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Mit NABU auf der Herbstwanderung durch Meigen

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Nach einer Stunde Wanderung durch grünes pflanzenreiches Gebiet machte die Wandergruppe der NABU-Herbstwanderung erst mal eine kleine Rast. An diesem Platz führt der Bergische Panoramaweg vorbei. (Foto: © Martina Hörle)
Nach einer Stunde Wanderung durch grünes pflanzenreiches Gebiet machte die Wandergruppe der NABU-Herbstwanderung erst mal eine kleine Rast. An diesem Platz führt der Bergische Panoramaweg vorbei. (Foto: © Martina Hörle)
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SOLINGEN (mh) – Jedes Jahr organisiert der NABU vier Jahreswanderungen, eine pro Jahreszeit. Am letzten Sonntag fand die Herbstwanderung durch das schöne Meigen statt. Eine Gruppe von rund 25 Wanderlustigen hatte sich um Edeltraut Krüger versammelt. Die Vorsitzende des Naturschutzbundes leitete die gemeinsame Exkursion, die, ausgehend vom Treppenbach, über Meigen und Papiermühle vorbei am Alten Bau bis zurück zum Treppenbach führte. „Die Strecke ist immer gleich“, erläuterte Krüger“ „So kann man feststellen, wie sich die Natur in ihrer jeweiligen Zeit verändert.“

Zu jeder Jahreszeit eine Wanderung

Der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) setzt sich auf vielfältige Weise für die Natur ein. Zu seiner Arbeit gehören neben praktischen Maßnahmen wie Landschaftspflege ebenfalls Vorträge oder Exkursionen. Eine wichtige Aufgabe sieht Krüger darin, auch Kindern die Natur näher zu bringen. Die Vorsitzende des Naturschutzbundes betreut drei Jugendgruppen.

Neben Edeltraut Krüger war Kreisgruppensprecherin Sibylle Hauke vom BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland) dabei. Hauke verfügt über umfangreiche Kenntnisse in der Pflanzenwelt. „Ich verstehe auch etwas von Pilzen“, gab sie bekannt. „Aber nicht so viel, dass ich eine Verzehrempfehlung geben würde.“

Nach Auflösung der Morgennebel hatten die Wanderer einen wunderbaren Blick in die Ferne. (Foto: © Martina Hörle)
Nach Auflösung der Morgennebel hatten die Wanderer einen wunderbaren Blick in die Ferne. (Foto: © Martina Hörle)

Krüger und Hauke bildeten ein eingefleischtes Team und wechselten sich gerne mit ihren interessanten Informationen ab. Es war ein sehr harmonisches Miteinander. Auf der zweieinhalb Stunden dauernden Wanderung erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes, trugen aber auch eigene Erfahrungen bei.

Schon nach ein paar Minuten gab es den ersten Halt. Sibylle Hauke hatte ein Pfaffenhütchen gesehen. „Das ist ein häufig vorkommender Strauch“, erklärte sie. „Man muss aber aufpassen Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe.“ Nur wenig später entdeckte sie unter einem Baum einen Pilz mit goldgelber Färbung. Als sie den Baum hochschaute, nickte sie zustimmend. Was hatte das zu bedeuten? Neugierig kamen die Wanderer näher. „Das ist ein Goldröhrling. Wo der wächst, muss man nur hochschauen und sieht … eine Lärche.“

Im Herbst üppiger Pilzwuchs

Morgennebel begleiteten die Gruppe der Wanderer und gaben der Natur etwas Geheimnisvolles. „Im Sommer waren viel mehr Vögel zu beobachten“, bemerkte Edeltraut Krüger. „Jetzt im Herbst sind nur wenige da. Doch sieht man dafür wesentlich mehr Pilze.“

