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Klinikum: 10. Selbsthilfetag mit vielfältigen Gruppen

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Am Freitagabend wurde im Klinikum der Selbsthilfepreis vergeben: v.li. Dr. Ralf Buhl, Ärztlicher Direktor des Klinikums, Barbara Matthies, Geschäftsführerin des Klinikums, Karsten Funke-Kabus von „Dabei und mittendrin“, Ava Haupt und Xenia Eßbach vom
Am Freitagabend wurde im Klinikum der Selbsthilfepreis vergeben: v.li. Dr. Ralf Buhl, Ärztlicher Direktor des Klinikums, Barbara Matthies, Geschäftsführerin des Klinikums, Karsten Funke-Kabus von „Dabei und mittendrin“, Ava Haupt und Xenia Eßbach vom "Gendertreff" und Oberbürgermeister Tim Kurzbach. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Bereits zum zehnten Mal fand am Wochenende der Selbsthilfetag im Solinger Klinikum statt. 40 Selbsthilfegruppen und drei Sanitätshäuser zeigten ihr vielfältiges Angebot. „In Solingen gibt es 53 Selbsthilfegruppen. Wir würden uns natürlich sehr darüber freuen, wenn sie alle am Selbsthilfetag teilnehmen würden“, sagte Organisatorin Silvia Kettner. Bescheiden waren die Anfänge des Selbsthilfetages vor über zehn Jahren.

Damals startete man mit gerade mal zehn Gruppen auf dem Fronhof. Schnell wurde jedoch klar, dass ein neuer Ort für die Veranstaltung her musste, denn immer mehr Gruppen wollten mitmachen. Und so präsentierte sich am Samstag das Foyer des Klinikums bereits zum zehnten Mal bestens besucht. „Wir müssen aber unbedingt dafür sorgen, dass wir die Jugend aktivieren“, zeigte Kettner eine große Herausforderung für fast alle Selbsthilfegruppen auf.

Gruppen fehlt der Nachwuchs

Denn rücken keine jungen Leute nach, würden sich Selbsthilfegruppen früher oder später ganz einfach auflösen. Das sei zuletzt mehrfach vorgekommen, bedauerten die Verantwortlichen des Selbsthilfetages. „Mit der Problematik kämpfen wir bereits seit einiger Zeit“, erklärte Cornela Bartsch vom Stadtdienst Gesundheit. Sie ist Ansprechpartnerin bei der Stadt Solingen für alle Selbsthilfegruppen und unterstützt auch bei einer Neugründung.

Freuten sich über viele Besucher am Samstag im Klinikum: Cornelia Bartsch (li.) vom Stadtdienst Gesundheit und Silvia Kettner, Assistentin des Ärztlichen Direktors im Klinikum und Organisatorin des Selbsthilfetages. (Foto: © Bastian Glumm)
Freuten sich über viele Besucher am Samstag im Klinikum: Cornelia Bartsch (li.) vom Stadtdienst Gesundheit und Silvia Kettner, Assistentin des Ärztlichen Direktors im Klinikum und Organisatorin des Selbsthilfetages. (Foto: © Bastian Glumm)

Das Spektrum der in der Klingenstadt vertretenen Gruppen ist groß. Angefangen bei Selbsthilfegruppen rund um medizinische Themen wie beispielsweise Suchterkrankungen, Übergewicht und Ernährung, psychische Erkrankungen und Behinderungen, gibt es aber auch Gruppen wie den „Weißen Ring“, der sich mit Opfern von Verbrechen auseinandersetzt.

„Gendertreff“ bekam den Selbsthilfepreis

Während am Samstag im Klinikum an den zahlreichen Ständen nicht nur informiert, sondern auch ganz praktisch Medizinchecks angeboten wurden, wurde der diesjährige Selbsthilfepreis bereits am Freitag vergeben. Mit dem 1. Preis wurde der „Gendertreff“ ausgezeichnet. Platz zwei ging an den Verein „Dabei und mittendrin“.

„Für die Lebendigkeit und die Vielfalt unserer Gesellschaft stehen diese beiden Gruppen in ganz besonderem Maße. Die Stärke unserer Gesellschaft ist ihre Unterschiedlichkeit“, lobte Oberbürgermeister Tim Kurzbach am Abend der Preisverleihung.

Wer sich über Selbsthilfegruppen in Solingen informieren möchte, Auskünfte braucht oder vielleicht sogar selbst eine Gruppe ins Leben rufen will, der kann sich bei Cornelia Bartsch vom Stadtdienst Gesundheit melden.

E-Mail: c.bartsch@solingen.de

Tel.: 0212/290-2729

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