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Neue Formen der Baumbestattung auf dem Burg-Friedhof

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Andreas Brühne ist Sachgebietsleiter der städtischen Friedhofsverwaltung. Im neuen Begräbniswald auf dem Burg-Friedhof konnte er bereits eine Bestattung umsetzen. (Foto: © B. Glumm)
Andreas Brühne ist Sachgebietsleiter der städtischen Friedhofsverwaltung. Im neuen Begräbniswald auf dem Burg-Friedhof konnte er bereits eine Bestattung umsetzen. (Foto: © B. Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Im direkten Vergleich mit dem städtischen Parkfriedhof in Gräfrath nimmt sich der 2015 von der evangelischen Gemeinde Wermelskirchen erworbene und jetzt kommunale Friedhof Burg eher bescheiden aus. Gut 300 Verstorbene  können auf dem Friedhof an der Solinger Straße ihre letzte Ruhe finden, in Gräfrath ist Platz für mehrere tausend. Nichtsdestotrotz erfreut sich der Burger Friedhof zunehmender Beliebtheit.

Seit Anfang 2016 haben dort fast 20 Verstorbene ihre letzte Ruhestätte gefunden. In Burg bietet die städtische Friedhofsverwaltung mit dem Begräbniswald und einer neuen Art der Baumbestattung jetzt zwei neue Formen der Bestattung an. „Der Trend zur Urne ist groß und die individuellen Wünsche der Leute werden vielfältiger“, weiß Andreas Brühne, Sachgebietsleiter der kommunalen Friedhofsverwaltung in Solingen, zu berichten. Unlängst wurden deshalb in Burg bereits Urnenrasendoppelgrabstätten angeboten.

Eine neue Form der Baumbestattung wird ebenfalls auf dem Burg-Friedhof angeboten. Bis zum Frühjahr soll hier ein Rasen gewachsen sein. (Foto: © B. Glumm)
Eine neue Form der Baumbestattung wird ebenfalls auf dem Burg-Friedhof angeboten. Bis zum Frühjahr soll hier ein Rasen wachsen. (Foto: © B. Glumm)

Baumbestattung: Urnen in einer Röhre im Boden

Bei der neuen Baumbestattung werden die Urnen in eine Röhre in den Boden eingelassen. Als Grabstein fungiert eine metallene Platte, die die Röhre abschließt. Auf dieser können die Daten des Verstorbenen eingraviert werden. „Im Frühjahr wird dieser Bereich eine Rasenfläche sein“, so Brühne. Sehr viel rustikaler geht es in einem eigens abgesteckten Waldareal direkt neben dem Friedhof zu. Dort ist der Begräbniswald. Eine erste Bestattung konnte Andreas Brühne hier bereits umsetzen. „Es sieht hier wirklich aus wie in einem Wald. Nicht so aufgeräumt. Jeder Baum hier geht grundsätzlich als Bestattungsbaum“, erklärt der städtische Friedhofsbeauftragte. Rund 150 Urnenbestattungen seien in diesem Bereich möglich. Anstelle eines Grabsteins sind dort Steinstelen oder Findlinge möglich.

Bepflanzung im Begräbniswald dem Ort angemessen

Bei einer Bepflanzung müssen sich die Angehörigen jedoch an gewissen Spielregeln halten. „Eine Bepflanzung muss dem Ort angemessen sein. So sind Waldpflanzen durchaus möglich“, macht Andreas Brühne deutlich. Im Begräbniswald wird pro Baum direkt Platz für insgesamt vier Urnen gekauft. In Kürze soll die Zuwegung zum Areal verbessert werden. Sonst bleibt der Begräbniswald aber so naturbelassen, wie er ist. Von den insgesamt rund 300 Begräbnisplätzen des Burg-Friedhofes sei derzeit etwa die Hälfte belegt.

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