Da wartete schon der nächste – eine Herbst-Lorchel, ein seltsam anmutendes bizarr geformtes Gewächs. Eine üppig wachsende Salbei-Gamander begrünte den Wegrand. Noch zeigte sie einige Blüten. „Die Gamander ist mit der Taubnessel verwandt“, wusste Krüger zu berichten. „Imker mögen diese Pflanze.“

(v. li.) Edeltraut Krüger (NABU) und Sibylle Hauke (BUND) wussten viel Interessantes über Pflanzen und Pilze zu berichten. Es war eine vergnügliche und zugleich lehrreiche Wanderung. (Foto: © Martina Hörle)
(v. li.) Edeltraut Krüger (NABU) und Sibylle Hauke (BUND) wussten viel Interessantes über Pflanzen und Pilze zu berichten. Es war eine vergnügliche und zugleich lehrreiche Wanderung. (Foto: © Martina Hörle)

Und weiter ging es über den Zedernweg zur Hofschaft Meigen. Talitha, die zweieinhalb Jahre alte Hündin lief munter nebenher. Gefragt nach der Rasse antwortete ihr Frauchen mit einem Augenzwinkern: „Rumänische Straßenmischung.“

Viel gab es hier zu sehen, wie die indische Scheinbeere, die Knoblauchrauke und den Frauenmantel: Zu allem konnten Krüger und Hauke viele Details berichten. Wie üblich im Bergischen ging es ständig bergauf und wieder bergab. Mittlerweile hatten sich die leichten Nebel gelichtet. Die Sonne schien zwischen Bäumen hindurch. Ihre Strahlen auf leuchtenden Blättern in Orange und Rot gaben ein wunderbares Farbenspiel.

Beliebte Bienenweide – das Büschelschön

Eine mit lilafarbenen Blumen bedeckte Wiese erinnerte ein bisschen an Lavendelfelder. „Das ist Büschelschön“, konnte Hauke berichten. „Die Pflanze wird als Bienenweide gerne von Imkern gepflanzt.“ Schmetterlinge schienen sie auch zu mögen. Ein kleiner Fuchs taumelte im Sonnenschein und ließ sich dann auf einer Blüte nieder. „Ich kenne diese Strecke schon von früher sehr gut“, verriet Krüger. Fünfzehn Jahre hat sie in dieser Gegend gewohnt.

Die Vierbeiner der Hunderunde Leverkusen nahmen bereitwillig für ein Gruppenfoto Aufstellung. Die private Hundegruppe war auf einer Erkundungstour durch das schöne Meigen. (Foto: © Martina Hörle)
Die Vierbeiner der Hunderunde Leverkusen nahmen bereitwillig für ein Gruppenfoto Aufstellung. Die private Hundegruppe war auf einer Erkundungstour durch das schöne Meigen. (Foto: © Martina Hörle)

An einem Rastplatz ließ sich die Gruppe auf den breiten Bänken nieder und genoss die fantastische Aussicht über das Bergische Land. An diesem Platz führt der neue Fahrradweg, der Bergische Panoramaweg, vorbei. Während der Rast kamen Mitglieder der Hunderunde Leverkusen vorbei. Sie waren gemeinsam mit ihren Vierbeinern ebenfalls auf einer Erkundungstour durch Meigener Gebiet. Netterweise waren alle Hunde mit einem Gruppenfoto einverstanden.

Weiter ging es durch den Wald. Alte moosbewachsene Baumstümpfe waren mit üppigen Pilzgruppen übersät. Wieder wusste Sibylle Hauke Interessantes mitzuteilen: „Das hier ist ein Zunderschwamm. Der wurde früher nach dem Sammeln getrocknet und dann zum Heizen verwendet.“

Im November Winterwanderung

In guter Stimmung und um viele interessante Informationen reicher kam die Gruppe schließlich wieder am Treppenbach an. Wer bei der Winterwanderung dabei sein möchte, sollte sich den 12. November merken. Nähere Informationen gibt es auf der Homepage. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Volksbank Bergisches Land

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