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Klinikum: Rund 8000 endoskopische Untersuchungen jährlich

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Die Oberärzte der Klinik für Gastroenterologie, Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Solingen mit ihrem Chef in der Endoskopie: v.li. Uwe Domogalski, Dr. Ute Stabenow-Lohbauer, Dr. Mechtild Langer, Dr. Lukas Schumacher und Chefarzt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach. Auf dem Foto fehlt Dr. Alain Ngomo. (Foto: © B. Glumm)
Die Oberärzte der Klinik für Gastroenterologie, Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Solingen mit ihrem Chef in der Endoskopie: v.li. Uwe Domogalski, Dr. Ute Stabenow-Lohbauer, Dr. Mechtild Langer, Dr. Lukas Schumacher und Chefarzt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach. Auf dem Foto fehlt Dr. Alain Ngomo. (Foto: © B. Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Die Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Innere Medizin im Klinikum Solingen zählt jährlich rund 8000 endoskopische Untersuchungen. Chefarzt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach führt diese gemeinsam mit seinen fünf Oberärzten durch. „Sie haben alle die entsprechende Qualifikation als Gastroenterologen“, betont Pfaffenbach. Ohne Endoskopieassistenten geht es aber nicht. „Wir haben selbstverständlich ein großes Team und das brauchen wir auch bei der Zahl an endoskopischen Untersuchungen“, so der Chefarzt weiter. In fünf Untersuchungsräumen können Mediziner und Assistenten an modernen Untersuchungsgeräten entsprechende Diagnosen erstellen und auch Behandlungen durchführen. Das nicht nur an Wochentagen, denn die Abteilung unterhält einen Bereitschaftsdienst. „Wir haben tatsächlich eine ganze Reihe an Notfällen, da kommen im Jahr schon mehrere Hundert zusammen“, macht Prof. Dr. Pfaffenbach deutlich.

Chirurgische Eingriffe sind seltener geworden

Grundsätzlich unterteilt Boris Pfaffenbach seine Patienten in zwei große Gruppen. „Die eine Gruppe kommt mit unklaren Magenschmerzen zu uns. Die anderen Patienten kommen dagegen meist ganz gezielt und mit Überweisung“, so der Gastroenterologe. Während bei der erstgenannten Gruppe in der Regel zunächst die gesamte diagnostische Bandbreite aufgerufen werden muss, könne man bei Patienten der zweiten Gruppe meist direkt ganz gezielt vorgehen.

Prof. Dr. Boris Pfaffenbach ist Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Solingen. (Foto: B. © Glumm)
Prof. Dr. Boris Pfaffenbach ist Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Allgemeine Innere Medizin am Klinikum Solingen. (Foto: © B. Glumm)

Inzwischen ist es längst nicht mehr so, dass man bei akuten und unklaren Magenschmerzen zwangsläufig im Operationssaal landen würde. „Bei vielen entzündlichen Krankheitsbildern spielt die Chirurgie kaum noch eine Rolle. Vieles wird medikamentös behandelt“, macht Prof. Dr. Boris Pfaffenbach deutlich. Im Rahmen der interventionellen Endoskopie werden zudem Eingriffe über die Arbeitskanäle der Endoskope mittels von außen steuerbarer Instrumente durchgeführt.

Interventionelle Endoskopie ermöglicht direkte Behandlung

Dazu gehören unter anderem die Implantation von Stents in den Gallenwegen und im Darm oder aber das Überbrücken von so genannten Varizen (Krampfadern) in der Speiseröhre bei Patienten mit chronischen Lebererkrankungen. Vielfach haben es die Mediziner im Klinikum mit Blutungen zu tun, aber auch verschluckte Gegenstände seien keine Seltenheit, so Professor Pfaffenbach. Als Haus der Maximalversorgung bietet das Klinikum zudem Spezialuntersuchungen wie die Endosonographie (Ultraschalluntersuchung innerhalb des Körpers) oder die Radiofrequenzablation (Zerstörung von Gewebe mittels großer Hitze) an.

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Die Abteilung ist zudem fest in das Solinger Darm- und Pankreaszentrum eingebunden. So stehen Vorsorgeuntersuchungen in Sachen Darmkrebs fast jeden Tag auf dem Programm. „Und natürlich sind wir auch insofern eingebunden, dass wir einen Befund endoskopisch abklären in Hinblick auf die Therapie“, so Prof. Pfaffenbach weiter. Ende vergangenen Jahres wurde das Darm- und Pankreaszentrum rezertifiziert. „Übrigens das einzige nach den Spielregeln der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Zentrum im gesamten Umkreis“, so Chefarzt Prof. Dr. Boris Pfaffenbach nicht ohne Stolz.

Voraussetzungen für die Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft:

  • Enge Kooperation aller an der Behandlung beteiligten Disziplinen, z.B. in regelmäßigen Qualitätszirkeln
  • Wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz unter Beteiligung aller an der Behandlung beteiligten Disziplinen wie z.B. Onkologie, Chirurgie, Pathologie, Radiologie, Strahlentherapie
  • Spezifische Vorgaben zur Qualifikation der beteiligten Ärzte
  • Erreichen von Mindestfallzahlen im Zentrum
  • Vorgaben zum Qualitätsniveau im Zentrum, z.B. bei niedrige Komplikationsraten, schnelle Diagnostik
  • Betreuung der Patienten durch onkologische Fachpfleger, Psychoonkologen und Sozialarbeiter
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen für die Patienten; Ermittlung der Patientenzufriedenheit durch eine Patientenbefragung und durch Beschwerdemanagement
  • Einbindung von Selbsthilfegruppen
  • Beteiligung an wissenschaftlichen Studien
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