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Kindermal- und –klangfest mit Lord Zauberwort

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Die Jury (v. li. Manuela Hoor, Christa Huberty mit Sohn Noah, Janine Werner, Fabakary Jobateh fehlt) hatte es dieses Jahr nicht leicht. Unter zahlreichen tollen Bildern musste sie sich für ein Siegerbild entscheiden. (Foto: © Martina Hörle)
Die Jury (v. li. Manuela Hoor, Christa Huberty mit Sohn Noah, Janine Werner, Fabakary Jobateh fehlt) hatte es dieses Jahr nicht leicht. Unter zahlreichen tollen Bildern musste sie sich für ein Siegerbild entscheiden. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – „Tim ist ein ganz normaler Junge aus Solingen.“ So begann in diesem Jahr die Geschichte beim traditionellen Kindermal- und –klangfest im Theater, das bereits zum 33. Mal stattfand. Christa Huberty und ihr Sohn Noah lasen gemeinsam von Lord Zauberwort und dem magischen Wasserwirbel. Diese Episode stammte aus dem Buch „Lord Zauberwort und der große Knall“ und war speziell für das Kinderfest auf Solingen abgestimmt worden. Die Erlebnisse von Tim und dem kleinen Zauberer fanden ihren Höhepunkt im Schwimmbad Vogelsang, in das die Linie 693 die beiden führte.

Bereits zum dritten Mal leitete Janine Werner vom Atelier AndersARTig die Malaktion. „Ich habe als Dreijährige selbst mitgemacht, damals bei Jan Boomers“, erinnerte sie sich lachend an das Thema: „Kinder malen ein Vogelscheuch.“ Jan Boomers hatte seinerzeit dieses Kinderfest selbst initiiert.

Traditionsfest schon zum 33. Mal

„Aufgabe der Kinder ist es, eine Szene oder Figur aus der gerade gehörten Geschichte zu malen“, erläuterte Manuela Hoor vom Kulturmanagement. Außerdem sollte das Blatt so weit wie möglich mit Farbe bedeckt sein. Nur ein schmaler weißer Rand ringsum war erlaubt. „Bei dem Fest können die Kinder mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen und auch selbst etwas gestalten“, beschrieb Hoor den Sinn der Veranstaltung. Hören, malen und rhythmische Übungen gehörten dazu.

Christa Huberty hatte das Buch gemeinsam mit ihrem Sohn geschrieben. Jetzt saßen beide auf der Bühne und lasen einen Auszug mit verteilten Rollen. Vor ihnen stand unter einer Glasglocke die Skulptur von Lord Zauberwort. Die Kinder waren begeistert. Besonders der große Wasserwirbel im Schwimmbad hatte es ihnen angetan.

Rund 150 Kinder hatten beim diesjährigen Kindermal- und –klangfest mitgemacht. Dabei waren viele zauberhafte Werke entstanden, die auf langen Tischreihen zum Trocknen lagen. (Foto: © Martina Hörle)
Rund 150 Kinder hatten beim diesjährigen Kindermal- und –klangfest mitgemacht. Dabei waren viele zauberhafte Werke entstanden, die auf langen Tischreihen zum Trocknen lagen. (Foto: © Martina Hörle)

Im Anschluss an die Geschichte suchten sich die kleinen Besucher einen freien Platz an einem der langen Maltische und malten eine Szene aus dem gerade Gehörten nach. Auf großen DIN A2-Bögen verwandelten sich leuchtende Acrylfarben in bezaubernde Werke. Bei den Bildern der Mädchen war wiederholt der kleine Zauberer in Tims Federmäppchen zu finden. Dort lag er anstelle des pinkfarbenen Stiftes.

Im Theater herrschte ein ständiges Kommen und Gehen. Bereits lange vor der Eröffnung standen schon 30 ungeduldige Kinder vor der Tür und warteten darauf, dass es endlich losging. Einige der Eltern erzählten, dass sie als Kinder ebenfalls mitgemacht hatten. Jetzt brachten sie ihren eigenen Nachwuchs zum Fest. Rund 150 Kinder zeigten in diesem Jahr ihre Malkünste.

150 Kinder zeigten ihre Malkünste

Während die einen ihre kleinen Kunstwerke auf Papier festhielten, fand nebenan im kleinen Kammermusiksaal fröhliches Trommeln mit Fabakary Jobateh statt. Der gebürtige Gambier ist freiberuflicher Lehrer im Bereich Kultur und Pädagogik. Seine Sprache ist der Rhythmus. Er hatte außer seinen Trommeln zahlreiche Rhythmusinstrumente mitgebracht. Die großen Besucher waren mindestens ebenso begeistert wie die kleinen und stellten gerne ihr musikalisches Talent unter Beweis.

Bild um Bild wanderte zum Trocknen auf eine der langen Tischreihen im Nebenraum. Beray hielt stolz ihr Bild in die Höhe. Die Neunjährige hatte Lord Zauberwort und den kleinen Tim gemalt. „Die Geschichte hat mir richtig gut gefallen“, lachte sie. Besonders die Erlebnisse im Schwimmbad fand sie total lustig.

Die achtjährige Melike Cicek hat das Gewinnerbild gemalt. Es zeigt den kleinen Tim mit Lord Zauberwort, der durch einen Zauber so klein wie eine Libelle geworden war. (Foto: © Veranstalter)
Die achtjährige Melike Cicek hat das Gewinnerbild gemalt. Es zeigt den kleinen Tim mit Lord Zauberwort, der durch einen Zauber so klein wie eine Libelle geworden war. (Foto: © Veranstalter)

Im Anschluss an das Fest übernahm eine sachkundige Jury die Aufgabe, die Bilder zu begutachten und das Siegerbild auszuwählen. Die Mitglieder der Jury, bestehend aus Manuela Hoor, Janine Werner Christa Huberty und Fabakary Jobateh, hatten es wirklich nicht leicht. Sich unter so vielen zauberhaften Bildern für eines entscheiden zu müssen, ist wahrhaftig keine einfache Aufgabe. „In diesem Jahr waren viele Kinder zum ersten Mal dabei“, so Janine Werner. Sie hatte im Vorfeld für die Malaktion eine Reihe kräftiger Farben mitgebracht und hielt diesmal auch neben den üblichen dickeren Pinseln einige feinere zum Ausprobieren bereit. „Man konnte an den Bildern ganz deutlich wesentlich mehr feingezeichnete Details sehen“, berichtete sie von dem Ergebnis.

Gewinnerbild von Melike Cicek

Die Preisverleihung für die kleinen Kunstwerke fand am Sonntag um 11 Uhr statt. Bis dahin kannte außer der Jury noch niemand das Siegerbild. Die Eltern kamen gemeinsam mit ihren Kindern, um die bis dahin getrockneten Werke abzuholen. Erst dann wurde die Entscheidung der Jury bekanntgegeben.

Gewonnen hatte diesmal die achtjährige Melike Cicek. Als sie von ihrem Sieg erfuhr, stand sie zuerst nur sprachlos da und brachte keinen Ton hervor. Danach war die Freude natürlich riesengroß. Das Bild wird im kommenden Jahr auf allen Werbeplakaten und Flyern für das nächste Mal- und Klangfest im ganzen Stadtbereich zu sehen sein.

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