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Solingerin des Monats Dezember: Pummelelfe Regine Weiß

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Die pensionierte Volksschullehrerin Regine Weiß ist unter anderem im Café Courage, bei den Naturfreunden Theegarten und als Pummelelfe aktiv. Für sie hat der Tag einfach zu wenig Stunden. (Foto: © Martina Hörle)
Die pensionierte Volksschullehrerin Regine Weiß ist unter anderem im Café Courage, bei den Naturfreunden Theegarten und als Pummelelfe aktiv. Für sie hat der Tag einfach zu wenig Stunden. (Foto: © Martina Hörle)
Stadtwerke Solingen

SOLINGEN (mh) – Vorstandsmitglied im Café Courage, Vorsitzende im Verein der Naturfreunde Theegarten, als Pummelelfe auf Mittelaltermärkten und in Senioreneinrichtungen – wenn der Tag mehr Stunden hätte, würde sie bestimmt auf weiteren Hochzeiten tanzen.

Regine Weiß, unsere Solingerin des Monats Dezember, ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Die pensionierte Volksschullehrerin, die schon immer gerne sang und Gitarre spielte, übernahm nach Abschluss ihres Studiums auf der Förderschule, der heutigen Pestalozzi-Schule, neben diverser anderer Fächer auch den Musikunterricht. „Es war das typische Klassenlehrerprinzip“, denkt sich Regine Weiß zurück. „Man unterrichtete fast alles.“

Unterricht nach Klassenlehrer-Prinzip

Auch heute befasst sich die Lehrerin im Unruhestand viel mit Kindern. Im Vereinshaus der Naturfreunde Theegarten spielen, singen und basteln sie gemeinsam. Besonders beliebt ist das Thema „Heimat kennenlernen“. Auf Kräuterwanderungen wird nach heimischen Kräutern gesucht, zu denen die Naturfreundin allerlei Wissenswerte und Interessantes erzählen kann. Spannend wird es, wenn auf diesen Wanderungen Rehe oder Hasen auftauchen.

Besonders großen Spaß haben die Kinder an alten Kreisspielen. „Da machen sie immer ganz begeistert mit“, freut sich Regine Weiß, die sich neben aktuellen Geschehen gerne mit Themen aus früherer Zeit befasst und sich aktiv für den Erhalt der Solinger Mundart einsetzt. Ausflüge in die nähere Umgebung stehen ebenfalls auf dem Programm. „Mal geht es ins Industriemuseum, ins Klingenmuseum oder in die Fauna“, erklärt Weiß. Schloss Burg darf natürlich nicht fehlen. Und Fahrten mit der Wuppertaler Schwebebahn sind  ein besonderes Erlebnis.

Als Pummelelfe tritt sie gemeinsam mit zwei Freundinnen auf Mittelaltermärkten und in Senioreneinrichtungen auf. Gemeinsam singt das Trio mittelalterliche, meist eigene Lieder und begleitet sich auf Gitarrenlaute, Nyckelharpa und Cazoo. (Archivfoto: © Martina Hörle)
Als Pummelelfe tritt sie gemeinsam mit zwei Freundinnen auf Mittelaltermärkten und in Senioreneinrichtungen auf. Gemeinsam singt das Trio mittelalterliche, meist eigene Lieder und begleitet sich auf Gitarrenlaute, Nyckelharpa und Cazoo. (Archivfoto: © Martina Hörle)

Seit 2014 ist sie die Vorsitzende im Verein der Naturfreunde Theegarten, einer international tätigen Umwelt-, Kultur-, und Freizeitorganisation, die sich gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur einsetzt. Bereits ihre Eltern Änne und Karl Wagner hatten sich dort engagiert.

Vorsitzende der Naturfreunde Theegarten

Gemeinsam mit zwei anderen Freundinnen tritt sie auf Mittelaltermärkten als Pummelelfe auf. „Ich habe vor etwa 13 Jahren über ein Internetforum zur Mittelalterszene gefunden“, erzählt sie. Die Lieder, die dort gesungen wurde, waren ihr größtenteils bekannt. Sie erinnert sich gerne an die Anfänge. „Ich war mit Bekannten beim Weihnachtsmarkt auf Schloss Grünewald.“ Eine wunderbare Atmosphäre, doch so wirklich konnte sich Regine Weiß nicht mit der Musik vom Band anfreunden. „Ich habe kurzerhand meine Gitarre aus dem Auto geholt und wir haben zur Freude der Besucher Weihnachtslieder gesungen.“

Auch im Café Courage trifft man Regine Weiß häufig an. (Foto: © Martina Hörle)
Auch im Café Courage trifft man Regine Weiß häufig an. (Foto: © Martina Hörle)

Daraus entstanden die Spielleute Triskehle, eine mittelalterliche Formation von Geschichtenerzählern, Komödianten, Musikern und Poeten, die eine starke Affinität zum Keltentum aufwiesen. „Wir haben viele Lieder selbst geschrieben, nicht nur die Texte, sondern auch die Melodien. Manchmal stammten die von alten Volkstänzen, zu denen es keine Texte gab.“ Als sich die Gruppe aus organisatorischen Gründen vor ein paar Jahren auflöste, machte Regine Weiß mit einer Freundin unter dem Namen „Pummelelfen“ weiter. „Pummelelfen nennt man in der Mittelalterszene pummelige Leute, die Elfen darstellen“, lacht Pummelelfe Regine, die den Namen sehr passend findet.

Mittlerweile sind sie zu dritt. Sie treten nicht nur auf alten Märkten, sondern auch gerne in Senioreneinrichtungen auf. Da spielt sie selbst zum Gesang die Gitarrenlaute, ein Instrument, das aussieht wie eine Laute, aber wie eine Gitarre gespielt wird. Pummelelfe Sabine an der Nyckelharpa (Tastenfidel) und Margo mit Schellenring und Cazoo vervollständigen das Trio. „Die Cazoo erklären wir immer als das wertvolle goldfarbene Instrument, das nicht geeignet ist zum Rauchen holländischer Kräuter“, lacht Regine Weiß verschmitzt.

Große Erfolge als Pummelelfe

Die Mitbegründerin des „Café Courage“ und heutiges Vorstandsmitglied ist regelmäßig an der Klemens-Horn-Straße anzutreffen. „Jeden Mittwoch findet hier unser Willkommenstreff statt. Donnerstags unterstützen wir Kinder bei den Hausaufgaben.“ Obendrein versammeln sich hier zahlreiche andere Gruppen oder Initiativtreffs. Die Räume kann man gegen ein kleines Entgelt nutzen. Die Koordination liegt ebenfalls in den Händen von Regine Weiß.

Volksbank Bergisches Land

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