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Stadtbibliothek: Ideen für nachhaltigen Konsum

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Am Freitag eröffneten Julia Ogiermann (li.), Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW, und Sylvia Heinrichs-Reinshagen, Leiterin der Stadtbibliothek, gemeinsam die Ausstellung „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“. (Foto: © Martina Hörle)
Am Freitag eröffneten Julia Ogiermann (li.), Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW, und Sylvia Heinrichs-Reinshagen, Leiterin der Stadtbibliothek, gemeinsam die Ausstellung „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“. (Foto: © Martina Hörle)

SOLINGEN (mh) – „Nachhaltigkeit ist nicht nur wichtig, sondern kann Spaß, Vielfältigkeit und Genuss bedeuten.“ Davon ist Julia Ogiermann, Umweltberaterin bei der Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Solingen, überzeugt. Gemeinsam mit Sylvia Heinrichs-Reinshagen, Leiterin der Stadtbibliothek, eröffnete sie am Freitag im Lichtraum der Bibliothek eine Ausstellung zu nachhaltigem Konsum. Die Ausstellung trägt den Titel „Einfach machen! Ideen für nachhaltigen Konsum“.

Seit 70 Jahren ist die Institution für die Verbraucher unterwegs. Finanziert wird sie mit 14 Millionen jährlich durch das Land. Die Kommunen beteiligen sich mit 7 Millionen. Die Nachfrage ist groß. Allein im Jahr 2015 gab es 14.000 Bürgerkontakte.

Viele Kontakte zur Verbraucherzentrale

Diese Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Stadtbibliothek und der Verbraucherzentrale. „Durch das Verleihen der Medien ist auch die Bibliothek ein Ort der Nachhaltigkeit“, betonte Heinrichs-Reinshagen. „Wir haben sämtliche Plastiktaschen gegen Stofftaschen ausgetauscht. Im Lesecafé gibt es Fair Trade Kaffee

Statistisch gesehen nutzt jeder Verbraucher pro Jahr 130 Trinkbecher. Nach dem Gebrauch wandern sie direkt in den Müll. Nachhaltiger ist es, einen eigenen Becher mitzunehmen. (Foto: © Martina Hörle)
Statistisch gesehen nutzt jeder Verbraucher pro Jahr 130 Trinkbecher. Nach dem Gebrauch wandern sie direkt in den Müll. Nachhaltiger ist es, einen eigenen Becher mitzunehmen. (Foto: © Martina Hörle)

„Nachhaltiger Konsum steht mittlerweile in einem ganz anderen Kontext als früher“, erläuterte Ogiermann. „Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung. Oder einfacher gesagt: Eine Lebensweise, die die natürlichen Ressourcen schont.“ Sie fuhr fort: „Manchmal entsteht bei der gedanklichen Umsetzung der Nachhaltigkeit ein wahres Gedankenknäuel. Das muss man entwirren und neue Routine entwickeln.“ Als Beispiel führte sie den Kaffeebecher beim beliebten Coffee-to-go an. Der derzeitige Verbrauch liegt jährlich bei etwa 130 Bechern pro Person. Warum nicht einfach seinen eigenen Becher mitnehmen?

Neue Konsumroutine entwickeln

Mit der Ausstellung soll verdeutlicht werden, wo Probleme auftauchen. In einer Kombination von Information und Interaktion liefern fünf Stationen (Ernährung und Genuss, Wohnen und Einrichten, Kleidung und Mode, Arbeiten und Lernen, Freizeit und unterwegs sein) konkrete Anregungen für neue Konsumentscheidungen. Die Besucher erhalten Erläuterungen zu saisonalem Kochen, gesundem Gärtnern und Fair Trade. Ein Tauschregal lädt zum Teilen und Tauschen ein. Zum Thema Nachhaltigkeit hat die Bücherei einen umfangreichen Büchertisch aufgebaut. Eine Sammelbox wartet auf ausgemusterte Handys.

Auch ohne etwas zu kaufen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wunderbare Geschenke zu machen. Obendrein sind sie von größerem Wert. (Foto: © Martina Hörle)
Auch ohne etwas zu kaufen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wunderbare Geschenke zu machen. Obendrein sind sie von größerem Wert. (Foto: © Martina Hörle)

In der Ausstellung wartet ein Heldenbaum. Daran können Besucher ihre aufgeschriebenen Vorschläge zur Nachhaltigkeit befestigen. „Jeder, der seine Idee umsetzt, ist ein kleiner Held“, sagte Ogiermann und ergänzte abschließend: „In verschiedenen Bereichen hat sich die Nachhaltigkeit schon gut etabliert. So zum Beispiel bei Second-Hand-Kleidung, beim Gebrauchtmöbelkauf und auch beim Car-Sharing.“

Information und Interaktion an fünf Stationen

Schulklassen ab der 7. Klasse, Jugendgruppen und Erwachsene haben die Möglichkeit, an einer der Führungen von Julia Ogiermann teilzunehmen. Es gibt noch freie Termine. Anmeldungen entweder per Telefon unter 0212 – 22657607 oder per Mail: solingen.umwelt@verbraucherzentrale.nrw

Ein Heldenbaum wartet auf gute Ideen für nachhaltigen Konsum in allen Lebensbereichen. (Foto: © Martina Hörle)
Ein Heldenbaum wartet auf gute Ideen für nachhaltigen Konsum in allen Lebensbereichen. (Foto: © Martina Hörle)

Am Dienstag, 28. März 2017 wird auch das Reparatur Café Solingen dabei sein. Von 15 – 17 Uhr informieren die Mitarbeiter über das Reparieren und geben wertvolle Tipps, worauf beim Kauf neuer Geräte geachtet werden soll.

Bis zum 8. April 2017 ist die Ausstellung im Lichtraum der Stadtbibliothek zu besichtigen.

 

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