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Solingerin des Monats Mai: Sonja Presse

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Vor drei Jahren hat Sonja Presse das Unternehmen von ihrer Mutter Monika übernommen. Die Dipl.-Ökonomin kommt ursprünglich aus dem Hotelgewerbe. (Foto: © Martina Hörle)
Vor drei Jahren hat Sonja Presse das Unternehmen von ihrer Mutter Monika übernommen. Die Dipl.-Ökonomin kommt ursprünglich aus dem Hotelgewerbe. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – „Was würden Sie anders als Ihre Mutter machen?“ Bei der Frage stutzt Sonja Presse, überlegt kurz und schüttelt lächelnd den Kopf. „Nichts.“ Vor drei Jahren hat die Dipl.-Ökonomin das Unternehmen von ihrer Mutter übernommen. Monika Presse startete 1995 in Gräfrath als Immobilienmaklerin, damals In der Freiheit 44. Obwohl die Branche seinerzeit eine reine Männerdomäne war, ließ sie sich nicht davon abbringen. Der Erfolg gab ihr Recht.

Diese Zielstrebigkeit, gepaart mit dem nötigen Durchsetzungsvermögen, hat Tochter Sonja offensichtlich von ihrer Mutter geerbt. „Ursprünglich komme ich aus dem Hotelmanagement“, erzählt die junge Unternehmerin. „Meine Tätigkeit hat mich in einige Länder geführt. Zuletzt war ich in China.“

Berufliche Tätigkeit in China

Verbunden mit ihrer Rückkehr nach Deutschland war der Wunsch nach Veränderung. „Ich habe meiner Mutter schon früh bei ihrer Arbeit geholfen, zum Beispiel Kundenanfragen beantwortet“, berichtet Presse. „Besonders gefallen hat mir der Kontakt mit den Kunden. Dabei haben wir immer großen Wert auf Herzlichkeit, gepaart mit Qualität, gelegt.“ Genau das hatte sie in den Hotelketten, in denen sie tätig gewesen war, vermisst.

Sonja Presse hat den Entschluss zur beruflichen Veränderung nicht bereut. Mit ihrer jetzigen Arbeit ist sie sehr glücklich. Außerdem fühlt sie sich im Stadtteil Gräfrath sehr wohl. (Foto: © Martina Hörle)
Sonja Presse hat den Entschluss zur beruflichen Veränderung nicht bereut. Mit ihrer jetzigen Arbeit ist sie sehr glücklich. Außerdem fühlt sie sich im Stadtteil Gräfrath sehr wohl. (Foto: © Martina Hörle)

Mit ihrer jetzigen Arbeit ist sie sehr glücklich. „Da steckt viel Herzblut drin“, lächelt sie, „und auch eine große Verantwortung. Schließlich handelt es sich ja um das Geld der Kunden.“ Ihre Arbeit sieht die Immobilienmaklerin als ständigen Lernprozess. Als Vermittlerin zwischen Kunden und Verkäufern braucht sie eine gehörige Portion Sensibilität bei Verhandlungen.

„Die Maklertätigkeit ist keine bloße Vermittlung, bei der man nur den Kontakt herstellt“, berichtigt Presse das oft falsche Bild eines Maklers in der Öffentlichkeit. „Wir bieten einen breiten Service an, ein wirkliches Rundum-Paket. Natürlich stellt uns das manchmal vor Herausforderungen.“ Doch genau das macht den Beruf lebendig. Sonja Presse hat ihren Entschluss nicht bereut. Und sie tritt noch in einem anderen Bereich in die Fußstapfen ihrer Mutter.

In die Fußstapfen der Mutter getreten

„Ich möchte nicht nur Maklerin in Gräfrath sein, sondern der Stadt auch etwas zurückgeben. Schon meine Mutter hat in den Geschäftsräumen kulturelle Veranstaltungen organisiert. Diese Tradition werde ich fortsetzen.“ Die Räumlichkeiten befinden sich mittlerweile in dem 1898 erbauten Haus In der Freiheit 30. „Es soll wieder eine öffentliche Begegnungsstätte werden.“

Hierbei wird die Mutter sicher beratend zur Seite stehen, wie sie es seit der Übergabe ebenfalls in anderen beruflichen Belangen tut. „Der Prozess des Abgebens war für meine Mutter nicht einfach“, verrät die junge Frau. „Schließlich hat sie das Unternehmen von Grund auf selbst aufgebaut. Doch sie weiß, dass ich es in ihrem Sinne weiterführe. Ich bin sehr froh, so eine wunderbare Beraterin an meiner Seite zu haben.“

Im kulturellen Bereich möchte die junge Unternehmerin ebenfalls in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. In den Geschäftsräumen sollen auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. (Foto: © Martina Hörle)
Im kulturellen Bereich möchte die junge Unternehmerin ebenfalls in die Fußstapfen ihrer Mutter treten. In den Geschäftsräumen sollen auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden. (Foto: © Martina Hörle)

Ihr erworbenes fachliches und persönliches Wissen möchte Sonja Presse gerne weitergeben. „Ich würde mich sehr freuen, wenn die Nachfrage von jungen Leuten größer wird. Wir sind ein Ausbildungsbetrieb. Doch es fehlt der Nachwuchs.“ Für Bewerbungen ist es auch in diesem Jahr noch nicht zu spät.

Ausbildungsplatz frei

Einen Tipp möchte sie loswerden: „Wenn es sich um eine Männerdomäne handelt, sollten Frauen davor nicht zurückschrecken. Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht, auch wenn ich lernen musste, mich durchzusetzen. Das Gleiche gilt für den Schritt in die Selbstständigkeit.“ Ihr Fazit: „Mut und Kampfgeist zeigen. Wenn man etwas mit viel Herzblut und aus Überzeugung tut, sind das die besten Voraussetzungen für Erfolg.“

Volksbank Bergisches Land

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