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Raoul Brattig: Solingen muss attraktiver Freizeitstandort werden

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OB-Kandidat Raoul Brattig (FDP) vor dem inzwischen verwilderten Eingang zum ehemaligen Märchenwald Ittertal. Der Politiker wünscht sich in Solingen ein besseres Freizeitangebot. (Foto: © Bastian Glumm)
OB-Kandidat Raoul Brattig (FDP) vor dem inzwischen verwilderten Eingang zum ehemaligen Märchenwald Ittertal. Der Politiker wünscht sich in Solingen ein besseres Freizeitangebot. (Foto: © Bastian Glumm)
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SOLINGEN (bgl) – Um die Freizeitangebote in Solingen ist es nicht zum Besten bestellt, findet Oberbürgermeisterkandidat Raoul Brattig (FDP). Im Gespräch mit Eltern habe er in den vergangenen Monaten vielfach zu hören bekommen, dass die Angebote für eine angenehme Freizeitgestaltung mit kleinen Kindern in Solingen bestenfalls übersichtlich seien. „Der Märchenwald im Ittertal ist beispielsweise schon lange geschlossen, mit dem tollen Familienbad Vogelsang haben wir ein super Hallenbad für die sportliche Ertüchtigung, aber weniger für den Freizeitspaß“, sagt Brattig.

Freizeitangebote in Solingen sterben aus

In Solingen sterben Freizeitangebote nach und nach aus. „Und was sich entwickeln will, kommt zudem kaum in die Gänge. Es gibt ja die Initiative in Aufderhöhe, auf dem Gelände des ehemaligen Freibades einen Freizeitpark einzurichten, aber auch das zieht sich ja nun schon seit Ewigkeiten hin, auch aufgrund von Streitigkeiten mit Anwohnern“, so der FDP-Politiker.

Zuletzt gab es am Josefstal eine neuerliche Anwohnerklage. Mit einer zeitnahen Umsetzung eines Freizeitangebotes dort sei demnach nicht zu rechnen. Nichtsdestotrotz habe man in Solingen mehrere Leuchttürme, die sich eines regen Besucherzuspruchs erfreuen. Dazu gehören unter anderem die Fauna und der Ohligser Vogelpark. Auch der Botanische Garten werde von Familien gerne aufgesucht. „Je älter die Kinder werden, desto schwieriger wird es allerdings, passende Angebote in Solingen zu finden“, beobachtet Raoul Brattig.

Freizeitangebote für Teenager in Solingen Mangelware

Freizeitangebote für Teenager seien in der Klingenstadt nämlich ebenfalls absolute Mangelware. Mit dem Lumen-Kino habe man immerhin an zentraler Stelle einen wertvollen Anlaufpunkt. Sonst sehe es in Solingen aber nicht berauschend aus. Mit dem „Getaway“ hat vor Jahren bereits Solingens letzte Diskothek – ein echter Freizeitmagnet und Hot Spot für junge Menschen – seine Pforten geschlossen.

Das ehemalige Freibad in Aufderhöhe. Hier soll ein Freizeitgelände entstehen. (Foto: © Bastian Glumm)
Das ehemalige Freibad in Aufderhöhe. Hier soll ein Freizeitgelände entstehen. (Foto: © Bastian Glumm)

Und das wie so oft ersatzlos. „Das nächste Thema zeichnet sich ja bereits mit der Eissporthalle ab. Da gehen die Leute gerne hin, man macht dort Sport, man verbringt dort seine Freizeit und die Halle wird auch für andere Zwecke genutzt“, so Brattig. Denn derzeit sei noch nicht geklärt, ob und wann die Eissporthalle abgerissen wird und ob und wo es überhaupt einen Ersatzneubau geben soll.

Nachtleben findet in den Nachbarstädten statt

Nicht nur junge Menschen würden aufgrund des schwachen Angebotes vor Ort ihre Freizeit oftmals in den Nachbarstädten verbringen. Köln und Düsseldorf sind nah, auch das Ruhrgebiet ist schnell erreichbar. Denn auch das Nachtleben hat in Solingen schon bessere Zeiten gesehen, findet Brattig. „Wenn man nachts was erleben möchte und jung ist, dann ist man weg. Das ist ein echtes Problem“, zeigt der junge Lokalpolitiker auf.

Natürlich könne man als Stadtverwaltung weder eine Disco bauen noch einen Freizeitpark in die Landschaft setzen. Aber man könnte entsprechende Impulse geben und jenen aktive Hilfestellung anbieten, die in Solingen Interesse zeigen würden, im Bereich Freizeitgestaltung zu investieren. Denn das passiere derzeit in viel zu geringem Maße, betont Raoul Brattig.

Aktiv Betreiber in die Klingenstadt locken

„Man könnte als Stadt ja auch auf Betreiber zugehen, die in den Nachbarstädten erfolgreich entsprechende Angebote umgesetzt haben. Dabei könnte man vorhandene Immobilien ganz aktiv anbieten. Ich glaube nämlich, dass die Leute von allein nicht kommen werden“, wünscht sich Brattig viel mehr Initiative seitens der Verwaltung und sieht vor allem in diesem Bereich das Stadtmarketing verstärkt in der Pflicht.

„Man sollte es Interessenten wirklich so einfach wie möglich machen. Denn wenn diese überlegen, ob sie sich in Solingen ansiedeln sollen oder nicht und dabei auch noch ganz viel Papierkram seitens der Stadt auferlegt bekommen, dann wird die Entscheidung gegen Solingen ausfallen“, meint Brattig. Selbstverständlich müsse man dabei stets den Aspekt der Rentabilität im Auge behalten.

Freizeitangebote ein Standortfaktor in Solingen

Denn es nütze am Ende des Tages wenig, wenn man beispielsweise eine vielfach gewünschte Bowlingbahn in die Clemens-Galerien – oder anderswo – locken würde, die aber nach wenigen Monaten wieder zumachen muss, da die Leute und damit der Umsatz fehlen würde. So oder so, in Sachen Freizeitgestaltung gebe es in Solingen sehr viel zu tun, betont der liberale OB-Kandidat. Und das ziehe sich durch alle Altersklassen. Denn ein Fehlen entsprechender Angebote sei ein Standortfaktor und wirke sich negativ auf die Attraktivität Solingens aus.

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2 KOMMENTARE

  1. Endlich mal jemand, der das Problem auch erkannt hat. Bin 31 und immer noch entsetzt über die Verhältnisse in Solingen. Wünsche mir nach wie vor ein Erlebnisbad wie es in jeder Stadt vorkommt ausser in Solingen. Freizeitpark… Klsr, wieso nicht? Nachtleben, voll fürn Arsch!!! Ich hoffe es wird sich was ändern.. Wir haben hier leider „nur“ unsere schöne Nstur

  2. Anwohner klagen, Anwohner klagen, Anwohner klagen…

    Ich kann es nicht mehr hören!
    An jeder Ecke fühlt sich ein Anwohner durch irgendetwas gestört und legt Innovationen Steine in den Weg… Haribo, Großbäckerei am Piepersberg, Sportplätze dürfen abends nicht genutzt werden, Freizeitpark nicht gebaut….

    Wem das Stadtleben stört: zieht aufs Land oder in den Wald!

    Ach ne! Da stören ja die Wanderer, Hundebesitzer Mountainbiker, Kinder…

    Traurige Gesellschaft!

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