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Sieben Kapuzineraffen mischen die Fauna auf

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Christina Farke, zoologische Leiterin der Gräfrather Fauna, mit zwei ihrer neuesten Schützlinge. Am Montag sind sieben Totenkopfaffen im Solinger Tierpark eingezogen. (Foto: © Bastian Glumm)
Christina Farke, zoologische Leiterin der Gräfrather Fauna, mit zwei ihrer neuesten Schützlinge. Am Montag sind sieben Totenkopfaffen im Solinger Tierpark eingezogen. (Foto: © Bastian Glumm)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (bgl) – Die Fauna hat neue Bewohner. Am vergangenen Montag sind sieben putzmuntere Kapuzineräffchen im Gräfrather Tierpark eingezogen und mischen seitdem nicht nur ihr Gehege gehörig auf. „Der Jüngste ist fünf Jahre alt, der Papa ist zehn und drei der Mädels sind 20 Jahre alt, der Rest ist dazwischen“, erklärt Christina Farke, zoologische Leiterin der Fauna. Als die Neuzugänge am Montag ihr neues Heim bezogen, gab es bereits zu Beginn keinerlei Berührungsängste.

Kaum aus der Transportbox gesprungen, wurde lautstark alles erkundet und untersucht, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fauna sogar als Kletterbäume „missbraucht“. Die sieben Affen kommen jetzt aus einem Zoo in Belgien und sind als langfristige Dauerleihgabe eines holländischen Tierparks in die Fauna eingezogen.

Außenanlage wird hergerichtet und überdacht

Untergebracht sind die Tiere im 1979 gebauten Affenhaus, in dem zuletzt übergangsweise zwei Nasenbären lebten. Vorher waren dort noch zwei Javaner-Affen untergebracht. Das 28 Jahre alte Männchen und seine 16 Jahre alte Tochter konnte die Fauna bereits im März anderweitig vermitteln. „Natürlich ist das ein altes Gebäude, aber ein Neubau ist nicht möglich, da wir in einem Landschaftsschutzgebiet sind und entsprechende Auflagen haben“, macht Christina Farke deutlich.

Die sieben Affen waren vorher in einem belgischen Zoo untergebracht und sind eine Dauerleihgabe eines Tierparks aus Holland. Die Tiere sollen langfristig in der Fauna bleiben. (Foto: © Bastian Glumm)
Die sieben Affen waren vorher in einem belgischen Zoo untergebracht und sind eine Dauerleihgabe eines Tierparks aus Holland. Die Tiere sollen langfristig in der Fauna bleiben. (Foto: © Bastian Glumm)

Genug Platz ist für die sieben lebhaften Äffchen aber dennoch vorhanden. Denn neben dem eigentlichen Innenraum mit ganz viel Kletter- und Spielmöglichkeiten ist auch noch ein weiterer Raum für die Tiere nutzbar. Und sobald die Temperaturen wieder steigen, wird auch die Außenanlage hergerichtet und sogar überdacht werden. In der freien Natur kommt diese Affenart vor allem in Mittel- und Südamerika vor.

Äffchen kommen aus einem belgischen Zoo

Für die Herrichtung des Innenraums hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fauna gerade mal eine Woche Zeit. Denn die gesamte Aktion, die Vermittlung über Kontakte zum holländischen Zoo und schließlich die Abholung in Belgien, ging außerordentlich schnell über die Bühne. Die sieben Äffchen sind überhaupt nicht scheu. Auch eine Handaufzucht ist in der Gruppe. „In dem belgischen Zoo waren die Tiere vorher auf einer begehbaren Affeninsel, lebten zum Schluss aber dann auch in einer Voliere, da es klar war, dass die Affen ausziehen würden“, berichtet Christina Farke. Den direkten Umgang mit Menschen sind die kleinen Totenkopfaffen also gewohnt.

Lang gehegter privater Wunsch erfüllt

Biologin Christina Farke erfüllt sich mit den sieben Affen auch einen langgehegten privaten Wunsch. „Endlich kann ich Herr Nilsson von Pipi Langstrumpf selber halten. Auch wenn ich in meiner Ausbildung durch einen Biss eines Totenkopfaffen bei einer tierärztlichen Behandlung fast meinen rechten Zeigefinger durch eine schlimme Entzündung verloren hätte“, unterstreicht Farke, dass die Liebe zu den putzigen kleinen Primaten stets geblieben sei.

Volksbank Bergisches Land

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