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INTERMEZZO dell’arte: Singer-Songwriter, Künstler und Kadetten

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Die vierzehnjährige Jamie Li beeindruckt mit starker Stimme und nachdenklichen Texten. Die junge Singer-Songwriterin singt ausschließlich eigene Sachen. Coversongs kommen nicht in Frage. (Foto: © Martina Hörle)
Die vierzehnjährige Jamie Li beeindruckt mit starker Stimme und nachdenklichen Texten. Die junge Singer-Songwriterin singt ausschließlich eigene Sachen. Coversongs kommen nicht in Frage. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – „Ich liebe diese kleinen Momente, die mich glücklich machen. Mit einem guten Freund spätabends spazieren gehen und den Grillen zuhören. Das sind für mich magische Momente.“ So beschreibt Jamie Li die Augenblicke, aus denen sie sich ihre Inspiration holt. Beim Kunst-Intermezzo in den Clemens-Galerien zeigt die vierzehnjährige Singer-Songwriterin einen Querschnitt aus ihrem musikalischen Repertoire und setzt viele Zuhörer in Erstaunen. Eine starke, ausdrucksvolle Stimme, dabei hatte sie nie Gesangsunterricht.

Jeyleek – eine ausdrucksvolle Stimme

„Ich habe immer schon gerne gesungen“, sagt Jamie Li oder Jeyleek, wie sie sich nennt. Coversongs kommen für sie nicht in Frage. „Ich möchte nicht wie jemand anders singen. Den anderen gibt es ja schon“, betont sie. Sie singt nicht nur, sondern schreibt alle Texte selbst. Dazu begleitet sie sich auf der Akustik-Gitarre. „Am liebsten beschreibe ich in meinen Texten Alltagsgeschichten.“

Jeyleek schreibt so, als würde sie Tagebuch führen. „Auf diese Weise kann ich vieles sagen, was ich mich sonst vielleicht nicht trauen würde.“ Ihre Texte sind tiefsinnig, wahr und emotional. Leicht verwundert stellt sie fest: „Ich kann fast noch besser schreiben, wenn ich traurig bin.“ In ihrem Lieblingssong „LIAR“ geht es um einen Menschen mit einem sehr schönen Äußeren, vergleichbar mit einer Rose. Doch auch die Dornen sind vorhanden. Die Person, über die Jeyleek berichtet, gibt es wirklich. „Es war kein schönes Erlebnis, hat mich aber beim Schreiben meiner Lieder sehr inspiriert. Ich habe gelernt, mich nicht unterkriegen zu lassen.“

Die Klingenstädter Kadetten Marc Baehr und Lars Berger (v. li.) haben während der Charity-Rallye 3.600 Euro für einen guten Zweck gesammelt. Auf ihrer 17-tägigen Tour legten sie fast 10.000 km zurück. (Foto: © Martina Hörle)
Die Klingenstädter Kadetten Marc Baehr und Lars Berger (v. li.) haben während der Charity-Rallye 3.600 Euro für einen guten Zweck gesammelt. Auf ihrer 17-tägigen Tour legten sie fast 10.000 km zurück. (Foto: © Martina Hörle)

Auch die Klingenstädter Kadetten Marc Baehr und Lars Berger haben sich bei ihrer Rallye nicht unterkriegen lassen. Vor etwa drei Wochen waren die beiden Solinger zum Baltic Sea Circle aufgebrochen, um für einen guten Zweck zu sammeln (wir berichteten). Über die sozialen Medien veröffentlichten sie während dieser Zeit ein Reisetagebuch.

Jetzt stehen sie zusammen mit „Ömmes“, der mittlerweile 149.000 km auf dem Tacho zeigt, am Mühlenplatz und erzählen. „Es war ein super Erlebnis“, strahlt Marc Baehr. „Wir haben tolle Menschen kennengelernt.“ „Ab einem bestimmten Punkt hat man plötzlich kein Zeitgefühl mehr“, beschreibt Lars Berger die Tour. „Es wird nachts nicht wirklich dunkel. Die Sonne scheint 24 Stunden. Auch gab es während der ganzen Strecke keinen wirklichen zeitlichen Rhythmus. Manchmal sind wir erst um drei Uhr in der Nacht bei einem Campingplatz angekommen. Irgendwann fragt man sich wirklich, welcher Tag gerade ist.“

3.600 Euro für soziale Projekte

Baehr erklärt: „In diesen Regionen gilt beim Campen das Jedermannsrecht. Man darf fast überall zelten. Der Platz muss mindestens 100 Meter vom nächsten Haus entfernt und darf nicht eingezäunt sein. Dadurch hatten wir keine Schwierigkeiten, Plätze zu finden. Obwohl wir beide keine typischen Camper sind, fiel es uns wesentlich leichter als befürchtet. Wir haben nur ein einziges Mal in einem Hotel in Petersburg übernachtet.“

Für die beiden Solinger Kadetten war es jedenfalls ein tolles Erlebnis, ob es die Landschaft in den Lofoten war, die zahlreichen Rentiere oder die gewaltigen Elche. Auf ihrer Tour haben sie 3.600 Euro gesammelt. Die kommen jetzt einem sozialen Projekt zugute.  Nach 17 Tagen und 9.782 km lautet das Fazit der beiden: „Jederzeit wieder.“

Stefan Seeger ließ beim Live-Painting vier gekrönte Frösche entstehen. Seeger malt immer in Mischfarben. „Reine Farben gibt es in der Natur nicht“, sagt der Künstler. (Foto: © Martina Hörle)
Stefan Seeger ließ beim Live-Painting vier gekrönte Frösche entstehen. Seeger malt immer in Mischfarben. „Reine Farben gibt es in der Natur nicht“, sagt der Künstler. (Foto: © Martina Hörle)

Das sagt sich auch Stefan Seeger. Der Künstler kniet vor einer großen Leinwand und setzt mit Acrylfarben die ersten Strukturen. Auf einer Fläche von 1,40 m x 1,60 m wachsen vier gekrönte Frösche heran. „Das Bild kann man von jeder Seite aus betrachten“, erklärt Seeger. Es trägt den Titel: „Die Welt ist bunt.“ Und so entsteht beim Live-Painting aus Türkis, Braun, Orange, Creme ein neues Werk. Interessierte Zuschauer beobachten, wie die Frösche mehr und mehr Leben bekommen.

Neue Frösche beim Live-Painting

„ich verwende nie die reinen Farben. Die gibt es in der Natur nicht. Sie werden bei mir immer gemischt“, sagt Maler Seeger. „Das ist ganz wichtig. So entstehen warme Töne. Wir leben in einer Umwelt mit gemischten Farben.“ Alles, was der Künstler in reinen Farben sieht, ist für ihn künstlich.

Das neue Werk kann nach Fertigstellung in Seegers Atelier an der Potsdamer Straße besichtigt werden.

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