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LVR: Psychiatrische Klinik an der Frankenstraße eröffnet

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Am Dienstag eröffnete der LVR ein psychiatrisches Behandlungszentrum mit 40 stationären Plätzen an der Frankenstraße. (Foto: © Bastian Glumm)
Am Dienstag eröffnete der LVR ein psychiatrisches Behandlungszentrum mit 40 stationären Plätzen an der Frankenstraße. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Über 40 stationäre Plätze verfügt das psychiatrische Behandlungszentrum der LVR-Klinik Langenfeld, das am Dienstag an der Frankenstraße eröffnet wurde. Der Neubau, in den der Landschaftsverband Rheinland (LVR) rund zehn Millionen Euro investiert hat, befindet sich somit nur einen Steinwurf vom Städtischen Klinikum entfernt. Die 40 stationären Behandlungsplätze waren bisher in Langenfeld untergebracht. Diese werden jetzt in Solingen angeboten und das an zentraler Stelle in der Stadt.

40 stationäre Behandlungsplätze

„In unserem Behandlungszentrum werden sich Alt und Neu zukünftig zu einem umfassenden und wohnortnahen Angebot psychiatrischer Hilfen verbinden. Das Neue ist unser stationäres Angebot und direkt nebenan setzt das gerontopsychiatrische Zentrum – das ,Alte´ mit Tagesklinik und Ambulanz – seine erfolgreiche Arbeit fort“, sagte Martina Wenzel-Jankowski, LVR-Dezernentin für den Klinikverbund. Zusätzlich zum 24-Stunden-Angebot werden in der Klinik an der Frankenstraße zwei allgemeinpsychiatrische Ambulanzen ihre Arbeit aufnehmen. Von den 40 Betten stehen im Erdgeschoss 16 für Patienten mit Depressionen und Burn-Out-Erkrankungen bereit.

Vernetzung von disziplinübergreifenden Angeboten

Auf der Station in der oberen Etage mit weiteren 24 Betten werden Menschen mit anderen psychischen Erkrankungen behandelt. „Die enge Nachbarschaft mit dem somatischen Krankenhaus bietet die Chance der Schaffung von vernetzten, integrierten und disziplinübergreifenden Behandlungsangeboten. Die Solinger Patientinnen und Patienten werden von der hoffentlich engen Zusammenarbeit und räumlichen Nähe der verschiedenen Disziplinen profitieren können“, betonte Martina Wenzel-Jankowski.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (re.) äußerte am Dienstag die Hoffnung, dass mit der neuen Klinik der Depression auch etwas das gesellschaftliche Stigma genommen werden kann. (Foto: © Bastian Glumm)
Oberbürgermeister Tim Kurzbach (re.) äußerte am Dienstag die Hoffnung, dass mit der neuen Klinik der Depression auch etwas das gesellschaftliche Stigma genommen werden kann. (Foto: © Bastian Glumm)

Der Depression das gesellschaftliche Stigma nehmen

Eine Hoffnung, die man natürlich auch im Klinikum teilt. Das LVR-Behandlungszentrum richtet sich primär an Menschen aus der Klingenstadt. Mussten diese bisher in die Klinik in Langenfeld, habe man nun endlich eine Anlaufstelle im Herzen der Klingenstadt. „Wir schieben unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht mehr ab, wir schicken sie nicht mehr weg“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach in seiner Ansprache. Er äußerte zudem die Hoffnung, dass die Platzierung des Behandlungszentrums auf dem „Campus“ des Klinikums den Themenkomplex „Depression und psychische Erkrankungen“ etwas mehr in das Bewusstsein der Bevölkerung transportieren kann.

„Deswegen ich bin sehr glücklich, dass es uns gelungen ist, dieses wunderbare Haus genau an diesen Platz zu setzen. Wir brauchen nicht das Wegschieben, wir brauchen die Inklusion mitten in die Herzen und die Köpfe unserer Gesellschaft. Die Eröffnung dieses Hauses ist ein Hoffnungszeichen“, so Kurzbach. Denn nach wie vor sei eine psychische Erkrankung mit gesellschaftlichen Stigmata verbunden.

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