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Lukas Klinik: Krebs erkennen mittels Flüssigbiopsie

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Professor Dr. Ulrich Mahlknecht ist Chefarzt der Onkologie und Hämatologie an der St. Lukas Klinik. Er ist vom Verfahren der Flüssigbiopsie überzeugt. (Foto: © Bastian Glumm)
Professor Dr. Ulrich Mahlknecht ist Chefarzt der Onkologie und Hämatologie an der St. Lukas Klinik. Er ist vom Verfahren der Flüssigbiopsie überzeugt. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Muss der Mediziner bei einer Krebserkrankung eine Probe eines Tumors entnehmen, so kann das durchaus schwierig werden. Denn unterschreitet die Geschwulst eine bestimmte Größe, wird es problematisch, dort mittels einer Nadel eine Probe zu entnehmen. Gleiches gilt für Tumore in schwierig zugänglichen Bereichen des Körpers, wie beispielsweise in Lunge und Brustkorb.

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Denn diese sind aufgrund der Atmung immer in Bewegung. In der Ohligser St. Lukas Klinik will man deshalb mit dem Flüssigbiopsie-Verfahren neue Wege gehen. „In solchen Fällen mussten selbst für kleine Proben große Operationen durchgeführt werden. Das würde dann durch eine einfache Blutentnahme ersetzt werden“, erklärt Professor Dr. Ulrich Mahlknecht, Chefarzt der Onkologie und Hämatologie an der St. Lukas Klinik.

Tumore hinterlassen im Blut Spuren

Das neuartige Verfahren kommt für rund zehn Prozent der Patienten in Frage und ist seit gut zwei Monaten in der Lukas Klinik in Gebrauch. Ähnlich wie bei Viren- oder Bakterienerkrankungen hinterlassen auch Tumore im Blut ihre Spuren. Mit der Flüssigbiopsie sind sie im Blutkreislauf nachweisbar.

Das Verfahren der Flüssigbiopsie findet im Labor statt. Dem Patienten muss nur Blut abgenommen werden. Somit reduziert man Risiken, denn sonst müsste operiert werden. (Foto: © Bastian Glumm)
Das Verfahren der Flüssigbiopsie findet im Labor statt. Dem Patienten muss nur Blut abgenommen werden. Somit reduziert man Risiken, denn sonst müsste operiert werden. (Foto: © Bastian Glumm)

Das Verfahren findet ausschließlich im Labor statt und ist recht aufwändig, berichtet Professor Dr. Ulrich Mahlknecht. „Aber es bringt uns sehr weit voran. Und das ohne, dass man den Patienten mit einem großen Risiko operieren müsste“, macht der Chefarzt deutlich. Durch regelmäßige Blutentnahmen ist zudem ein Monitoring mit engmaschiger Beobachtung möglich.

Wecker: „Noch nicht Teil der festen Vergütung“

„Wir wagen uns hier in ein Gebiet vor, das noch nicht Teil der festen Vergütung ist“, zeigt Krankenhaus-Direktor Joahnnes Wecker ein konkretes Problem auf. Denn die Methode ist so neu, dass die Krankenkassen das Verfahren noch nicht abdecken. Aber auch hier hat man in der Lukas Klinik eine Lösung parat. Das Lungennetzwerk NOWEL, ein Zusammenschluss aus Experten, wird für den Patienten vorab klären, ob die Krankenkassen letztlich die Kosten einer Flüssigbiopsie übernehmen.

Eine Krankenkasse hat mit NOWEL bereits einen Vertrag über die Anwendung der Flüssigbiopsie abgeschlossen. „Einige Kostenträger gehen damit sehr sinnvoll um und wir hoffen, dass andere auf den Zug aufspringen werden“, so Johannes Wecker. Für Professor Dr. Ulrich Mahlknecht ist die Flüssigbiopsie eine wegweisende Methode. „In ferner Zukunft wird die Diagnose nur noch über eine Blutentnahme vonstattengehen“, ist er sich sicher.

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