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Pfarrkirche St. Katharina übergibt Gemälde an St. Lukas Klinik

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(v. li. Johannes Wecker, Matthias Pohl, Veronika Tappert, Jens H. Robra) Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten geht heute das Bild des Heiligen Lukas als Dauerleihgabe an die St. Lukas Klinik. Es war bei Dachstuhlreparaturen an der Pfarrkirche St. Katharina in Wald gefunden worden. (Foto: © Martina Hörle)
(v. li. Johannes Wecker, Matthias Pohl, Veronika Tappert, Jens H. Robra) Nach umfangreichen Restaurationsarbeiten geht heute das Bild des Heiligen Lukas als Dauerleihgabe an die St. Lukas Klinik. Es war bei Dachstuhlreparaturen an der Pfarrkirche St. Katharina in Wald gefunden worden. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – Ein 2012 bei Renovierungsarbeiten im Dachstuhl der Pfarrkirche St. Katharina gefundenes großformatiges Gemälde wird nach umfangreichen und aufwändigen Restaurationsarbeiten heute offiziell der St. Lukas Klinik übergeben. In einer kleinen Feierstunde treffen sich Vertreter der Kirchengemeinden Wald und Ohligs sowie der St. Lukas Klinik.

Enthüllung im Rahmen einer Feierstunde

Krankenhaus-Direktor Johannes Wecker begrüßt die Gäste zur Enthüllung und Vorstellung des Gemäldes. In kurzen Worten schildert er den Werdegang des Bildes von der Entdeckung bis zur Übergabe. Gefunden hatte das Bild ein Zimmermann bei Renovierungsarbeiten am Dachstuhl der Pfarrkirche St. Katharina in Wald. Der Künstler konnte nicht ermittelt werden, wohl aber das Entstehungsjahr 1764. Die Denkmalschutzbehörde stufte das Bild als unbedingt erhaltenswert ein. Vor zwei Jahren beauftragte man das Atelier zur Mühle in Rommerskirchen mit der Restaurierung, die jetzt von der Restauratorin Sabine Allroggen erfolgreich abgeschlossen wurde.

Pfarrer Meinrad Funke würdigt die Verdienste von Hans Tappert, der das Projekt angestoßen und so lange wie möglich begleitet hat. Im Februar verstarb Tappert. (Foto: © Martina Hörle)
Pfarrer Meinrad Funke würdigt die Verdienste von Hans Tappert, der das Projekt angestoßen und so lange wie möglich begleitet hat. Im Februar verstarb Tappert. (Foto: © Martina Hörle)

Das Gemälde zeigt den Apostel und Evangelisten Lukas als Maler. Sein Motiv ist die Muttergottes mit dem Jesuskind auf dem Arm. Zu Lukas Füßen liegt ein Stier als Attribut des Heiligen und Evangelisten in der bildlichen Darstellung. Wegen seiner Schilderung von Maria in den ersten Kapiteln seines Evangeliums gilt der Heilige als Marienverehrer und wird oft als Maler von Marienbildern dargestellt.

Motiv zeigt den Heiligen Lukas als Maler

Matthias Pohl vom Kirchenvorstand in Wald erinnert sich: „Als das Bild gefunden wurde, war es in einem furchtbaren Zustand. Einmal natürlich von der Farbgebung her, verschmutzt und verblasst, aber auch von Messern und Macheten durchstochen.“ Er schätzt besonders die Leistung der Restauratoren. „Hier wurde nicht einfach eine Arbeit gemacht, sondern es steckt viel Liebe und Engagement mit drin.“ Der schwere goldene Rahmen konnte nicht erhalten werden und wurde durch einen schlichten dunklen Rahmen ersetzt.

Der frühere langjährige Aufsichtsratsvorsitzende der St. Lukas Klinik Ulrich Bohle weiß Interessantes vom Heiligen Lukas zu berichten. Gleichzeitig zieht Bohle Parallelen zu seinem eigenen Leben. (Foto: © Martina Hörle)
Der frühere langjährige Aufsichtsratsvorsitzende der St. Lukas Klinik Ulrich Bohle weiß Interessantes vom Heiligen Lukas zu berichten. Gleichzeitig zieht Bohle Parallelen zu seinem eigenen Leben. (Foto: © Martina Hörle)

Pfarrer Meinrad Funke, ltd. Pfarrer der Kath. Pfarrgemeinschaft Solingen-West, würdigt das herausragende Engagement von dem kürzlich verstorbenen Hans Tappert. Tappert war lange Zeit im Walder Kirchenvorstand. Er hatte das gesamte Projekt angestoßen und Kontakte zu den maßgeblichen Stellen aufgenommen. „So erinnert das Bild auch an den Mann, der für den gesamten Seelsorgebereich Solingen-West so viel getan hat. Er war ein alter Walder mit vielen Verbindungen nach Ohligs“, weiß Funke zu berichten.

Ulrich Bohle, früherer langjähriger Aufsichtsratsvorsitzender der St. Lukas Klinik, wartet mit einigen interessanten Informationen zum Heiligen Lukas auf. „Lukas ist ja der Patron der Ärzte, aber ein richtiger Heiliger hat viele Aufgaben.“ Schmunzelnd zählt er ein paar davon auf: „Schutzpatron der Künstler, der Maler, der Glaser“, und zieht Parallelen zu seinem eigenen Leben, so dass seine Mutter eine geborene Tappert war, er lange Jahre im Aufsichtsrat der St. Lukas Klinik arbeitete und dass sein Unternehmen im Glassektor angesiedelt ist.

Dauerhafter Platz in der Kapelle

Dann schreiten Veronika Tappert und Matthias Pohl zur Enthüllung des Gemäldes. Es soll in der Kapelle seinen endgültigen Platz finden. Hier steht noch das Einverständnis der Kunstkommission aus.

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