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Solingen: Geschwindigkeitsdisplay lächelt vor der Katternberger Schule

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Verkehrswacht und Eugen-Otto-Butz-Stiftung übergaben der Stadt ein Geschwindigkeitsdisplay, das gleich vor der Grundschule Katternberg ihren Platz fand. (Foto © Sandra Grünwald)
Verkehrswacht und Eugen-Otto-Butz-Stiftung übergaben der Stadt ein Geschwindigkeitsdisplay, das gleich vor der Grundschule Katternberg ihren Platz fand. (Foto © Sandra Grünwald)

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SOLINGEN (sg) – Die Verkehrswacht und die Eugen-Otto-Butz-Stiftung übergaben heute ein Geschwindigkeitsdisplay an die Stadt, das vor der Grundschule Katternberg auch gleich installiert wurde. Nun lächelt es für alle ordnungsgemäßen Autofahrer.

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Geschwindigkeitsdisplay mit Solarpanel

Es ist inzwischen das vierte Geschwindigkeitsdisplay, das aus Solinger Stadtgebiet zum Einsatz kommt. „Wir haben drei feste Displays und ein mobiles“, sagte Michael Ockenfels vom Ordnungsamt, der für die mobile Geschwindigkeitsmessung zuständig ist. Die Geschwindigkeitsdisplays kommen vor allem an Schulen, Kitas, Seniorenheimen, aber auch an Unfallhäufungsstellen und dort, wo es Bürgerbeschwerden gibt, zum Einsatz. „Dies ist das erste, das mit Solar läuft“, sagte Ockenfels.

Ausgestattet ist es mit einem Radarkopf, der Radarstrahlen aussendet und durch die zurückgeworfenen Strahlen die Geschwindigkeit des Fahrzeuges messen kann. „Es zeigt die gefahrene Geschwindigkeit, aber es zeigt auch die vorgeschriebene Geschwindigkeit an“, erklärte Nico Rücker vom Ordnungsamt. Wer angemessen fährt, wird von einem grünen Smiley angelächelt, wer zu schnell unterwegs ist, bekommt ein rotes Gesicht zu sehen, das deutliches Missfallen ausdrückt.

Ab sofort misst das Geschwindigkeitsdisplay die Geschwindigkeit der Autofahrer und reagiert mit lachendem oder traurigem Smiley. (Foto © Sandra Grünwald)
Ab sofort misst das Geschwindigkeitsdisplay die Geschwindigkeit der Autofahrer und reagiert mit lachendem oder traurigem Smiley. (Foto © Sandra Grünwald)

Geschwindigkeitsdisplay individuell einstellbar

Da vor der Grundschule Katternberg die Geschwindigkeit von Montag bis Freitag von 7 bis 17 Uhr auf 30 Stundenkilometer begrenzt ist, wurde das Gerät entsprechend eingestellt. Wer nach 17 Uhr vorbei fährt, wird dann bei 50 Stundenkilometer angelächelt. Außerdem erfasst das Gerät Verkehrsdaten. „Wann die Stoßzeiten sind, wann der Schnellste durchgefahren ist, wie viele insgesamt am Tag durchgefahren sind“, zählt Michael Ockenfels auf. Diese Statistiken werden vom Ordnungsamt dann ausgewertet.

Das Geschwindigkeitsdisplay soll die Autofahrer auf freundliche Weise auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit hinweisen. (Foto © Sandra Grünwald)
Das Geschwindigkeitsdisplay soll die Autofahrer auf freundliche Weise auf die vorgeschriebene Geschwindigkeit hinweisen. (Foto © Sandra Grünwald)

Verkehrszähler kommt auch zum Einsatz

Nicht nur ein Geschwindigkeitsdisplay, auch ein Verkehrszähler wurde der Stadt von der Verkehrswacht und der Eugen-Otto-Butz-Stiftung übergeben. „Der Verkehrszähler ist so groß wie ein Vogelkasten“, verriet Michael Ockenfels. Er dient zur unbemerkten Datenerfassung. Es ist der zweite, den die Stadt nun im Einsatz hat. Beide Geräte zusammen haben einen Wert von 5500 Euro.

Geschwindigkeit ist Unfallursache Nr. 1

Ulrich Schmidt, Vorsitzender der Verkehrswacht, erklärte anhand von Bremsteppichen, wie gefährlich nur ein paar Stundenkilometer sein können: „Wer in einer 30iger Zone 40 fährt, hat da, wo der 30iger schon steht, noch eine Aufprallwucht von 35 Stundenkilometern.“ Ganz fatal ist es, wenn jemand 50 Stundenkilometer fährt. „Der hat da, wo der 30iger steht, noch nicht angefangen zu bremsen.“ Das ist besonders gefährlich vor einer Schule. „Acht von zehn Kindern sterben bei so einem Unfall“, erklärte Ulrich Schmidt.

Anhand der Bremsteppiche wird deutlich, wie unterschiedlich die Bremswege bei 30 und 50 Stundenkilometern sind. (Foto © Sandra Grünwald)
Anhand der Bremsteppiche wird deutlich, wie unterschiedlich die Bremswege bei 30 und 50 Stundenkilometern sind. (Foto © Sandra Grünwald)

Damit das nicht passiert, wird das Geschwindigkeitsdisplay die Autorfahrer auf nette Weise an die Geschwindigkeitsbegrenzung erinnern. „Unser Appell geht an jeden Verkehrsteilnehmer, dass er vor Kitas und Schulen selbst Verantwortung für die Sicherheit übernimmt“, meinte Oberbürgermeister Tim Kurzbach.

Auch ohne 30iger-Schild oder Geschwindigkeitsdisplay haben die Autofahrer die Pflicht, wenn sie ein „Achtung Kinder“-Schild sehen, ihre Geschwindigkeit der Situation anzupassen. „Wenn hier viele Kinder auf dem Bürgersteig stehen, heißt das Schrittgeschwindigkeit fahren“, so Katrin Grastat von der Verkehrsunfallprävention. Bei einem Unfall trägt der Autofahrer die Schuld. „Das Kind befindet sich hier in einer Schutzzone.“

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