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Ordnungspartnerschaft: Stadt und Polizei rücken enger zusammen

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Ordnungsdezernent Jan Welzel (li.) unterschrieb am Donnerstag für die Stadt Solingen die Kooperationsvereinbarung mit der Polizei, die Robert Hall, Leiter der Polizeiinspektion Solingen, ebenso unterzeichnete. (Foto: © B. Glumm)
Ordnungsdezernent Jan Welzel (li.) unterschrieb am Donnerstag für die Stadt Solingen die Kooperationsvereinbarung mit der Polizei, die Robert Hall, Leiter der Polizeiinspektion Solingen, ebenso unterzeichnete. (Foto: © B. Glumm)

SOLINGEN (bgl) – Die Stadt Solingen und die Polizei werden ihre Ordnungspartnerschaft intensivieren und weiter ausbauen. Eine entsprechende Vereinbarung unterschrieben am Donnerstag Ordnungsdezernent Jan Welzel und Robert Hall, Leiter der Polizeiinspektion Solingen. „Wir arbeiten bereits seit Jahren in einer Ordnungspartnerschaft zusammen“, betonte Hall.

Diese wird jetzt vor allem mit einer Ausbildungskooperation deutlich erweitert. Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) einen Monat bei der Solinger Polizei hospitieren und mit auf Streife gehen. „In dieser Phase der Ausbildung geben wir den neuen Kräften die Gelegenheit, die Polizeiarbeit kennenzulernen“, so Hall weiter. Und das ganz praktisch auf der Straße gemeinsam mit erfahrenen Polizeibeamten.

An die professionelle Polizeiarbeit anknüpfen

Ordnungsdezernent Jan Welzel betonte, dass man seitens des Stadtdienstes Ordnung keine Kriminalitätsbekämpfung vornehmen werde. Dies bleibe Kernaufgabe der Polizei. „Aber wir wollen an die professionelle Polizeiarbeit anknüpfen, es gibt viele Schnittstellen“, machte Welzel deutlich. Bis zum Jahr 2021 will die Stadt ihr Personal im Kommunalen Ordnungsdienst aufstocken und 16 Stellen einrichten.

Derzeit gibt es vier besetzte Stellen. Vier weitere Mitarbeiter befinden sich in der Ausbildung. „Uns geht es darum, Menschen zu haben, die mit dieser Aufgabe verantwortungsbewusst umgehen“, sagte Jan Welzel. Die Praktika bei der Polizei sollen dazu beitragen.

Ordnungspartnerschaft ein Projekt mit Modellcharakter

Mit dem Ausbau der Ordnungspartnerschaft habe man seitens Stadt und Polizei ein Vorzeigeprojekt auf die Beine gestellt, was es in einer Großstadt unter 200.000 Einwohnern in der Form noch nicht gebe. „Das wird ein Modell sein, was uns andere Kommunen nachmachen werden“, war Udo Stock, Leiter des Stadtdienstes Ordnung, am Donnerstagnachmittag überzeugt.

Udo Stock ist Leiter des Stadtdienstes Ordnung in Solingen. (Foto: © B. Glumm)
Udo Stock ist Leiter des Stadtdienstes Ordnung in Solingen. (Foto: © B. Glumm)

Im Rahmen der Ausbildung sollen die Nachwuchskräfte dann auch in den Dienstgruppen eingesetzt werden. „Wechseldienst ist wichtig, damit man die Stadt auch abends und nachts kennenlernt“, so Jan Welzel. Robert Hall ergänzte: „Ich möchte auch, dass die im Bereich des Bezirksdienstes hospitieren.“

Solingens Parkanlagen derzeit besonders im Blick

Derweil wird die Arbeit von Polizei und Kommunalen Ordnungsdienst nicht einfacher. Vor allem das subjektive Sicherheitsgefühl der Bürger habe in der jüngeren Vergangenheit gelitten. Zuletzt waren es vor allem Solingens Parks, die oftmals als Angsträume wahrgenommen wurden. „Wir reagieren auf Beschwerden der Bürger“, sagte Jan Welzel. Udo Stock forderte die Bürger sogar aktiv dazu auf, sich bei der Stadt zu melden, wenn sie etwas Besorgniserregendes beobachten.

„Wenn der Bürger sich an die Stadt wendet, dann funktioniert es auch“, so der Leiter des Ordnungsamtes. Polizei und Stadt betonten gleichermaßen, vor allem auf die Parkanlagen derzeit ein ganz besonderes Auge zu werfen. „Wir werden allerdings keine flächendeckende Vollüberwachung der Stadt gewährleisten können“, unterstrich Jan Welzel.

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