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Solinger Unfallchirurg referiert auf Notfallkonferenz in Berlin

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Die Teilnehmer der ersten Notfallkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und der Bundeswehr im Berliner Unfallkrankenhaus Marzahn. Der Solinger Unfallchirurg Prof. Dr. Flohé ist im Bild als 1. v. li. zu sehen. Generalsekretär der Deutschen Gesellschafft für Unfallchirurgie Prof. Dr. R. Hoffmann (3. V. li); Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Generaloberstabsarzt Dr. Michael Tempel (4. V.li), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie Prof. T. Pohlemann (7.v.li). (Foto: Susanne Herda)
Die Teilnehmer der ersten Notfallkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie und der Bundeswehr im Berliner Unfallkrankenhaus Marzahn. Der Solinger Unfallchirurg Prof. Dr. Flohé ist im Bild als 1. v. li. zu sehen. Generalsekretär der Deutschen Gesellschafft für Unfallchirurgie Prof. Dr. R. Hoffmann (3. V. li); Inspekteur des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Generaloberstabsarzt Dr. Michael Tempel (4. V.li), Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie Prof. T. Pohlemann (7.v.li). (Foto: Susanne Herda)
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BERLIN (red) – Ende vergangener Woche fand in Berlin die erste gemeinsame nationale Notfallkonferenz der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und der Bundeswehr zum Thema „Terroranschläge – eine neue traumatologische Herausforderung“ statt. Mehr als 200 Spezialisten aus dem zivilen und militärischen Bereich trafen zusammen, um Maßnahmen einzuleiten, mit denen die medizinische Versorgung der Bevölkerung bei möglichen Terroranschlägen zu jeder Zeit und an jedem Ort in Deutschland schnell und situationsgerecht auf hohem Niveau gesichert werden kann. Unter den Referenten fand sich Prof. Dr. Sascha Flohé, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie, als national anerkannter Spezialist für Schwerverletztenversorgung und Ausbildung in der Notfallchirurgie.

Neue medizinische und vor allem taktisch-strategische Herausforderung

„Verletzungen durch Terroranschläge stellen besondere Anforderungen an Ärzte. Komplexe Schuss- und Explosionsverletzungen und auch das mögliche Eintreffen einer hohen Anzahl lebensgefährlich verletzter Menschen sind für Rettungskräfte, Notärzte und Kliniken eine neue medizinische und vor allem taktisch-strategische Herausforderung. An die jeweilige Lage angepasste Behandlungskonzepte sind gefragt“, erklärt Prof. Dr. Flohé. Die DGU und die Bundeswehrärzte planen unter anderem im Rahmen eines Fünf-Punkte-Plans spezielle Fortbildungen für Chirurgen und die Verbreitung entsprechender Kenntnisse über die rund 600 Trauma-Zentren in Deutschland. Prof. Dr. Flohé, der auch als Chirurg für die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz war, ging in Berlin auf die zivile Perspektive des klinischen Managements von Terrorverletzungen am Krankenhaus ein.

Prof. Dr. med. Sascha Flohé ist Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie im Staädtischen Klinikum Solingen. (Archivfoto: B. Glumm)
Prof. Dr. med. Sascha Flohé ist Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie im Städtischen Klinikum Solingen. (Archivfoto: B. Glumm)

Fortbildungen mit Spezialisten der Bundeswehr geplant

„Das Engagement resultiert aus der Verantwortung für die Menschen in der Stadt und der Region. So traurig es klingt, wir müssen uns mit dieser neuen Dimension der Gefahr auseinandersetzten und uns vorbereiten“, so der Solinger Unfallchirurg. Das Klinikum will das qualitativ hohe Versorgungsniveau im Überregionalen Traumazentrum auch zur medizinischen Versorgung für mögliche Terroropfer und bei unkalkulierbaren Gefahrensituationen vorhalten. Prof. Dr. Flohé: „Wir werden die geplanten Fortbildungen für Chirurgen zusammen mit Spezialisten aus der Bundeswehr gestalten und die Verbreitung entsprechender Kenntnisse auch an unserer Klinik wahrnehmen, um im Krisenfall für Situationen gewappnet zu sein, mit denen wir in unserem Klinikalltag bisher nicht konfrontiert, die wir aber zukünftig der Wahrscheinlichkeit nach nicht ausschließen können.“

www.klinikum-solingen.de

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