tim Kurzbach (2. v. re.), Schirmherr der Veranstaltung, ist das Obstwiesenfest eines der schönsten Feste im Jahr. Auch Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (2. v. li.) war unter den Besuchern. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Am vergangenen Sonntag fand zum 10. Mal das traditionelle herbstliche Obstwiesenfest des Arbeitskreises Obstwiesen Bergisches Städtedreieck statt, in diesem Jahr wieder in Solingen. Auf dem Hof der Familie Kaesbach. die für diesen Zweck immer ihr Gelände am Schaberg zur Verfügung stellt, war trotz nicht optimaler Wetterbedingungen ein ständiges Kommen und Gehen. Inge Kaesbach (85), die Seniorin der Familie, strahlte beim Anblick des regen Treibens.

Zehntes herbstliches Obstwiesenfest

Unermüdlich verteilten fleißige Helfer Stroh auf den schlammigen Wegen. Die Anhänger des Festes ließen sich von Regen und aufgeweichtem Boden nicht beeindrucken. Ausgerüstet mit Gummistiefeln trotzten sie den wetterbedingten Gegebenheiten. Auch Oberbürgermeister Tim Kurzbach hatte das passende Schuhwerk im Gepäck.  „Für mich ist das Obstwiesenfest eines der schönsten Feste im ganzen Jahr“, lachte der Schirmherr der Veranstaltung. „Hier kann man die Natur nicht nur sehen und erleben. Man kann sie riechen und obendrein schmecken. Bei der unglaublichen Vielfältigkeit unserer Obstwiesen müssen wir kein Obst importieren. Hier wird mir wieder bewusst, was für ein reiches Land wir haben.“

Bei Julia und Theo Höffken gab es ein reichhaltiges Angebot an regionalen Produkten, alles aus biologischem Anbau. (Foto: © Martina Hörle)
Bei Julia und Theo Höffken gab es ein reichhaltiges Angebot an regionalen Produkten, alles rein biologisch. (Foto: © Martina Hörle)

„Bei uns ist alles gebündelt. Wir haben die Angebote wieder so arrangiert, dass sie zum Thema Obst passen“, erklärte Pia Kambergs von der Biologischen Station Mittlere Wupper. „Die Besucher stören sich nicht an den matschigen Wegen“, freute sie sich. „Im Bergischen ist das nun mal so. Alle sind in super guter Stimmung.“ Gemeinsam mit Dr. Jan Boomers, dem Leiter von bsmw, gab sie zahlreichen Obstliebhabern wertvolle Tipps rund um die Natur, Umweltschutz inbegriffen. Experte Lutz Nöthen war kompetenter Berater in Sachen richtiger Baumschnitt.

Wissenswertes  rund ums Obst

Bei Violettas Puppenbühne ging es ebenfalls um einen Apfel. In dem Riesenzelt folgten große und kleine Besucher den Abenteuern der Puppen. Später übte man sein Können beim Armbrustschießen à la Wilhelm Tell. So mancher hatte eigenes Obst mitgebrachte und ließ die Sorte hier von Hartmut Brückner von der Bergischen Streuobstwieseninitiative bestimmen. Am historischen Schleiferwagen des Industriemuseums wurden stumpfe Klingen wieder scharf geschliffen.

Auch am Stand von Katharina Schwirschke (Kathi’s Manufaktur) fanden Besucher viele regionale Köstlichkeiten. (Foto: © Martina Hörle)
Auch am Stand von Katharina Schwirschke (Kathi’s Manufaktur) fanden Besucher viele regionale Köstlichkeiten. (Foto: © Martina Hörle)

Für die Obst(baum)freunde gab es zahlreiche Streuobstsorten, Stauden, Sämereien, Honig und vieles mehr. Kathi Schwirschke mit ihrer Feinkostmanufaktur und Julia und Theo Höffken mit ihrem Angebot an Obst und Gemüse boten regionale Köstlichkeiten. Frische Waffeln, leckerer Obstkuchen, Kottenbutter und noch andere regionale Gaumenfreuden ließen Besucher genießerisch schmausen. Es war ein fröhliches Herbstfest für alle Generationen, bei dem man Schönes, Leckeres und Nützliches mitnehmen konnte.

Lebensraum „Obstwiese“ in den Fokus rücken

Der Arbeitskreis Obstwiesen Bergisches Städtedreieck hatte das Fest 2004 ins Leben gerufen. Auch damals fand es auf dem Hof der Kaesbachs statt. Seitdem wird es alle zwei Jahre abwechselnd in Solingen, Wuppertal und Remscheid durchgeführt. Mit seinen Aktivitäten möchte der Arbeitskreis den Lebensraum „Obstwiese“ mehr in den Fokus rücken und zum Erhalt der Wiesen motivieren. Sie prägen das Landschaftsbild und sind wichtiger Lebensraum für unzählige Tier- und Pflanzenarten. Vieles an Wissen und Erfahrung ist in Vergessenheit geraten. Es soll wieder geweckt werden. Daran beteiligen sich neben diversen anderen Einrichtungen der Bergische Naturschutzverein und NABU.

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