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Solingen ist jetzt ein „sicherer Hafen“

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Im Rahmen der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen unterzeichnete Oberbürgermeister Tim Kurzbach die „Potsdamer Erklärung“ und damit den Beitritt der Stadt Solingen zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“. (Foto: © Bastian Glumm)
Im Rahmen der Herbstsynode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen unterzeichnete Oberbürgermeister Tim Kurzbach die „Potsdamer Erklärung“ und damit den Beitritt der Stadt Solingen zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“. (Foto: © Bastian Glumm)

SOLINGEN (red/bgl) – Die Diakonie in Solingen war das inhaltliche Hauptthema der gestern im Evangelischen Gemeindezentrum Merscheid zu Ende gegangenen Herbsttagung der Synode des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. Im Rahmen der Synode unterzeichnete Oberbürgermeister Tim Kurzbach die „Potsdamer Erklärung“ und damit den Beitritt der Stadt Solingen zum Bündnis „Städte Sicherer Häfen“. Damit entsprach der Oberbürgermeister im Namen des Rates der Stadt Solingen einer Bitte, die die Synode bei ihrer letzten Tagung am 28. und 29. Juni an die Stadt gerichtet hatte.

Kurzbach: „Demokratie ist kein Schaukelstuhl“

Das Bündnis deutscher Städte setzt sich für politische Initiativen und konkrete Hilfen zur Aufnahme in Seenot geratener geflüchteter Menschen ein. In einer kurzen Ansprache dankte Kurzbach den Vertreterinnen und Vertretern des Kirchenkreises, die in Besuchen bei allen Ratsfraktionen für den Beitritt geworben hatten, der am 26. September mit großer Mehrheit vom Rat der Stadt Solingen beschlossen worden war. Gleichzeitig mahnte er die Synodalen, im Engagement für eine gute Integration in Solingen aufgenommener geflüchteter Menschen nicht nachzulassen.

Er rief sie dazu auf, sich im heftiger gewordenen Streit um die Zukunft der Gesellschaft mit einer klaren christlichen und solidarischen Haltung einzubringen: „Demokratie ist kein Schaukelstuhl, sondern wir müssen hart dafür arbeiten!“ Auch das Naziregime der 1930er und 1940er Jahre sei nicht vom Himmel gefallen. Aber die Menschen von heute könnten aus den Fehlern von damals lernen.

Dr. Ilka Werner ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)
Dr. Ilka Werner ist Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. (Foto: © Bastian Glumm)

Haushalt für das kommende Jahre verabschiedet

Auf ihrer Tagung verabschiedete die Synode außerdem den Haushalt für 2020. Darin wird für die Arbeitsgebiete des Kirchenkreises und seines Diakonischen Werks mit Ausgaben in Höhe von 5,48 Mio. Euro geplant. Dagegen stehen Einnahmen in Höhe von lediglich 5,35 Mio. Euro. Darunter werden 1,02 Mio. Euro an Kirchensteuereinnahmen erwartet (plus 4.000 Euro im Vergleich zu 2019). Der restliche Betrag setzt sich vor allem aus öffentlichen Erstattungen für die soziale und pädagogische Arbeit im Diakonischen Werk zusammen.

Der Kirchenkreis plant darum für das kommende Jahr mit einem Defizit in Höhe von 127.000 Euro. Dieser Betrag soll aus Rücklagen ausgeglichen werden. Allerdings würden Einnahmen und Ausgaben im Evangelischen Kirchenkreis Solingen traditionell sehr konservativ geplant, erläuterte Rainald Rasemann für den Kreissynodalvorstand. In den letzten Jahren hätten darum trotz geplanter Defizite die kreiskirchlichen Bilanzen ausgeglichen oder mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden können.

Die zehn Gemeinden des Kirchenkreises haben je eigene Haushalte, die von den Presbyterien verabschiedet werden. Hier werden weitere 11,73 Millionen Euro aus Kirchensteuern erwartet. Insgesamt rechnen der Kirchenkreis und seine zehn Gemeinden im kommenden Jahr also mit 12,75 Millionen Euro.

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