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Josefine „Susi“ Meerkamp ist die älteste Handballerin der Welt

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Die Solingerin Josefine
Die Solingerin Josefine "Susi" Meerkamp ist die älteste aktive Handballspielerin der Welt und steht jetzt im Guiness Buch der Rekorde. (Foto: © WMTV)
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SOLINGEN (red) – Die Solingerin Josefine „Susi“ Meerkamp steht jetzt offiziell im Guiness Buch der Rekorde als „The Oldest Handball Player oft the World“. Die am 5. Juli 1944 geborene und immer noch aktive Handballspielerin des WMTV Solingen konnte sich mit diesem Titel einen langersehnten Traum erfüllen. „Ich bin unendlich stolz und dankbar, dass ich mein Hobby so lange mit so vielen lieben Spielern und Trainern teilen konnte“, sagt die 76-jährige Sportlerin und frischgebackene Weltrekordhalterin.

Meerkamp vornehmlich als Kreisläuferin aktiv

„Nach unserem Wissensstand gibt es wohl sonst keine weitere Dame, die in diesem respektablen Alter noch regelmäßig in unserem Handballsport aktiv ist – und das wurde uns nun durch die Guinness World Record Limited bestätigt“, freuen sich Birgit Renninger,  Meerkamps langjährige Freundin und Mitspielerin, sowie WMTV-Pressesprecher Daniel Konrad. Beide waren maßgeblich an der Beantragung der Auszeichnung beteiligt.

Zum Zeitpunkt der Beantragung des Weltrekordes war Josefine „Susi“ Meerkamp 75 Jahre alt. Für die Rekordbestätigung wurde das letzte offizielle Meisterschaftsspiel vom 16. Februar 2020 vor dem ersten Covid-19-Lockdown im vergangenen Jahr zugrunde gelegt. Allerdings war dies nicht das letzte Spiel der vornehmlich als Kreisläuferin eingesetzten Meerkampf.

Handballkarriere startete beim VfL Wald

Denn nach dem ersten Lockdown und in der schließlich vor kurzem abgebrochenen Saison 2020/2021 gab es noch weitere Meisterschaftsbegegnungen, wo sie ebenfalls aktiv auf „der Platte“ dabei war. Zum Zeitpunkt des letzten aktiven Spieles vor dem zweiten Lockdown, die Begegnung fand am 03. Oktober 2020 gegen die Damen des ATV Hückeswagen statt, war sie sogar bereits stolze 76 Jahre und 90 Tage alt.

„Susi“ Meerkamp wurde in Rodder in Rheinland-Pfalz geboren. Schon in jungen Jahren zog es sie in die Klingenstadt. Da der Handball für die damals 17-jährige Sportlerin schon immer zu ihrem Lieblingssportarten gehörte, war es anfangs enttäuschend für sie, dass es in Solingen zunächst keine geeignete Mannschaft gab. Aber das sollte sich im Spätfrühling des Jahres 1961 ändern, denn da erblickte die heutige Rekordhalterin einen Aushang des VfL Wald, der ihr Leben schließlich drastisch ändern sollte.

Mit dem Merscheider TV in die Verbandsliga

„Als ich durch die Stadt ging, bemerkte ich ein Plakat, auf dem ein Verein nach jungen Handballspielerinnen suchte. Da ich damals nach einem Mannschaftssport suchte – ich wollte keinen Einzelsport – und Handball schon immer interessiert war, kontaktiere ich die dort angegebene Telefonnummer. Am selben Abend, dem 15. Mai 1961, wurde ich zum Training eingeladen. Da ich keine Sportausrüstung oder Hallenschuhe hatte, organisierten meine zukünftigen Teamkollegen alles so, dass ich an diesem Tag meine erste Handball-Trainingseinheit erleben konnte“, erinnert sich die engagierte Handballerin.

Nach der Zeit beim VfL Wald wechselte sie zum Merscheider TV, wo sie im Laufe ihrer handballerischen Karriere ihren persönlichen sportlichen Höhepunkt, den Aufstieg in die Verbandsliga, erreichte. Ihr Trainer zu dieser Zeit war übrigens Heino Kirchhoff, der in den 90er-Jahren am Aufschwung des Solinger Handballs beteiligt war.

Meerkamp aktiv in der 3. Damenmannschaft des WMTV

Im Laufe ihrer weiteren Handballkarriere wechselte Meerkamp später zum DJK Vogelsang und anschließend zum SSC 95/98, wo sie unter anderem in der Bezirks- und Verbandsliga spielen konnte. Nach der Auflösung der letzten „Club-Mannschaft“, wechselte sie mit einigen Weggefährtinnen zum Wald-Merscheider TV, wo sie auch noch heute aktiv ist. Dort wurden dann unter ihrer Beihilfe im Sommer 2019 die 3. Damenmannschaft gegründet.

Ans Aufhören denkt Josefine Meerkamp derweil nicht, ausgebremst wird sie derzeit nur von der Corona-Pandemie. Im kommenden Herbst würde sie gerne in ihre 60. Handball-Saison gehen. Ohne Zweifel das „i-Tüpfelchen“ auf einer langen Handball-Karriere einer außergewöhnlichen Sportlerin.

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