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„Leben braucht Vielfalt“ mit kunterbuntem Programm in der City

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Es ist angerichtet! Wer das Fest
Es ist angerichtet! Wer das Fest "Leben braucht Vielfalt" am Samstag hungrig verlassen hat, der war es auch selbst schuld. Denn "Vielfalt" war auch beim kulinarischen Angebot Programm. (Foto: B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Zum 15. Mal fand am Samstag das Internationale Kultur- und Umweltfest „Leben braucht Vielfalt“ in der Solinger City statt. Rund um den Fronhof und den Alten Markt präsentierten sich an rund 100 Ständen zahlreiche Vereine und Initiativen. Insgesamt machten rund 100 Gruppierungen mit. Auf zwei Bühnen gab es den ganzen Tag Musik- und Tanzvorführungen der unterschiedlichsten Gruppen aus aller Herren Länder zu sehen. Denn „Vielfalt“ wurde natürlich durchaus wörtlich genommen. Das Fest hat sich längst zu einem echten Jahrmarkt der Kulturen mit kunterbunten Angeboten für Alt und Jung entwickelt. Entsprechend groß war der Betrieb bei bestem Wetter am Samstag in der Innenstadt.

„In Solingen leben Menschen aus 136 Nationen“

Stand das Fest im vergangenen Jahr noch stark unter dem Eindruck der Willkommenskultur und des Ankommens neuer Menschen in der Klingenstadt, wählte man für die Veranstaltung am Samstag das Motto „Meine.Deine.Eine Welt.“. „In Solingen leben Menschen aus 136 Nationen. Das ist fast drei Viertel aller Länder, die es auf der Welt gibt“, freute sich Nasser Firouzkhah, Vorsitzender des Solinger Integrationsrates. Veranstalter von „Leben braucht Vielfalt“ ist traditionell der Stadtdienst Integration, unterstützt von vielen weiteren Vereinen und Institutionen.

Die Trommlergruppe "Kanguka" aus Burundi wirbelte auf der Bühne Fronhof und heizte dem Publikum zur Mittagszeit ordentlich ein. (Foto: B. Glumm)
Die Trommlergruppe „Kanguka“ aus Burundi wirbelte auf der Bühne Fronhof und heizte dem Publikum zur Mittagszeit ordentlich ein. (Foto: B. Glumm)

Kulturelle Vielfalt sowie Ökologie und Umweltbewusstsein

Los ging es am Samstag um 11 Uhr auf dem Fronhof mit der Auftaktveranstaltung. Die Trommlergruppe „Kanguka“ aus Burundi, die mit einer eindrucksvollen Vorführung ihr Publikum begeisterte, heizte schon zu Beginn ordentlich ein. Beigeordnete Dagmar Becker sprach zum Auftakt einige Worte. „Die hier vertretenen Initiativen und Vereine engagieren sich für soziale und auch ökologische Projekte. Sie sind diejenigen, die die großen aktuellen Herausforderungen annehmen“, so die Schuldezernentin. Neben den vielen Kulturvereinen, zeigten auch verschiedene städtische Institutionen, aber auch Organisationen wie Amnesty International, die Europa-Union oder die Verbraucherzentrale ihr Leistungsportfolio. Denn zusätzlich zum Thema „kulturelle Vielfalt“ wurde auch das Spektrum „Ökologie und Umwelt“ in den Mittelpunkt gestellt.

Der Freundeskreis Solingen / Ness Ziona war auch zur 15. Auflage von „Leben braucht Vielfalt“ mit einem Stand auf dem Fronhof vertreten. Seit genau 30 Jahren setzt sich der Verein aktiv für die Städtepartnerschaft mit Ness Ziona in Israel ein. „Für uns ist das immer wieder eine tolle Gelegenheit, das Land Israel vorzustellen“, betonte Bernd Krebs, Vorsitzender des Freundeskreises. So gab es am Stand zahlreiche Infos zum jüdischen Staat im Allgemeinen und zu Ness Ziona im Speziellen. Dass die Standnachbarn fast ausnahmslos Gruppen mit muslimischen Hintergrund waren, war für die Israelfreunde sowieso kein Problem. Und auch die Festbesucher muslimischen Glaubens sahen das vollkommen entspannt. Man ging freundschaftlich und harmonisch miteinander um. „Und das ist ja auch das Tolle an diesem Fest“, freute sich Bernd Krebs.

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